03.03.1986

„Wir sind die Herren, das Land ist unser“

Südafrika und die Angst der Buren vor der Zukunft (IV) / Von Hans-Georg Nachtweh *
Pieter Willem Botha, der Präsident der Republik Südafrika, ist ein kampferfahrener Mann; ein Politiker, den kaum etwas aus der Bahn werfen kann, schon gar nicht, wenn Leute aus Europa oder Amerika mit einem Boykott drohen.
Solche Drohungen pflegt der Buren-Chef postwendend zurückzugeben. Die Apartheidsgegner, sagt Botha dann, sollten aufpassen, daß sie sich mit Sanktionen "nicht selber schaden".
Botha erinnert die westlichen Industriestaaten gern daran, wie sehr sie von Rohstofflieferungen aus Südafrika abhängig seien. "Wenn Südafrika seine Chrom-Exporte zurückhält", warnt der Präsident, "würden eine Million Amerikaner ihre Arbeit verlieren und die Autoindustrie in Europa zum Stillstand kommen." Auch mit einem Lieferstopp anderer wichtiger Metalle könne die Kaprepublik die Industrien des Westens lahmlegen.
In einer solchen Schlüsselposition für die Industriewelt sieht nicht nur Pieter Willem Botha das Land im Süden des afrikanischen Kontinents. Franz Josef Strauß beispielsweise, der Mann aus dem Süden der Bundesrepublik, schätzt die Lage genauso ein. Für einen nur 30prozentigen Importausfall an wichtigen Rohstoffen aus Südafrika hätten die Experten "erschreckende Rückwirkungen auf unser Land errechnet. Bei zehn wichtigen Rohstoffen gerieten je Rohstoff mehrere Millionen Arbeitsplätze in Gefahr". Und wie die Herrscher am Kap behauptet Strauß: "Die Sicherheit der Rohstoffversorgung der freien Welt steht und fällt mit der politischen Zukunft des südlichen Afrika."
Was stimmt an dem Schreckensszenario von der drohenden Rohstoffblockade? Wie abhängig ist der Westen von den Stoffen, die im Boden der Republik Südafrika ruhen?
Tatsache ist: Wie kaum ein anderes Land wurde Südafrika bei der globalen Verteilung der Rohstoffvorräte begünstigt. Bei immerhin 19 Mineralien zählt das Land zu den fünf Ländern mit den größten Reserven.
Den Rohstoffreichtum nutzt eine hochentwickelte Bergbauindustrie. Südafrikas Minen sind heute bei etlichen Rohstoffen die überragenden Lieferanten der Industrieländer.
Hohe Anteile am Weltexport - zwischen 60 und 40 Prozent - haben die Südafrikaner an allem, was selten und daher besonders wertvoll ist: an Vanadium und Gold, an Ferrochrom und Platin. Bei Manganerz, Chromerz, Zirkonium, Ferromangan, Diamanten und Titan kommen zwischen 20 und 30 Prozent der Weltexporte aus Südafrika. Und reichlich zehn Prozent sind es noch bei Antimon und Flußspat. Neben den Edelmetallen sind es also besonders die sogenannten Stahlveredler, bei denen Südafrika für die Versorgung der übrigen Welt eine so bedeutende Rolle spielt.
Mangan zum Beispiel macht den Stahl so richtig hart. Es wird gebraucht für Eisenbahnmaterial, Erzzerkleinerungsgerät
oder für die Zähne von Erdbewegungsmaschinen.
Chrom, ein anderer Verkaufsschlager der südafrikanischen Minen, bringt nicht nur Glanz auf Autokarosserien und Kochtöpfe. Der Stahlveredler wird zur Produktion von Rollen- und Walzenlagern benötigt. Durch Chromzusätze werden Stähle rostfrei und korrosionsresistent, sie verlieren auch bei extremen Temperaturen, wie beispielsweise in Düsen- und Raketentriebwerken, nicht ihre Form und Festigkeit.
Platinmetalle, in Südafrika reichlich wie sonst nirgendwo vorhanden, werden als Katalysatoren in Auto-Auspuffanlagen und in Treibstoffraffinerien eingesetzt, sie werden in der Zahntechnik ebenso gebraucht wie in der Mikroelektronik.
"Ohne diese Metalle", urteilt Professor Arnt Spandau vom Institut für Europäische Wirtschaftsstudien in Reutlingen, "würde kein Düsenflugzeug fliegen, kein Automobil, keine Eisenbahn und kein Kraftwerk funktionieren können. Computer, saubere Luft und sauberes Wasser sind von diesen Mineralien abhängig".
Pieter Willem Botha, so scheint es, hat wirklich keine Veranlassung, den Pressionsversuchen der Apartheidsgegner in Europa und den USA nachzugeben. Er hat sie offenbar alle in seiner Hand.
Was die Südafrikaner dabei besonders freut: Nur die Sowjet-Union, ein entschiedener Gegner der Burenrepublik wie der kapitalistischen Welt, kann sich bei so wichtigen Rohstoffen wie Chrom, Mangan oder Platinmetallen mit Südafrika messen. Es wäre fraglich, ob die Sowjets bei einem Lieferstopp Südafrikas Ersatz bieten können - oder überhaupt wollen.
Wie aber würden dann Flugzeughersteller oder Computerproduzenten, Autobauer, Stahlerzeuger oder Maschinenfabrikanten mit einem Lieferausfall Südafrikas fertig werden? Können die Rohstoffe der Burenrepublik woanders herkommen? Würden Versorgungsschwierigkeiten, wie einst beim Ölschock, in kurzer Zeit Produktionskosten und Inflationsraten nach oben drücken? Müßten Fabrikanlagen reihenweise stillgelegt werden?
Mark Twain wird die Beobachtung zugeschrieben: "There are lies, damn lies and statistics" - es gibt Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.
Tatsächlich führen die reinen Zahlenreihen über Reserven und Produktion, über Ex- und Import leicht in die Irre. Südafrika ist unstrittig ein wichtiger Rohstofflieferant des industrialisierten Nordens; doch stark genug, um die Räder in den Fabriken Europas und Nordamerikas zum Stillstand zu bringen, ist der Arm der Burenrepublik nicht.
Gewiß: "Bei Produktions- und Lieferstörungen" würden "zunächst Anpassungsprobleme entstehen", wie Walter Sies sagt, der Generalbevollmächtigte der Metallgesellschaft in Frankfurt, des größten Metallhandelsunternehmens der Bundesrepublik. Aber, rät der führende Rohstoffexperte, "man sollte nicht bei der rein statischen Mengenbetrachtung verharren." Wichtig sei es, sich auch die möglichen "Gegenreaktionen vor Augen zu führen".
Richtig daran ist, daß mit dem Ausfall des Lieferanten Südafrika die gesamte Rohstoff-Szene in Bewegung geriete. Die Preise würden steigen; ein kräftig steigender Preis führt aber unverzüglich dazu, daß andere Produzenten ihre Erzeugung
hochfahren; es lohnt sich dann eben.
Bisher beispielsweise konnte die Türkei als Anbieter von Chrom mit den Südafrikanern nicht mithalten: Die Förderung der Türken ist weit teurer als die der Südafrikaner. Kaum hatte Botha mit dem Chrom-Exportstopp gedroht, da verkündeten auch schon türkische Bergbauexperten, ihr Land könne die Produktion kurzfristig um knapp die Hälfte hochschrauben.
"Es gibt andere Länder", weiß Sies, "die eine Angebotslücke zumindest teilweise schließen können. Auf den Weltrohstoffmärkten kann man alles erwerben, wenn man preislich mithalten kann."
Die Gesamtkosten in der verarbeitenden Industrie würden sich dabei, das haben Experten errechnet, selbst bei drastischen Steigerungen der Chrom- und Manganpreise, nur geringfügig erhöhen. Denn der Anteil dieser Mineralien an der Produktion ist äußerst klein.
Bleiben die Preise über längere Zeit hoch, dann wird es für die Verarbeiter obendrein sinnvoll, nach neuen Herstellungsverfahren und anderen Werkstoffen zu suchen, selbst wenn die Kosten dafür hoch sind.
Neuartige Keramiken beispielsweise könnten statt der Spezialstähle verwendet werden. Die meisten industriellen Rohstoffe sind ersetzbar oder untereinander austauschbar, wenn auch teilweise mit höherem Aufwand und technisch nicht immer gleichwertig.
Das US National Materials Advisory Board schätzt beispielsweise, daß 31 Prozent des derzeit verbrauchten Chroms sofort durch andere Stoffe - etwa Nickel oder Molybdän - ersetzt werden könnten. Nur 20 Prozent des Chromverbrauchs stufen die amerikanischen Fachleute als unersetzlich ein.
Käme es durch einen südafrikanischen Lieferstopp zu einem starken Anstieg der Weltmarktpreise für Platin, würde sich der Verbrauch etwa der Schmuckhersteller wohl schnell verringern. Die freigewordenen - wenn auch kleinen - Mengen stünden den industriellen Verarbeitern zur Verfügung.
"Die Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft", urteilt der Rohstoffexperte Dietrich Kebschull vom HWWA - Institut für Wirtschaftsforschung - Hamburg, "ist nach den bisherigen Erfahrungen eindeutig positiv."
Als es 1978, nach dem Einfall der Rebellen in die Provinz Shaba der Republik Zaire, zu Versorgungsschwierigkeiten bei Kobalt kam, besannen sich die Unternehmen auf ihre Vorratshalden und auf das Recycling. Sie entwickelten neue kobaltfreie Legierungen, beispielsweise für Autoventile.
Fortdauernd hohe Preise für Zinn und Aluminium sorgten dafür, daß die Verarbeiter sich Gedanken machten: Zinn-Auflagen für Dosen beispielsweise wurden dünner, die Behälter wurden aus anderem Material hergestellt. "Not macht erfinderisch", sagt Kebschull, "selbst bei den sensiblen Metallen hat diese Anpassung fast immer funktioniert."
So können sich denn auch bundesdeutsche Industrielle und Regierungsexperten zwar vorübergehende Engpässe, nicht aber ernsthafte Beeinträchtigungen auf Dauer vorstellen. Die südafrikanischen
Rohstoffe hätten für die deutsche Volkswirtschaft in Teilbereichen zwar "eine erhebliche Bedeutung", beschreibt Metallgesellschaft-Manager Sies die vorherrschende Meinung, "aber keine vitale". Bei einem länger anhaltenden Ausfall südafrikanischer Rohstoff-Lieferungen verfügten die Betriebe "über Möglichkeiten, die negativen Auswirkungen in Grenzen zu halten".
Ähnlich urteilen amerikanische Experten. Etwaige Sorgen in den USA über die Verfügbarkeit von kritischen Rohstoffen seien "unnötig", meinten Wissenschaftler in einer Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Zum einen führten Störungen "automatisch zu Einsparungen und Recycling sowie erheblich verstärkten Anstrengungen, alternative Materialien zu entwickeln". Zum anderen reichte die strategische Lagerhaltung der USA aus, "um mit der Drohung eines Lieferstopps fertig zu werden".
Die Amerikaner begannen schon 1939 mit dem Aufbau von strategischen Vorratslagern. Nach dem derzeit gültigen Gesetz (Critical Materials Stockpiling Revision Act) sollen die Lagerbestände ausreichen, um die USA im Krisenfall auf drei Jahre unabhängig zu machen. Auch Japan, die Schweiz, Frankreich und Großbritannien unterhalten solche Reserven.
In der Bundesrepublik, die als drittgrößter Verbraucher auf Importe ebenso angewiesen ist wie das rohstoffarme, hochindustrialisierte Japan, entschied 1979 die sozialliberale Regierung, die bis dahin für vier Monate reichenden Lager auf den Bedarf eines Jahres aufzustocken.
Doch der Kabinettsbeschluß, der unter dem Eindruck des zweiten Ölschocks zustande gekommen war, blieb ohne Folgen. Regierung und Industrie konnten sich nicht einigen, wer die Lagerhaltung, die mindestens eine Milliarde Mark im Jahr gekostet hätte, bezahlen sollte.
Mittlerweile halten Regierende wie Unternehmer für den Krisenfall angelegte Rohstofflager für überflüssig. Weil weltweit reichlich freie Kapazitäten herumstehen, "kann man heute auch nicht", meint ein Regierungsexperte, "die Angstpeitsche schwingen. Andere stehen auf der Matte, die helfen können und wollen".
Südafrikaner mit Sachverstand teilen diese Sicht. "Südafrika ist wahrscheinlich verwundbarer", schrieb das in Johannesburg erscheinende Wirtschaftsmagazin "The Finance Week", "als alle seine Kunden." Ein Ausfuhrverbot für Mineralien könnte einen "schlimmen Bumerangeffekt haben", analysierte das Blatt.
Diese Sichtweise ist gewiß realitätsnäher als die dumpfen Drohungen des Pieter Willem Botha. Der Bergbau bildet noch immer das Rückgrat der südafrikanischen Wirtschaft. Rund 85 Prozent der in über 900 Förderbetrieben gewonnenen Mineralien werden exportiert. Die Minen-Unternehmen sind der größte Steuerzahler im Lande. Vor allem aber sind sie die wichtigsten Devisenbringer.
Weder die Landwirtschaft noch die verarbeitende Industrie ist in der Lage, Devisenausfälle beim Rohstoffexport auszugleichen. Ohne seine Bergbauunternehmen wäre Südafrika ein Pleitestaat.
Nach den zuletzt verfügbaren vollständigen Statistiken stammten 1983 über vier Fünftel aller Exporterlöse Südafrikas aus Bergbauprodukten - davon fast 50 Prozent aus dem Goldverkauf. Nach dem Gold bringen die Platinmetalle, Kohle - auch bundesrepublikanische Kraftwerke verfeuern billige Südafrika-Kohle -, Chrom und Diamanten die meisten Devisen.
Die Südafrikaner müssen dreimal mehr Industriegüter - von der Werkzeugmaschine bis zum Chip - einführen, als sie im Ausland absetzen können. Sie bezahlen all diese Importe mit ihren Rohstofferlösen.
Und weil so gut wie alle diese Einnahmen aus den Industrienationen der westlichen Welt kommen, ist das wirtschaftliche Wohlergehen Südafrikas aufs engste mit der Konjunktur und mit dem Wohlergehen dieser Länder verknüpft.
Wie stark die Konjunktur in den Industriestaaten auf Südafrika durchschlägt, zeigte sich am Beispiel Mangan. Als die Stahlerzeugung kräftig zurückging, förderten die Südafrikaner immer weniger Mangan: Von 1980 bis 1984 halbierten sie die Produktion.
Niedrige Preise für Rohstoffe auf den Weltmärkten trugen wesentlich dazu bei, daß Südafrika Mitte 1984 in die schwerste Rezession seiner Geschichte stürzte.
Der Sturz des Goldpreises - er liegt heute rund 60 Prozent unter seinem Höchststand von 1980 - engte den Finanzspielraum der Kaprepublik dramatisch ein.
Längst rächt es sich für die Südafrikaner, daß sie es trotz ihres Rohstoffreichtums nicht fertig brachten, eine international konkurrenzfähige Industrie aufzubauen. Es war vor allem auch das sture Festhalten an der Apartheidspolitik, das dazu geführt hat, daß die Unternehmen vielfach mit geringer Produktivität und mit zu hohen Kosten arbeiten.
Südafrika sollte, so lautete die Philosophie seiner Wirtschaftsplaner, von Einfuhren unabhängig sein; ein hohes Maß an Selbstversorgung sollte die Apartheid-Republik resistent gegen Erpressungsversuche von außen machen.
Mittlerweile hat sich jedoch bestätigt, was zu erwarten war: Der Mangel an Wettbewerb bewirkte das Gegenteil. Die Abschottungspolitik hat dafür gesorgt, daß Südafrikas Industrie international unbedeutend ist.
Eng verknüpft mit der Rassentrennungspolitik ist der Mangel an Facharbeitern. Dieses Defizit - bei ansonsten hoher Arbeitslosigkeit - ist das Ergebnis der "job reservation": Schwarze werden vielfach von qualifizierten Ausbildungsplätzen und Posten ferngehalten, um den Weißen die Jobs zu sichern.
"Unsere wirtschaftliche Lage", sagt Gavin Relly, Chairman der mächtigen Anglo American Corporation, "ist kaum brillant." In der Tat: Blieben die Gelder aus den Rohstoffverkäufen aus, könnten sich die weißen Südafrikaner ihren üppigen Lebensstandard gewiß nicht länger erlauben.
Vergleichsweise respektable Resultate erzielt Südafrikas Industrie nur im Handel mit den wirtschaftlich schwachen Staaten des schwarzen Kontinents. Gern brüstet sich Botha mit der Spitzenstellung seiner Republik in Afrika: "Ich bin der Vorstandschef eines Staatsunternehmens", pflegt der Buren-Präsident mit Vorliebe vor ausländischen Führern der Wirtschaft zu dozieren, "das nur 3,7 Prozent der Oberfläche und 5,2 Prozent der Bevölkerung des afrikanischen Kontinents umfaßt. Aber auf uns entfällt die Hälfte der gesamten Industrieproduktion Afrikas, und wir erzeugen mehr als zwei Drittel aller Elektrizität in Afrika.
Auch wenn die schwarzafrikanischen Politiker es gern verschweigen: Die Mehrzahl der Länder im südlichen Afrika ist eng an die Burenrepublik angekoppelt. Die Überweisungen der in Südafrika lebenden Gastarbeiter - offiziell 350000 Menschen, die Dunkelziffer liegt bei mehreren Millionen - sind häufig die wichtigsten Deviseneinnahmen, der Warenaustausch mit dem südlichen Nachbarn unentbehrliche Lebensader.
Südafrika handelt mit 49 der 52 afrikanischen Staaten. Es verkauft Nahrungsmittel, Konsumgüter, Maschinen und ganze Fabrikanlagen einschließlich des erforderlichen Projektmanagements. Selbst für weiter nördlich gelegene Länder wie Malawi und Sambia ist Südafrika der wichtigste Lieferant.
Der Frontstaat Tansania mit seiner linkslastigen Führung läßt seine Diamanten von den Südafrikanern vermarkten; südafrikanische Luxusgüter sind begehrt bei den schwarzen Eliten von Lagos bis Salisbury.
Besonders offenkundig ist die Abhängigkeit der gesamten Süd-Region Afrikas von dem Land am Kap beim Transport. Über zwei Drittel der Ein- und Ausfuhren laufen über südafrikanische Schienen, Straßen und Häfen. Kupfer und Kobalt aus Zaire beispielsweise nehmen den 3500 Kilometer langen Weg zu den südafrikanischen Häfen Durban, East London und Port Elizabeth.
Doch wer auf dem heruntergekommenen afrikanischen Kontinent unumstrittener Tabellenführer ist, kann dennoch im internationalen Industrie-Wettbewerb zweitklassig sein. Südafrika hatte in den letzten Jahrzehnten nie eine Chance auf einen Platz in der Liga der führenden Industrienationen; seit die Schwarzen die Unterdrückung nicht mehr widerstandslos hinnehmen, seit in den Townships geschossen wird, seitdem gilt Südafrika gar im weltweiten Kommerzkampf als Abstiegskandidat.
Das bestechendste Indiz für den Verfall ist der Umstand, daß inzwischen
sogar die Kreditwürdigkeit des Rohstoffreservats Südafrika angezweifelt wird. Amerikanische Banken waren es, die den größten Goldproduzenten der westlichen Welt in Geldnöte brachten.
Anders als europäische Geld-Institute stehen die US-Banken unter dem Druck einer schwarzen Kundschaft, die alle Darlehen ihrer Bank an den Apartheid-Staat als Anerkennung des Rassen-Regimes verurteilt. Überraschend für die Südafrikaner, überraschend auch für die Bankenwelt kündigten die US-Banken die Kreditlinien ihrer Kunden vom Kap. Die New Yorker Chase Manhattan und die kalifornische Security Pacific National Bank waren die ersten, die große Beträge aus Südafrika abriefen.
Banker aus anderen Ländern befiel nun die Angst, sie könnten ihr Geld nicht mehr zurückbekommen. Sie zogen sich ebenfalls aus dem bislang so ertragreichen Südafrika zurück.
"Die Amerikaner haben Südafrika in ähnlicher Weise in die Illiquidität getrieben wie Deutschland 1929", behauptet R. Alexander Cammerer, Repräsentant der BHF-Bank (Berliner Handels- und Frankfurter Bank) in Johannesburg.
Plötzlich fehlten Südafrikas Finanzminister Barend du Plessis und Notenbankchef Gerhard de Kock die Devisen zur Tilgung der Schulden im Ausland. Immerhin waren 14 Milliarden Dollar innerhalb von zwölf Monaten fällig; insgesamt hatten die Südafrikaner Kredite aus dem Ausland in Höhe von 24 Milliarden Dollar in ihren Büchern stehen.
Kurzentschlossen verkündete das Botha-Regime, es werde vorerst keine Schulden mehr an seine ausländischen Gläubiger zurückzahlen. Dieses sogenannte Moratorium hatte Pretoria zunächst bis zum 31. Dezember 1985 begrenzt; inzwischen mußte es bis Ende März 1987 verlängert werden.
Die vorläufige Zahlungseinstellung trifft zuvörderst die US-Banken. Ihnen schuldet die Burenrepublik das meiste Geld. Den deutschen Banken, die in Krediten für Südafrika lange Zeit ein nahezu risikofreies Geschäft gesehen hatten, sind nach Expertenschätzungen bis zu zehn Prozent der südafrikanischen Auslandsschulden zuzurechnen.
Deutsche - und schweizerische - Geldinstitute hatten dem Apartheid-Staat am längsten die Treue gehalten. Die deutschen Banken, das ergab eine Untersuchung des Weltkirchenrates, taten sich ganz besonders hervor, als es darum ging, Anleihen staatlicher und halbstaatlicher Firmen und Institutionen Südafrikas auf den internationalen Kreditmärkten unterzubringen.
Die Bundesrepublik sei für die Geldbeschaffung deshalb zum "wichtigsten Land" geworden, weil "deutsche Banken - gemeinsam mit Schweizer Instituten - als Konsortialführerinnen für Anleihen auftraten, als sich Banken aus den Vereinigten Staaten zurückzogen".
Allein in der Zeit von Mitte 1982 bis Ende 1984 hatten deutsche Geldhäuser bei 14 von insgesamt 18 Südafrika-Anleihen das Führungsmanagement übernommen. Neben der Dresdner und der Deutschen Bank, der Westdeutschen Landesbank und der BHF-Bank können sich auffällig viele Institute aus Bayern guter Geschäfte mit dem Apartheidstaat rühmen: die Bayerische Vereinsbank, die Bayerische Landesbank sowie die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank.
"Jedes Bankdarlehen, jede neue Investition", hatte schon vor über zehn Jahren der damalige Regierungschef Johannes Vorster verkündet, "ist ein weiterer Baustein für den Wall, mit dem wir unsere fortwährende Existenz sichern."
Der Geldbedarf dafür ist riesig, Pretoria hat allein die Ausgaben fürs Militär
seit dem ersten Aufstand in Soweto im Jahr 1976 verdreifacht (Budget von 1984/ 1985). Die Kosten für die Besetzung Namibias, die Ausgaben für Polizei, Justiz und Gefängnisse wachsen immer schneller.
Regierung und öffentliche Unternehmen wie der Energieversorgungskonzern Escom, Post und Telecommunication, das Transportunternehmen South African Transport Services (Sats) finanzierten ihre gewaltig steigenden Ausgaben zu einem Großteil mit im Ausland geliehenem Geld.
"Ohne den Zustrom ausländischen Kapitals", schätzt ein Ökonom in Johannesburg, "wäre die südafrikanische Wachstumsrate um ein Drittel geringer und die Arbeitslosigkeit - schon heute schätzungsweise 30 Prozent - noch höher."
Als voriges Jahr die Banken verstärkt auf Distanz zu Südafrika gingen, erkannte denn auch die Johannesburger Wirtschaftszeitung "Business Day": "Die internationalen Finanzmärkte haben praktisch Sanktionen gegen Südafrika verhängt, die viel ernster sind als Präsident Reagans Boykott-Paket." Der US-Präsident hat Südafrika mit Handelsrestriktionen wie beispielsweise einem Verbot, Krügerrand in den USA zu verkaufen, oder mit der Genehmigungspflicht für Computerlieferungen gestraft.
So hart ein Handels- oder Geldboykott Südafrika wohl treffen würde - daß die weiße Minderheit mit wirtschaftlicher Isolierung zum Einlenken in der Rassenpolitik gezwungen werden kann, scheint dennoch höchst zweifelhaft. Das Beispiel des damaligen Rhodesien lehrte einmal mehr, wie politisch wirkungslos solche Boykott-Aktionen sind.
Nach der einseitigen Unabhängigkeitserklärung durch Ian Smith im Jahre 1965
verhängte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen totalen Boykott über Rhodesien, das heutige Simbabwe. Unternehmen aus immerhin 60 Ländern konnten dennoch weiter Handel mit der Ex-Kolonie treiben, wenn auch zuweilen unter erschwerten Umständen. Die Herrschaft der Weißen in der ehemaligen britischen Kolonie wurde durch die Sanktionen jedenfalls nicht gebrochen.
Durchaus beweglich reagierten die Südafrikaner bisher schon auf alle Absperrmaßnahmen. 1973 schloß die Opec den Apartheidstaat von allen Öllieferungen aus. Dem Land gelang es, etwa die Hälfte seines Treibstoffbedarfs aus heimischer Kohle, die in eiligst gebauten Anlagen verflüssigt wird, zu decken. Der Rest des benötigten Öls kommt noch immer ins Land.
1977 verhängte die Uno einen Waffenboykott. Die Sanktionen verhinderten nicht, daß Südafrika inzwischen mit wenigen Ausnahmen der Hochtechnologie über fast alle Waffensysteme selber verfügt, und zudem zum zehntgrößten Waffenexporteur der Welt wurde.
Illegaler Handel und Schmuggel lassen sich ohnehin schwer verhindern. Und kurzfristig, darin sind sich die meisten Ökonomen einig, kann ein Wirtschaftsboykott sogar genau das Gegenteil von dem bewirken, was er eigentlich soll: "Statt Südafrika zum Einlenken zu zwingen, ist es durchaus denkbar, daß in einer Anfangsphase durch einen Wirtschaftsboykott eine hohe industrielle Eigenaktivität ausgelöst wird", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Spandau.
Es sei "nicht ausgeschlossen, daß eine solche Phase drei bis fünf Jahre dauert". In dieser Zeit gibt es womöglich mehr Wachstum, neue Fabriken, zusätzliche Arbeitsplätze. "Es kommt", so Spandau, "zu einer Art künstlicher Hochkonjunktur." Erst später müssen die so erzielten Erfolge bezahlt werden: Abgeschottete Märkte sorgen dafür, daß die heimische Industrie, vom lästigen internationalen Wettbewerb befreit, teurer produziert. Die Wettbewerbsfähigkeit geht vollends verloren.
Am Ende, so sieht es auch Notenbank-Chef de Kock, wäre Südafrika "eine Wirtschaft mit niedriger Qualität und hohen Kosten". Der Verteilungskampf zwischen Weiß und Schwarz würde noch verbissener, die Chance auf einen Kompromiß im Rassenkrieg noch geringer.
Solche Erwägungen dürften allerdings kaum der Grund gewesen sein, warum die derzeit angewandten Sanktionen als "weitgehend symbolische Gesten" zu werten sind, wie der britische Ökonom
Jesmond P. Blumenfeld sagt. Die Zurückhaltung hat andere Ursachen.
Alle europäischen und amerikanischen Industriestaaten sind mit vielen Ablegern ihrer Großunternehmen in Südafrika vertreten. Die Liste ausländischer Unternehmen, die in Südafrika Tochterfirmen oder zumindest ansehnliche Beteiligungen haben, liest sich wie ein "Who is who" des multinationalen Firmen-Adels.
Ob Daimler-Benz, VW oder General Motors, ob IBM oder Siemens, ob British Petroleum oder Royal Dutch/Shell, ob BASF, Air Liquide oder Imperial Chemical Industries - wer in Europa und Nordamerika in der Rangliste der Großunternehmen die vorderen Plätze belegt, der ist auch in Südafrika vertreten.
1984 arbeiteten 1068 multinationale Unternehmen in Südafrika. Die meisten Multis kamen aus den USA (406), dicht gefolgt von den Briten (364). Mit 142 Unternehmen belegten die Bundesdeutschen Rang drei, erst mit weitem Abstand rangieren die Schweizer (32) auf Platz vier.
Den Multis bot sich Südafrika jahrzehntelang als Land der "goldenen und gewinnträchtigen Möglichkeiten", als ein "Pionierland, in dem ausländische Unternehmer von staatlichen Vorschriften nur wenig betroffen sind", wie Pretoria in einer Anzeigenkampagne warb.
Verlockend für ausländische Investoren war einerseits, daß in Südafrika sogar die Schwarzen und die sogenannten Farbigen (Inder, Mischlinge) so kaufkräftig sind, daß der südafrikanische Markt - vergrößert um die Zollunionsländer Botswana, Lesotho, Transkei und Swasiland - moderne Fertigungsstätten für Konsumgüter rechtfertigte.
Andererseits blieb das Lohnniveau der nichtweißen Bevölkerung niedrig genug, um Traumgewinne zu erwirtschaften: In Rekordzeit war häufig das investierte Kapital wieder auf dem Konto.
Insgesamt haben ausländische Unternehmen nach Expertenschätzungen etwa 16 Milliarden Dollar (Stand: Ende 1983) in Südafrika investiert. Das sind rund zehn Prozent des südafrikanischen Kapitalstocks. Die Multis beschäftigten nach den zuletzt verfügbaren Uno-Statistiken von den gut zehn Millionen Südafrikanern im arbeitsfähigen Alter - unter ihnen mehr als acht Millionen Schwarze - rund 600000. Zwei Drittel davon sind Schwarze.
Aus Schlüsselbranchen wie dem Fahrzeugbau, der Chemie- und Pharmabranche, der elektronischen Industrie und dem Bank- und Finanzwesen sind die Multis nicht mehr wegzudenken.
"Südafrika", analysierte der Wirtschafts- und Sozialrat der Uno, "ist und bleibt in sehr starkem Maße abhängig, von ausländischem Kapital und ausländischer Technologie."
Die Deutschen halfen kräftig dabei: Siemens beispielsweise, einer der Großen
in Südafrikas Elektrobranche, modernisierte das Telekommunikations-System und baut vor Ort High-Tech-Geräte wie Computer-Terminals und Prozeß-Rechner. Und deutsche Firmen wie Lurgi und Linde, Mannesmann Demag und Babcock lieferten Know-how, aber auch Material für die Kohleverflüssigungsanlagen. Daimler-Benz, VW und BMW haben in Südafrika Montagefabriken.
Franzosen, Amerikaner, Schweizer und Deutsche - unter ihnen Siemens, Messerschmitt-Bölkow-Blohm, Fried. Krupp und BBC - machten sich in Südafrika mit Nuklear-Technologie und Atom-Anlagen verdient.
"Multinationale Unternehmen sind in Südafrika in den modernen Sektoren konzentriert", heißt es in einem Uno-Report, "die für das Wachstum der weißen Minderheiten-Wirtschaft von besonderer Bedeutung sind."
Allein der Bergbau wird ganz überwiegend von südafrikanischen Gesellschaften beherrscht. Doch selbst das Kapital des größten und wohl bekanntesten Bergbau-Konzerns in Südafrika, der Anglo American Corporation, liegt etwa zur Hälfte breit gestreut bei Anlegern in Großbritannien und USA.
Geld aus dem Ausland hat seit über 100 Jahren Südafrikas Industrie aufgepäppelt. Selbst die Erschließung der Gold- und Diamantenvorräte nach 1870 wurde mit Kapital aus Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Deutschland geschafft.
Noch immer spiegelt Südafrikas Bankensystem die Bedeutung wider, die ausländisches Kapital für Südafrika hat: Barclays National Bank, bis vor kurzem britisch kontrolliert, Standard Chartered und Hill Samuel, Firmen mit Hauptsitz in London, sind die größten Banken in der Burenrepublik.
Für Südafrikas Wirtschaft sind all die Ableger der Multis so gut wie unentbehrlich. Für die Muttergesellschaften hingegen wäre ein zeitweiliger oder gar dauerhafter Ausfall von Einnahmen der Töchter zwar bitter, aber zu verkraften: Im Verhältnis zur Größe der Dachgesellschaften sind die Filialen in Südafrika relativ klein.
Etliche Firmen gaben schon freiwillig auf: Amerikas Softdrink-Konzerne PepsiCo und Coca-Cola, der US-Elektronik-Konzern Perkin-Elmer, Alfa Romeo, Renault und Peugeot. Andere brachten zuletzt ohnehin kein Geld, sondern machten Verlust.
Äußerst zurückhaltend sind die Multis, wenn es darum geht, ihre Töchter gar mit neuem Geld über die Krise in der Kaprepublik hinwegzuretten. Die meisten haben ihre Investitionen auf Null hinuntergefahren. Der Daimler-Benz-Konzern, der seiner Südafrika-Dependance voriges Jahr mit frischen 150 Millionen Mark beistand, fiel mit dieser Hilfeleistung schon auf.
Ohne Geld aus dem Ausland läuft aber für Südafrikas Menschen nicht mehr viel. Das gilt für Weiße und Schwarze gleichermaßen. Schon allein deshalb sind die Industriestaaten vor Repressalien aus Pretoria wohl ziemlich sicher.
Die Republik am Südzipfel des schwarzen Kontinents wäre ohne den Handel mit den freien Industrienationen aus der nördlichen Hemisphäre nicht überlebensfähig. Die Burenrepublik braucht das Geld seiner Rohstoff-Kunden aus Europa, Nordamerika und Japan, und sie braucht das technische Wissen dieser Länder.
Die Industriestaaten aus dem Norden, umgekehrt, könnten einen Ausfall des Lieferanten Südafrika durchaus wettmachen: Die starken Worte des Pieter Willem Botha entpuppen sich als leere Drohgebärde.
Westliche Industrielle und Banker jedenfalls sind sicher, daß, wie es Londons "Financial Times" formulierte, "der Westen der einzig realistische Absatzmarkt für Südafrikas Rohstoffe ist - gleichgültig, ob dort eine weiße Regierung oder ihr Gegenteil, ein marxistisches schwarzes Regime, herrscht."
Im nächsten Heft
Wehrdienstverweigerung und Kaffernschießen - Die Wagenburg wankt - Wird es einen schwarzen Präsidenten geben? _(In der "Sweatbox", in der sie vier ) _(Stunden lang den klimatischen ) _(Bedingungen unter Tage angepaßt werden. )
[Grafiktext]
DIE RESERVEN SCHWINDEN Wirtschaftsdaten aus Südafrika Bruttoinlandsprodukt Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent Gold- und Devisenreserven in Milliarden Dollar davon Goldreserven Wechselkurs des Rand gegenüber dem Dollar; jeweils Monatsende Auslandsschulden in Milliarden Dollar davon kurzfristige Zahlungsbilanz in Milliarden Rand ROHSTOFFLIEFERANT DER WELT KONGO Mombasa Daressalam ZAIRE TANSANIA SAMBIA Lobito MALAWI Benguela ANGOLA SIMBABWE Salisbury MOSAMBIK NAMIBIA Beira BOTSWANA Pretoria Maputo SWASILAND Durban SÜDAFRIKA LESOTHO Kapstadt Port Elisabeth Bodenschätze Vanadium Gold Platin Mangan Chrom Diamanten Steinkohle Kupfer Uran Eisen Eisenbahnen Südafrikas Weltanteil an den Rohstoffexporten in Prozent 1983 Vanadium 59 Gold 52 Ferrochrom 43 Platin 41 Manganerz 30 Chromerz 29 Zirkonium 25 Ferromangan 23 Diamanten 20 Titan 20 AUF DEN WELTMARKT ANGEWIESEN Abhängigkeit wichtiger Industrienationen von Rohstoff-Importen; Angaben in Prozent Europäische Gemeinschaft Vereinigte Staaten Japan ANTIMON 96 48 100 ASBEST 71 99 78 CHROM 97 91 99 GOLD 99 18 96 MANGAN 99 98 97 PLATIN- 100 88 98 METALLE VANADIUM 100 17 78
[GrafiktextEnde]
In der "Sweatbox", in der sie vier Stunden lang den klimatischen Bedingungen unter Tage angepaßt werden.
Von Hans-Georg Nachtweh

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