08.09.1986

Streit um Wahlkampfkosten

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Offene Rechnungen unter Berliner Liberalen werden sogar gerichtlich verhandelt. Die Wendemehrheit um den Parteivorsitzenden Walter Rasch hatte sich geweigert, rund 10000 Mark für eine Wahlkampfanzeige aus dem Jahr 1981 zu bezahlen. Auftraggeber war seinerzeit der Bezirksverband Tiergarten, der inzwischen abtrünnig wurde und zuletzt aus Protest gegen Raschs Koalitionskurs gefordert hatte, die Wahl zum Abgeordnetenhaus 1985 zu boykottieren. Das Berliner Landgericht verurteilte jetzt den rechten Landesvorstand zur Zahlung und rügte dessen Versuch, den Gläubiger, ein lokales Anzeigenblatt, an die mittlerweile zahlungsunfähige Rebellen-Gliederung zu verweisen.

DER SPIEGEL 37/1986
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