16.06.1986

TV-Satire: Zensur im Kopf?

*
Seit Bayernfunk-Programmdirektor Helmut Oeller Dieter Hildebrandts "Scheibenwischer" weggeputzt hat, denken die letzten verbliebenen Live-Kabarettisten des deutschen Fernsehens über die Einführung der Zensurschere im eigenen Kopf nach. Ob sie am nächsten Sonntag, bei der WDR-Sendung "Zu Gast im Fronttheater", möglicherweise beleidigende Sprüche riskieren sollen, ist unter den Alternativ-Kabarettisten vom "Vorläufigen Frankfurter Fronttheater" heftig umstritten. Beispiel: "Der Wahlkampf zwischen Helmut Kohl und Johannes Rau ist die Einführung des digitalen Rechnens in die Politik - zwei Nullen kämpfen darum, die Eins zu werden." Oder: "Keine Gnade der noch so späten Geburt wird uns von der Mitschuld an diesem Kanzler befreien."

DER SPIEGEL 25/1986
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 25/1986
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

TV-Satire: Zensur im Kopf?

  • Atommüll-Endlager: Wie Morsleben stillgelegt werden soll
  • Anti-Brexit-Demo: "Ich mache das für meine Kinder"
  • Homosexualität in Uganda: Liebe unter Lebensgefahr
  • Schottische Insel: Der weltweit einzige Strand-Flughafen