16.06.1986

Vorrang für Sat 1

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Die unionsregierten Bundesländer wollen sich ein konservatives Monopol beim Privatfernsehen schaffen. Dazu soll das Sat-1-Programm der Medienkonzerne, wie Springer, Burda, Bauer und Holtzbrinck, eine neue Fernsehkette erhalten, die über die vorhandenen Hausantennen empfangen werden und gewinnträchtige Fernsehwerbung senden kann. Das Sendernetz wird aus bisher ungenutzten lokalen TV-Frequenzen zusammengekoppelt. Ausgesperrt werden soll das Luxemburger RTL plus, das Unionsleute der SPD-Nähe verdächtigen, weil bei Teilhaber Bertelsmann der frühere SPD-Bundesfinanzminister Manfred Lahnstein das zuständige Vorstandsmitglied ist. Als erstes CDU-Land verankerte Rheinland-Pfalz das Sat-1-Privileg in einem neuen Entwurf für ein Landesrundfunkgesetz.

DER SPIEGEL 25/1986
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