10.03.1986

Karies: Pinseln statt Bohren

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Eine chemische Substanz könnte das Bohren beim Zahnarzt weitgehend überflüssig machen: Amerikanische Wissenschaftler von der zahnmedizinischen Fakultät der Tufts University haben ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Chemikalien-Mix ("Caridex") mit einem Filzstift-ähnlichen Gerät an die befallenen Zahnstellen gepumpt wird. Das Mittel greift nur die angefaulten Partien an und weicht sie auf. Mit der feinen Metallspitze des Geräts kann der Zahnmüll dann schmerzfrei weggekratzt werden. Etwa 80 Prozent des bisher üblichen Bohrens könnten mit der neuen Technik wegfallen. Im März sollen Apparat und Mittel in Amerika überall auf dem Markt sein. Wenn das Faule jedoch in Zahnzwischenräumen, unter Füllungen oder heilem Zahnschmelz verborgen ist, muß auch künftig weiter gebohrt werden.

DER SPIEGEL 11/1986
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