11.03.1985

RÜCKSPIEGELDer SPIEGEL berichtete ..., Zitate

... in Nr. 36/1984 BUSCHHAUS - RECHT AUF LEBEN über den Beschluß des Verwaltungsgerichts Braunschweig, die von der niedersächsischen Landesregierung erteilte Betriebsgenehmigung für das umstrittete Kohlekraftwerk Buschhaus bei Helmstedt auszusetzen. Das Gericht entsprach damit einem Antrag von sechs Bürgern aus Westdeutschland, Berlin und der DDR. *
Nun darf die "größte Dreckschleuder der Nation" doch ans Netz gehen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hob den Betriebsstopp am Freitag vergangener Woche auf. Insbesondere folgte das OVG nicht der Argumentation der Kläger, daß Buschhaus keine "Altanlage" im Sinne der Großfeuerungsanlagen-Verordnung sei und daher nur mit einer Rauchgasentschwefelungsanlage betrieben werden dürfe. Als "Altanlage" muß das eben fertiggestellte Kraftwerk erst 1987 mit Dreckfiltern ausgerüstet werden. Der Berliner Rechtsanwalt Reiner Geulen, der die Kläger vertritt, erklärte, der OVG-Beschluß stelle "den Sinn der neueren Vorschriften auf den Kopf". Geulen beantragte beim Bundesverfassungsgericht eine einstweilige Anordnung, Buschhaus weiter abgeschaltet zu lassen, und legte Verfassungsbeschwerde ein, weil sich die Kläger in ihrem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt sehen.
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Das "Offenburger Tageblatt" glossiert den Hohlspiegel: *
Spieglein, Spieglein ... an der Wand - wer macht die Stimmung in unserem Land? Da gibt es ein großes Hamburger Nachrichtenmagazin, das - stets den Finger am Puls des Geschehens - allwöchentlich den gedruckten Medien seinen Hohl-SPIEGEL vorhält und mit klammheimlicher Freude deren Ausrutscher, insbesondere im Anzeigenteil, registriert. Das ist allemal köstlich zu lesen, getreu dem Motto, wonach der, der den Schaden hat, jeglicher Beschreibung spottet.
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Die Züricher Medienzeitschrift "Bilanz" über die Lesegewohnheiten europäischer Führungskräfte der Wirtschaft: *
Wie europäische Führungskräfte sich über das politische und wirtschaftliche Geschehen informieren, wollte die "Financial Times" wissen - und schwang in der Hitparade der Zeitungen und Magazine gleich selbst obenaus: Hinter der "Financial Times" (16,2 Prozent) folgen der SPIEGEL (16,0), die "Frankfurter Allgemeine" (15,9) und das deutsche "Capital" (14,7).

DER SPIEGEL 11/1985
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