10.03.1986

Briefe gegen Brandt

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Die vier Strafanzeigen gegen SPD-Chef Willy Brandt wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage vor dem Flick-Untersuchungsausschuß haben alle dieselbe Grundlage: den Bericht des "Welt am Sonntag" -Büroleiters in Bonn, Heinz Vielain, vom 23. Februar über Vorwürfe der CDU/CSU gegen den politischen Gegner ("Union: Brandt sagte falsch aus"). Zwei der Anzeigen, die bei der Bonner Staatsanwaltschaft eingingen, sind anonyme Briefe, die dritte stammt von einer Frau aus Westfalen "im Namen zahlreicher Bürger". Allen liegt der Vielain-Bericht bei. Als vierte Anzeige wertet die Staatsanwaltschaft ein Schreiben des Springer-Autors selbst. Darin weist auch er auf seinen Bericht hin und fügt hinzu: "Wir hatten leider sehr wenig Platz, sonst hätte ich im Hinblick auf eine mögliche Beweisführung einiges mehr geschrieben. Für den Fall, daß mein Bericht bei Ihnen Anlaß für irgendwelche Prüfungen sein könnte, schicke ich Ihnen aus Arbeitsersparnisgründen alle Unterlagen, die mir bei der Abfassung des Berichts zur Verfügung standen.

DER SPIEGEL 11/1986
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