10.03.1986

Früherkennung brüchiger Knochen

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Fortschritte bei der Früherkennung und Behandlung der Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) meldet die Medizinische Hochschule Hannover. Betroffen von der Osteoporose, die sich in einer Entkalkung der Knochen äußert, sind rund zwölf Prozent der Bevölkerung, vor allem Frauen im Klimakterium (SPIEGEL 9/1986). Brüche im Bereich der Wirbelkörper, an Unterarm oder Oberschenkel, aber auch ein Zusammensacken und Verbiegen des Skeletts ("Witwenbuckel") sind die Folge. Bis Mitte der siebziger Jahre gab es keine zuverlässige Methode zur Früherkennung der Krankheit. Neue Möglichkeiten eröffnete erst die Computertomographie: Durch Verbesserung des sogenannten Zwei-Spektren-Verfahrens ist es dem jungen Wissenschaftler Mathias Prokop in Zusammenarbeit mit Professor Wilfried Döhring in Hannover erstmals gelungen, "den Knochenmineralgehalt unabhängig von der Störquelle Knochenmark zu bestimmen" und zusätzlich Informationen über die Veränderung der Knochenmineralien zu gewinnen. Ziel der Ärzte ist es nun, das Verfahren zu vereinfachen und Körperregionen zu finden, welche die Entkalkung sicher und früh anzeigen.

DER SPIEGEL 11/1986
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