03.03.1986

Schlöndorffs Requiem für Böll

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Eigentlich sei dieser Roman ein "Theaterstück", hat der Kritiker Reinhard Baumgart (SPIEGEL 36/1985) über Heinrich Bölls letztes Werk "Frauen vor Flußlandschaft" gesagt, "ein schwerfälliges sicher, kaum oder gar nicht aufführbar". Der Regisseur Volker Schlöndorff, seit der Verfilmung der "Katharina Blum" mit Böll befreundet, will nun die Aufführbarkeit beweisen: Für die Münchner Kammerspiele, die gern Filmemacher zu Theaterarbeiten locken (Achternbusch hat dort kürzlich Regie geführt, und im April inszeniert Werner Herzog), bereitet Schlöndorff eine Bühnenfassung der "Frauen vor Flußlandschaft" vor. Premiere soll sein, bevor Schlöndorff sich seiner nächsten Filmarbeit zuwendet, wieder in den USA: einer Politsatire mit dem Titel "Der mächtigste Mann der Welt". Wohnsitz dieses Mannes ist, keine Frage, das Weiße Haus, und darstellen soll ihn der Komiker Steve Martin.

DER SPIEGEL 10/1986
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