03.03.1986

Ernst Albrecht

Ernst Albrecht, 55, niedersächsischer Ministerpräsident, mußte vergangenen Donnerstag vor dem Landtag in Hannover ungewöhnliche Aktivitäten einräumen. Der CDU-Politiker gab zu, er habe im August 1982 einen Häftling im Dienstwagen in das Gästehaus der Landesregierung schaffen lassen, um sich über die Hintergründe eines Einbruchs in das landeseigene Jagdschloß Nienover im Solling informieren zu lassen, das die Landesregierung auf Albrechts Betreiben für 1,8 Millionen Mark gekauft hatte, um es vor Verfall zu schützen. Die Aufregung, die seine Offenbarung im Parlament auslöste, verstand Albrecht nicht. Offenbar sei den Abgeordneten entgangen, "daß ich fast jeden zweiten Monat einen Kriminellen in meiner Sprechstunde habe".

DER SPIEGEL 10/1986
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