01.12.1986

„Du bist zu groß für ein so kleines Volk“

SPIEGEL-Report über den rumänischen Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu und sein Land Mit der Aura eines roten Monarchen und dem Staatsterror eines Stalin beherrscht er seit über zwanzig Jahren das kommunistische Rumänien. Seine eigenwillige Außenpolitik schuf Abstand zur großen Sowjet-Union, seine Wirtschaftspolitik trieb das Land in eine Dauerkrise. Doch der Despot Nicolae Ceausescu ist schwer krank. Mit einem Erben aus dem eigenen Familienclan versucht er, sein altertümliches System zu zementieren. *
Die Schriftsteller des Landes preisen ihn als "Titan unter den Titanen", vergleichen sein Wirken mit dem von Julius Cäsar, Alexander dem Großen, Perikles, Napoleon oder Cromwell. Die Maler zeichnen ihn göttergleich vom Himmel herabsteigend, vor leuchtenden Horizonten, ein Messias.
Zahllose Künstler haben ihm gehuldigt, haben die Zeugnisse ihrer Verehrung schwülstig auf Papier und Leinwand gebracht. Einer, der Poet Dumitru Bradescu, inzwischen zum Hofdichter aufgestiegen, reimte ein preisgekröntes Sonett: "Ich fühle mich hingerissen, ihn zu preisen und ihm die Schläfen zu küssen."
Der solcherart massenhaft Verklärte ist kein Barockfürst oder osmanischer Potentat, sondern ein Kommunist: Nicolae Ceausescu, 68, seit nunmehr 21 Jahren Parteichef und inzwischen auch Staatspräsident der Sozialistischen Republik Rumänien, Oberbefehlshaber der Armee, Vorsitzender des Obersten Rates für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und Chef des Nationalrats der Werktätigen.
Daß er der Größte, Klügste und Weitsichtigste ist, kann der "Conducator" (Führer), wie er sich gern nennen läßt, täglich in der von ihm streng überwachten Parteipresse lesen, die unter der Dauerdevise erscheint: "Den Weisungen des Genossen Nicolae Ceausescu entsprechend denken, planen, handeln!"
Der Personenkult um diesen Conducator ist weit bizarrer als der Götzendienst, der Hitler, Stalin oder Mao je entgegengebracht wurde, nur der Nordkoreaner Kim Il Sung bringt noch mehr Massen zum Jubeln. Der rote Cäsar Ceausescu hat einen Herrschaftsstil entwickelt, der sich kaum noch an den sozialistischen Säulenheiligen Marx und Lenin, dafür um so mehr am Hofzeremoniell ägyptischer Gottkönige orientiert. Das kleine Rumänien, an Fläche etwa so groß wie die Bundesrepublik, aber nur mit 22,6 Millionen Einwohnern, wurde der Exot des Weltkommunismus, regiert von einer Familiendynastie, wie sie keine andere KP je ertragen hat.
König Nicolae fühlt sich daheim offenbar nicht so gut wie in der weiten Welt. Mehr als 50 Staaten der Erde hat der rote Monarch bisher besucht, viele davon mehrmals. Er saß mit den US-Präsidenten Nixon, Ford und Carter im Weißen Haus, ebenso wie in Maos Gemach neben dem ehemaligen Kaiserpalast von Peking, war beim Schah von Persien und bei Diktator Marcos auf den Philippinen zu Gast, machte Staatsvisite in London, Neu-Delhi, Paris und Bonn.
Damit auch seine Untertanen etwas von dem aufwendigen Polit-Tourismus haben, wurde im Bukarester Nationalmuseum eine wandgroße Weltkarte aufgehängt, die mit bunten Markierungen die weltumspannenden Kontakte des Führers zeigt.
Weil ihn auf einer seiner zahllosen Auslandsreisen der Kaiser von Japan einmal nicht empfangen wollte, legte sich der Conducator auch noch eine Seidenschärpe in den Landesfarben und ein selbstentworfenes Zepter mit Goldknauf zu.
Seinen Geburtstag im Januar, später auch den seiner Frau Elena, erklärte die Nationalversammlung in Bukarest zu Staatsfeiertagen, an denen auf pompös organisierten Jubelfeiern auch das Bukarester Opernensemble singt. Textprobe: _____" Ceausescu - Gloria! Ewig wollen wir Dich rühmen, " _____" immer unter der ruhmreichen Trikolore schreiten, Du uns " _____" voran, als tapferer Kämpfer! Hoch lebe Ceausescu! "
Doch der so hoch Verehrte herrscht über ein heruntergekommenes Land, das zu den ärmsten in Europa gehört, von seinen Bürgern die größten Opfer und Entbehrungen verlangt und seinen Arbeitern die niedrigsten Löhne zahlt - seit vier Jahrzehnten mit dem hohlen _(Mit den 1974 verliehenen Insignien ) _(Zepter und Schärpe. )
Versprechen auf eine glanzvolle Zukunft im Sozialismus.
Wie in den ersten Nachkriegsjahren sind in Rumänien sogar die Grundnahrungsmittel rationiert, vor den leeren Geschäften stehen lange Käuferschlangen (siehe Kasten Seite 198). Schon zwei Winter hintereinander reichte auch die Energieversorgung nicht aus, die Fabriken standen wochenlang still, die Bürger mußten in ihren Wohnungen bei gesetzlich vorgeschriebenen Temperaturen von zwölf Grad Celsius hungern und frieren. Nichts spricht dafür, daß es im kommenden Winter anders wird.
Reallöhne und Nationalprodukt sind in den letzten Jahren um zehn Prozent gesunken. Durch Fehlplanung in der Wirtschaft hat das Land seine Reserven aufgebraucht, ist im Westen mit rund sechs Milliarden Dollar verschuldet und kann nicht mal die fälligen Zinsen zahlen.
Die Verantwortung für die Dauerkrise und den kümmerlichen Lebensstandard trägt Ceausescu, dieser "Revolutionär, der selbst der Sonne trotzt". Im Gegensatz zu allen anderen sozialistischen Blockstaaten halt in Rumänien nie eine Wirtschaftsreform stattgefunden, wurde die Wirtschaftslenkung nie auch nur geringfügig dezentralisiert. Der Conducator allein entscheidet, was Industrie und Landwirtschaft produzieren, welche Güter eingeführt oder exportiert werden dürfen. Die zuständigen Ressortminister, die Ceausescu öfter auswechselt als sein privates Hauspersonal, sind nur die Sündenböcke für das Dauerdesaster.
Parlament und ZK, in kommunistischen Ländern ohnehin nur demokratisches
Alibi, haben in Rumänien nichts zu sagen. Hohe Funktionäre und Minister werden durch ein Rotationssystem ganz nach Ceausescus Gutdünken zum Rücktritt gezwungen: Vier Außenhandelsminister hat der Conducator allein in den vergangenen vier Jahren verbraucht.
Aber: Als erster roter Herrscher ließ er am vorletzten Wochenende in einem Volksentscheid seine Untertanen über die Reduzierung des Militäretats abstimmen. Geheim war das Plebiszit freilich nicht. Jeder Wähler mußte seinen Namen und seine Adresse in die Abstimmungslisten eintragen. So war das Ergehnis, wie nicht anders zu erwarten: 99,9 Prozent der Befragten sprachen sich für die Abrüstung aus.
Dieser seltsame rote Monarch hat dennoch etwas Unsägliches vollbracht: Er hat Moskau getrotzt - aber das moskowitische System der Gulag-Zeit in seinem Rumänien so unverfälscht erhalten wie kein anderer Kommunist. Nordkoreas exzentrischer KP-Chef wiederum ausgenommen.
Ein schwerfälliger, autoritärer Partei- und Staatsapparat beherrscht das Land, eine allmächtige Geheimpolizei bespitzelt und verfolgt jeden Andersdenkenden, unterdrückt jede von der Parteilinie abweichende Idee. In Rumänien lebt der Stalin immer noch.
Die Verflechtung von Partei- und Staatskadern ist enger als andernorts im Sozialismus: Die örtlichen Parteisekretäre sind zugleich Bürgermeister, die Gewerkschaftsfunktionäre und Vorsitzenden gesellschaftlicher Organisationen werden von der Partei ausgewählt.
Dabei ist dieser Alleinherrscher keiner der von Moskau eingesetzten Satrapen, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Schutz der Roten Armee in Osteuropa den Willen der Sowjets vollzogen.
Er gehört auch nicht zu jenen legendären Revolutionären, die sich, wie einst Tito, Mao Tse-tung, Fidel Castro oder Ho Tschi-minh den Weg zur Macht an der Spitze verwegener Partisanentrupps mit der Waffe freikämpfen mußten.
Auch zur kommunistischen Theorie hat der Conducator wenig beigetragen. Seine gesammelten Werke: "Vom Aufbau der entwickelten Gesellschaft", in rotem Kunstleder herausgegeben, sind zwar inzwischen bis zum Band 28 angewachsen - Marx und Engels haben für ihr Gesamtwerk nur 36 Bände gebraucht. Aber die Sammlung enthält fast nur strohtrockene Reden ohne jede zündende Idee.
Nicolae Ceausescu ist eher die Karikatur eines Volkstribuns. Er wirkt stets linkisch und verlegen, hält die Massen am liebsten auf Distanz, liest seine stundenlangen Reden mit stotternder Stimme vom Blatt ab und überläßt bei Staatsbesuchen anderen die Konversation.
Die meisten Rumänen sind archaische System und den Helden an der Spitze längst leid - zu offenem Protest aber ist es bisher nur selten gekommen. Ein spontaner Streik der Bergleute im Schiltal wurde von der Geheimpolizei durch Massenverhaftungen beendet, ein Hunger-Aufstand im Banat, wo Bauern im vorigen Jahr die staatlichen Getreidedepots zu stürmen versuchten, blutig niedergeschlagen. Drei Versuche im Offizierskorps, das Ceausescu-Regime per Militärputsch loszuwerden, wurden frühzeitig verraten.
Bukarester Intellektuelle, die noch nicht restlos resigniert haben, versuchen das Phänomen der unangefochtenen Ceausescu-Herrschaft mit dem Volkscharakter zu erklären. Ein rumänisches Sprichwort sagt: "Mais explodiert nicht." Gemeint ist damit, daß der Maisbrei, jahrhundertelang das Hauptnahrungsmittel des einfachen Volkes, gelehrt hat, sich eher anzupassen als zu revoltieren.
Ein überstürzt vollzogenes Industrialisierungsprogramm aus der kommunistischen Gründerzeit hatte das Land wirtschaftlich unabhängig und politisch autark machen sollen. So gingen Milliardenbeträge, meist aus westlichen Krediten, in den Bau von Fabriken und Kombinaten. Allein im Jahr 1969 legte sich das bisherige Agrarland 200 neue Industriezentren zu.
In nur drei Jahren erhöhte Rumänien seine Stahlproduktion um eine Million Tonnen, eine Steigerung, für die das industrialisierte Schweden 69 Jahre benötigte. Für die Verarbeitung des heimischen Erdöls ließ Ceausescu einen petrochemischen Komplex mit einer Kapazität von jährlich 36 Millionen Tonnen bauen - dreimal soviel, wie die Rumänen fördern können.
Um die nötigen Devisen für die Rückzahlung westlicher Kredite zu verdienen,
befahl der Conducator dann noch, die Ausfuhr zu steigern - mit schlimmen Folgen für die Versorgung des eigenen Landes. Die rumänischen Produkte waren im Ausland schwer abzusetzen, mit Ausnahme mancher Agrarerzeugnisse wie Gemüse und Fleisch.
Doch die ökonomische Besinnung auf die Landwirtschaft kam zu spät: Den jahrelang vernachlässigten Staatsgütern und Genossenschaften fehlten die inzwischen von der Industrie abgeworbenen Arbeitskräfte, es fehlten moderne Maschinen und das Geld für notwendige Investitionen.
Ceausescu, der alles selbst entscheiden will, dem aber gerade für die Lösung ökonomischer Probleme der nötige Sachverstand und die Geduld fehlen, hetzte sein Volk per Dekret von einer Massenkampagne in die andere.
Strafgefangene, später Schulkinder und Studenten, schließlich auch die Industriearbeiter und Beamten mußten wochenlang auf die Felder in die Ernteschlacht ziehen - und fehlten an anderer Stelle. Nach einem Dekret vom vergangenen Jahr muß jeder über 18jährige Einwohner eine Woche im Jahr für die Wohngemeinde beim Straßen- oder Brückenbau unentgeltlich schuften.
In der Energieversorgung setzte der Conducator erst auf das Öl. Als das versiegte, sollten Atomkraftwerke helfen. Deren Bau verzögerte sich, weil Devisen fehlten. Nun sollen Kohle und Wasserkraft die Versorgungskrise beenden, aber für den Ausbau der Kohlengruben und den Bau von Talsperren, milliardenteure Objekte, fehlt gleichfalls das Geld.
Der konzeptionslose Zickzack-Kurs in der Wirtschaft und die Dauerkrise in der Versorgung hindern die Parteipresse nicht, ihren Spitzengenossen als "ersten Arbeiter des Landes" und "bäuerlichsten aller Bauern" zu loben. Der im Pariser Exil lebende Schriftsteller Paul Goma hat als weiteres Attribut den "bergmännischsten aller Bergleute" vorgeschlagen.
Dieser vielfache Held mit der einmaligen Bilanz war ursprünglich nur der ergebene Gehilfe eines Größeren, der ihm Weg und Richtung wies - des Berufsrevolutionärs Georghe Gheorghiu-Dej.
Der starb 1965 nach 20 Jahren Amtszeit im Alter von 63 Jahren an einer Lungenentzündung. Auch er herrschte autoritär über die Rumänen, in der Sache freilich kaltblütiger und konsequenter als der Conducator, im Stil mit weit weniger Aufsehen um die eigene Person.
Wieso Gheorghiu, der sich den Namen des politischen Zuchthauses Dej als Untergrund-Namen zugelegt hatte, an dem 17 Jahre jüngeren Mitgefangenen Gefallen fand, läßt sich im Gestrüpp der nachgewachsenen Legenden nicht mehr mit Sicherheit ausmachen.
Fest steht: Der ungebildete, zu jedem Auftrag bereite Jungkommunist Ceausescu wurde der Vertraute und Meldegänger des eingekerkerten KP-Führers, sein konspirativer Bote zu den illegalen Zirkeln der Partei.
Mag sein, daß bei der Freundschaft der beiden eine Rolle gespielt hat, daß
sowohl Gheorghiu-Dej wie auch der aus dem Flecken Scornicesti im Vorland der Karpaten stammende Ceausescu einst Schuster-Lehrlinge waren.
Brutal ließ Gheorghiu-Dej nach 1945 alle Konkurrenten beseitigen: Der Untergrund-KP-Chef Stephan Foris wurde nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen wegen "Feigheit" ohne Gerichtsurteil erschossen. Nachfolger Lucretiu Patrascanu, 1948 verhaftet, starb 1954 als angeblicher "amerikanischer Spion" am Galgen. Die langjährige Außenministerin Ana Pauker, Favoritin des Kreml, verlor 1952 alle Ämter.
Damit ging Gheorghiu-Dej vorsichtig, aber entschieden zur Moskauer Zentrale auf Distanz. Rechtzeitig durchkreuzte er Stalins Plan, Rumänien als Sowjetrepublik dem eigenen Reich einzuverleiben. 1958 brachte er die Sowjets dazu, ihre Besatzungstruppen aus Rumänien abzuziehen.
Mit sicherer Witterung nutzte er den Konflikt zwischen Moskau und Peking und bot sich beiden Seiten als Vermittler an. Schließlich war es auch Gheorghiu-Dej, der Rumäniens Weichen wieder in Richtung Westen stellte. Er besuchte den Präsidenten Eisenhower in den USA, schickte seinen Premier Maurer zu Präsident de Gaulle nach Paris und lud beide zum Gegenbesuch in das sozialistische Rumänien ein.
Nicolae Ceausescu war bei den geheimen Gesprächen und auf Reisen meistens in der Nähe seines Mentors, lernte und verstand es im Machtgerangel und bei plötzlichen Kurswechseln, im Kielwasser von Gheorghiu stets auf der Seite der Sieger zu stehen.
Wegen seines Organisationstalents und seiner unzweifelhaften Loyalität, wohl auch, weil er dem Meister nie gefährlich werden konnte, bekam Ceausescu den Auftrag, die Zwangskollektivierung der Bauern zu vollziehen. 124000 Landwirte, darunter viele Kleinbauern, ließ der tüchtige Erfüllungsgehilfe wegen "Widerstandes" verhaften.
Dann setzte er als Vize-Minister der Streitkräfte und Leiter der Obersten Politischen Direktion die Parteilinie auch in der Armee durch und übernahm 1955 das wichtigste Amt im Politbüro: Er wurde zuständig für Organisation und Kader - für die in der roten Nomenklatura alles entscheidende Personalpolitik.
Schon aus jener Zeit kennt der fleißige Bürokrat alle Kaderakten seiner Weggefahrten und die entsprechenden Geheimdienstberichte. So mancher, der ihm heute zujubelt, vermutet, daß Ceausescu alles über ihn weiß.
Dies mag der wichtigste Grund dafür gewesen sein, daß 1965 nach dem plötzlichen Tod von Gheorghiu-Dej sein Nachfolger als Parteichef Nicolae Ceausescu hieß. Dabei saßen damals im Politbüro Spitzengenossen mit älteren Rechten und Meriten, die zudem in der Bevölkerung, ja selbst beim Parteivolk, populärer waren als der farblose Ceausescu. Doch der war nun, mit 48 Jahren, der jüngste Parteichef im Ostblock und im Westen so gut wie unbekannt.
Er behielt den Kurs seines Vorgängers weitgehend bei. Diesen Kurs, der trotz geringer Abweichungen auch noch heute gilt und für den der Conducator unberechtigt viel Lob aus dem Westen erhielt, hat der deutsche Politologe Jens Hacker als "Politik der abgestuften Auflehnung" umschrieben: Weitgehende nationale Selbständigkeit, aber korrektes Einhalten der Verträge mit der Sowjet-Union und den Bruderländern, freundschaftliche Beziehungen zum Sowjetfeind China, vorteilhafte Wirtschaftsbeziehungen zum Westen, lebhafte Kontakte mit aller Welt, ungeachtet unterschiedlicher Ideologien oder Gesellschaftsordnungen.
Während sich in Rumänien innenpolitisch nichts bewegte, trieb der neue Mann die Politik der Selbständigkeit gegenüber Moskau zielstrebig weiter. Gegen den wütenden Protest Moskaus und aller Bruderländer nahm Rumänien als erster Ostblockstaat nach der Sowjet-Union diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland auf und weigerte sich, seine diplomatischen Beziehungen zu Israel abzubrechen.
Als im August 1968 Ostblock-Truppen den Prager Reformkurs niederwalzten, waren die Rumänen nicht dabei. Mehr noch: Ceausescu ließ das rumänische Parlament einberufen und stellte ex cathedra klar: Der Warschauer Vertrag, das östliche Militärbündnis, dessen Mitglied auch Rumänien ist, sei ausschließlich ein Instrument zur Verteidigung der sozialistischen Länder gegen eine Aggression von außen".
Der Kreml, über den öffentlichen Widerspruch aufgebracht, ließ durchblicken, er könne notfalls auch in Rumänien die sozialistische Ordnung durch eine Militärintervention wiederherstellen. Jedoch - diese sozialistische Ordnung war in Rumänien nie bedroht.
Und Nicolae Ceausescu zeigte gute Nerven. Auf einer ausnahmsweise wirklich spontanen Großkundgebung von über einer halben Million Menschen vor dem Bukarester Parteihaus rief er zur Gründung von "Patriotischen Garden" auf, einer bewaffneten Volksmiliz "zur Verteidigung unseres stolzen Vaterlandes gegen jeden fremden Eindringling". Das Volk jubelte seinem Führer zu.
Dieser Abend im August wurde zum Schlüsselerlebnis für den bis dahin ungeliebten Paneichef. Mit dem Instinkt des ehemaligen rumänischen Bauernjungen, der Fremdherrschaft als Ausbeutung und Demütigung selbst erlebt hatte, glaubte er zu spüren, was diesem Volk außer Brot, Arbeit und Heimstatt am meisten fehlte: Stolz auf eine eigene Rolle in der Geschichte, das Bewußtsein einer unverwechselbaren historischen Identität.
Die zu schaffen, notfalls auch durch absurde Geschichtsklitterung, wurde Ceausescus fixe Idee. Rumänische Historiker, von Ceausescu ermuntert, entwickelten die von West-Kollegen als unseriös bewertete Theorie, die heutigen Rumänen seien die direkten Nachfahren der Daker, eines Heldenvolkes in grauer Frühzeit mit eigenem Staat und eigener Kultur, das von den Truppen des römischen Kaisers Trajan zwar besiegt, aber nie unterworfen wurde. Ceausescu: "Dies ist die klare Quelle des rumänischen Volkes."
Längst vergessene, auch nahezu unbekannte "Helden des Volkes" beherrschten fortan die von Ceausescu redigierte _(1962 im Kreml; links: KP-Chef ) _(Gheorghiu-Dej; 2. v. l.: Premier ) _(Gheorghe Maurer; r. Ceausescu. )
Geschichtsschreibung, hielten Einzug in die Schulbücher, sogar ins Parteiprogramm und wurden als "Vorkämpfer für die nationale Unabhängigkeit" gefeiert.
Als Stammväter der rumänischen KP gelten Daker-Häuptlinge namens Burebista und Decebal, aber auch die Walachenfürsten Mircea der Alte, Stefan der Große und Michael der Tapfere, weil sie, wenn auch vergeblich, versucht hatten, ihren Besitz mit Hilfe einer europäischen Allianz von den Türken zu befreien.
Selbst für den Diktator und Hitler-Freund Marschall Ion Antonescu, der im Zweiten Weltkrieg Rumänien an der Seite der faschistischen Allianz in den Krieg gegen die Sowjet-Union geführt hatte, fand die revidierte Geschichtsschreibung freundliche Worte: Antonescu hatte das verlorene Bessarabien und die Nord-Bukowina für Rumänien zurückgewonnen (und wieder verloren).
Rumänien dessen Grenzen im politischen Feilschen der Großmächte in knapp 50 Jahren fünfmal hin- und hergeschoben worden sind, stellt Gebietsansprüche an die Bruderländer Sowjet-Union, Ungarn und Bulgarien. Für die Historiker aus Moskau ist der Balkan-Staat nur ein "auf dem Papier ausgebrütetes Monstrum".
Je länger die KP ihren hauseigenen Ahnenkult betrieb, je öfter sie Ceausescu als direkten Erben verblichener Größen feierte, um so mehr Gefallen fand der Bürokrat an der Spitze an diesem farbenprächtigen Rollenspiel.
"Irgendwann Ende der 60er Jahre, der genaue Zeitpunkt ist schwer auszumachen, glaubte Ceausescu selbst daran, die Inkarnation eines Decebal, Mircea des Alten und Stefan des Großen zu sein - von diesem Tag an sitzt in Rumänien ein Größenwahnsinniger auf dem Thron", so der rumänische Schriftsteller Paul Goma.
Die historische Kampagne hatte für die schon seit Jahrhunderten im Land lebenden Minderheiten, besonders die Ungarn und Deutschen, schlimme Folgen. In Siebenbürgen und im Banat wurden die schon von Königen verbrieften Minderheitsrechte aufgehoben, deutsche und ungarische Städte und Dörfer bekamen rumänische Namen, deutsche und ungarische Schulen wurden geschlossen, durch staatlichen Druck die Assimilierung mit dem rumänischen Heldenvolk angestrebt. Von den einst eine Million Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben leben heute nur noch knapp 200000 im Land.
Der Zwang zur Angleichung ging sogar so weit, daß Spitzensportler rumänische Namen annehmen mußten, so die mehrfache Olympia-Siegerin von Montreal, Nadia Comaneci, die als Kind ungarischer Eltern in Wirklichkeit Anna Kemenes heißt.
Mit der wahnhaften Rumänisierung hat auch Ceausescus rigide Bevölkerungspolitik zu tun (SPIEGEL 43/1986). Befehl des Conducators: Jede rumänische Familie muß mindestens vier Kinder bekommen, damit das Volk bis zur Jahrtausendwende von 22,6 Millionen auf 30 Millionen Menschen anwächst.
Die Idee zu dem Gebär-Befehl stammt laut Ion Mihai Pacepa, dem 1978 in den Westen geflüchteten ehemaligen Vize-Chef der Auslandsspionage, von Ehefrau Elena, die ihrem Nicolae auf einer Auslandsreise erklärte: "Ein Mann wie du wird nur alle 500 Jahre geboren. Du bist zu groß für ein so kleines Volk. Laß die Leute etwas dagegen tun."
Ehefrau Elena hilft ihrem Supermann, wo es eben geht: im ZK - wie einst ihr Mann - zuständig für Kaderfragen; als Vizepremier und als Mitglied des höchsten Machtgremiums, des Exekutiv-Komitees. Kandidat für diese Befehlszentrale ist Ceausescus Sohn Nicu, Minister für Jugendfragen.
Insgesamt halten mehr als ein Dutzend Personen aus dem engsten Ceausescu-Clan - soweit bekannt - Schlüsselstellungen in Partei. Staat und Wirtschaft besetzt. Ein Nepotismus ohne Beispiel zwingt Rumänien auf Familien-Kurs.
Im ZK ist die Herrscherfamilie mit acht Mitgliedern präsent. Schwiegertochter Poliana führt die Kinderorganisation "Junge Pioniere", Ceausescus Schwager Gheorghe Petrescu trifft als
Vizepremier alle Entscheidungen in der Elektronik- und Maschinenbau-Industrie. Bruder Nicolae Andruta kontrolliert als Generalleutnant und Vize des Innenministers die Polizei und den Geheimdienst, Bruder Ilie ist Vize-Verteidigungsminister, Bruder Ion Vize im Landwirtschaftsministerium.
Ceausescus Schwager Ilie Verdet ist Bergbauminister, Schwager Vasilie Barbulescu mit wichtigen Ämtern auf dem Agrarsektor betraut. Bruder Florea sorgt dafür, daß die Parteizeitung "Scinteia" weiterhin dem Führer huldigt.
Geschickt sind die meisten Verwandten in Stellvertreter-Positionen untergebracht und damit für Pannen in den Ressorts persönlich kaum verantwortlich zu machen. Von der obligaten Rotation sind die Mitglieder des Familien-Clans selbstredend ausgenommen.
Außer seiner Sippe verfügt der Conducator noch über eine ihm treu ergebene Janitscharen-Truppe. Schon seit 20 Jahren sortiert das Ehepaar Ceausescu in den Waisenhausern des Landes die tüchtigsten Kinder aus und läßt ihnen in einer Sonderschule im Prahova-Tal die beste Ausbildung zukommen. Über 3000 Waisen, denen Nicolae und Elena Ceausescu Ersatz für Vater und Mutter sind, gingen bisher durch die Familien-Schule und wurden nach dem Abschluß auf wichtigen Posten untergebracht.
Auch den ältesten Sohn Valentin, 49, haben die Ceausescus adoptiert. Das Kind einer Bauernfamilie aus Bessarabien wurde von den Eltern nach einer Mißernte zum Genossen Parteichef geschickt. Sein Stiefvater brachte ihn auf dem renommierten Londoner College für Wissenschaft und Technologie unter und ernannte den Heimkehrer dann zum Direktor des rumänischen Instituts für Nuklear-Physik.
Das schwarze Schaf der Familie ist zum Leidwesen ihrer ehrgeizigen Mutter Elena Ceausescus einzige Tochter Elena-Zoe. Die promovierte Mathematikerin am Bukarester Nationalinstitut für Wissenschaft und Technik ist entschieden gegen den Personenkult.
Überläufer Pacepa will sogar wissen, sie habe den Rummel um ihren Vater "abscheulich" genannt und ihre Mutter verhöhnt: "Sie träumt nur davon, Königin über 40 Millionen Idioten zu werden."
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Im Sommer vorigen Jahres _(1981 mit dem damaligen Bundespräsidenten ) _(Karl Carstens in Bukarest. )
wurde bekannt, daß Ceausescu an Prostata-Krebs erkrankt sei. Seitdem gilt die vordringlichste Sorge des Conducators dem Versuch, einen Nachfolger zu finden, der die Ceausescu-Herrschaft in Rumänien auch in der Zukunft sichert.
Gegenüber den Untertanen wird die Krankheit noch immer geheimgehalten, jede Nachfrage aus dem westlichen Ausland in Bukarest dementiert. Im Fernsehen erscheint ein auf jung geschminkter Ceausescu, auf Photos und Plakaten ist er durch aufgehellte Lidschatten und nach oben gezogene Mundwinkel bis zur Unkenntlichkeit retuschiert.
Seine erste Nachfolge-Wahl fiel auf Sohn Nicu, 36, der den Vater schon mehrmals auf Staatsvisiten ins Ausland begleitete und im vergangenen Jahr in Moskau und Ost-Berlin auch schon ohne den Conducator politische Gespräche führen durfte. Doch der "Dauphin", wie die Rumänen den Jugendminister spöttisch nennen, hält wenig von der harten Schule für Diktatoren. Statt dessen fällt er durch Affären auf. Prügeleien in Hotelbars, im Vollrausch verursachte schwere Verkehrsunfälle, verbotenes Glückspiel und zahllose Liebesabenteuer haben ihm im sittenstrengen Ceausescu-Staat disqualifiziert.
Vor zwei Jahren erschien Nicu auf der Hochzeitsfeier der mehrfachen Turn-Olympiasiegerin Nadia Comaneci, der er erfolglos den Hof gemacht hatte. Zwischen ihm und Nadias Bräutigam, der als Fußballer im Nationalteam und im Verein "Universitatea Craiova" spielte, kam es zum Streit. Bei der wüsten Schlägerei, die sich daraus entwickelte, mischten auch Nicus Leibwächter und die Kicker von Craiova tüchtig mit.
Bei Nicus jüngstem Skandal geht es um einen selbstverliehenen Titel. Der Absolvent des Bukarester Polytechnischen Instituts pflegt eine gelegentlichen Aufsätze in Jugend-Zeitschriften mit "Dr. Nicu Ceausescu" zu zeichnen, doch nirgendwo liegt eine Urkunde oder eine Doktorarbeit von ihm vor.
Trotzdem macht Vater Ceausescu im vorigen Herbst den Versuch, den mißratenen Sohn als Nachfolger durchzusetzen. Doch die zur Wahl bestellten Parteigrößen verweigerten die Zustimmung - selbst die aus der eigenen Verwandtschaft. Wütend ließ der kranke Conducator den Sitzungssaal räumen.
Nächster Nachfolgekandidat war die Frau, die nach Meinung vieler Rumänen der "authentische Conducator" ist: Ceausescu-Gattin Elena, 70. Die Gastwirtstochter aus Petresti, diplomierte Chemikerin, stammt aus ähnlichem dörflichen Milieu wie ihr Mann und gilt als ebenso skrupellos und gerissen wie er.
Sie schreibt alle Reden für ihren Mann, kontrolliert und redigiert die Texte von Staatsverträgen und Gesetzen. Auf Elena geht auch die Initiative zu einer bei den Chinesen abgeguckten Kulturrevolution zurück, die sich mangels kulturellem Esprit freilich in dem üblichen Chauvinismus erschöpfte.
Schon zweimal, 1979 und 1984, versuchte Ceausescu, seine Frau zum Partei-Vize
zu ernennen, scheiterte aber an der fehlenden Mehrheit. Auch der Kreml ließ Einwände erkennen.
Bei einem Staatsbesuch in Belgrad Ende vergangenen Jahres trat sie erstmals gleichberechtigt neben ihrem kranken Mann auf und unterzeichnete - ohne Mandat - die Gesprächsprotokolle.
Zu ihrem Geburtstag Anfang Januar erschien ihr Bild ohne ihren Mann auf den Titelseiten. Ein Hofdichter mit Namen Mihai Beniuc durfte eine "Huldigung" auf sie veröffentlichen: _____" So schreitet sie den Weg, der in die Zukunft weist " _____" und den die Forschung nur erschließen kann, unter dem " _____" stolzen Banner der Partei und an der Seite des genialen " _____" Gatten, des größten Steuermanns, den wir je hatten. " _____" Traget denn, künftige Generationen, den Lichtstrahl durch " _____" die Äonen, von jener weisen Frauen Wissen, das sprühend " _____" Leben ließ zum Heile sprießen! "
Seither wird die weise Frau in der Parteipresse nur noch mit der Standard-Formel "Genossin Akademiemitglied Doktor Ingenieur Elena Ceausescu zitiert, und sie war es auch, die nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl die Leitung eines Krisenrates übernahm.
Ob freilich die Rumänen bereit wären, die unbeliebte Frau ohne Widerspruch als dynastische Nachfolgerin des roten Königs hinzunehmen, ist fraglich.
Am meisten sträubt sich das Militär. Die bereits mehrmals von Stalinisten und Sowjet-Freunden gesäuberten 190000-Mann-Streitkräfte liegen nicht mehr verläßlich auf Ceausescu-Kurs - sie fühlen sich vom Conducator mißbraucht.
Es begann damit, daß Ceausescu Ende der 70er Jahre ohne Rücksprache mit dem Warschauer Pakt den Abbau des Militärbudgets um jährlich zehn Prozent befahl und das Geld in den Bau ehrgeiziger Mammutprojekte steckte. Das Offizierskorps hingegen meint, die Kampfkraft der rumänischen Armee werde durch das Sparprogramm entscheidend geschwächt.
Zudem wird das rumänische Militär schlechter als in anderen Ostblockstaaten bezahlt, Mannschaften wie Offiziere. Immer öfter müssen die Soldaten als billige Arbeitskräfte mit Hacke und Spaten beim Bau von Großprojekten schuften oder als Staatskontrolleure in der vom Kollaps bedrohten Energieproduktion dienen - in Kohlengruben und Wasserkraftwerken.
Als Ceausescu unlängst Truppen auf weitere Großbaustellen abkommandierte, darunter die Hafenerweiterung von Constanta und den Bukarester U-Bahn-Bau, zudem noch die Armee unter die schärfere Kontrolle durch die "Securitate , die rumänische Geheimpolizei, stellte, gab es auf einer Bukarester Offizierstagung offenen Protest.
Angeblich kursiert im rumänischen Offizierskorps bereits der Plan, bei einem Ausfall des Conducators eine Militärjunta an die Macht zu bringen.
Westlichen Geheimdiensten zufolge wäre Moskau, um sich weitere Demütigungen _(Am vorletzten Wochenende. )
durch den Ceausescu-Clan zu ersparen, mit einer "polnischen Lösung" einverstanden. In einem solchen Fall sei die Sowjet-Union sogar bereit, Rumänien zu günstigen Konditionen aus der Dauerkrise zu helfen, die das Land ohnehin wieder mehr an die Seite des ungeliebten Nachbarn zwingt: Der Westen, bislang geduldiger Gläubiger, will keine neuen Kredite mehr geben.
Gleichwohl kann sich Moskau auch eine andere Lösung vorstellen und hat für diesen Fall als Nachfolgekandidaten auch schon einen Favoriten:
Ion Iliescu, 56, Sohn eines rumänischen Altkommunisten aus dem Untergrund. Bis 1971 war Iliescu Jugendminister und damit Vorgänger von Ceausescus Sohn Nicu. Dann wurde er stufenweise degradiert: zuerst zum Parteisekretär in der Nordost-Provinz Iasi, später zum Direktor eines technischen Buchverlags. Seit einigen Jahren ist er aus der Öffentlichkeit verschwunden.
Dieser rumänische Niemand, dem Freunde aber technischen Sachverstand und pragmatisches Handeln nachsagen, hat Mitte der 50er Jahre am Moskauer Institut für Energetik studiert und als Sekretär der rumänischen Studenten eng mit einem gleichaltrigen Russen zusammengearbeitet, der ihn als "klugen Kopf" und "Organisationstalent rühmte.
Dieser russische Student hat inzwischen Karriere gemacht und ist zum höchsten Amt in der Sowjet-Union aufgestiegen - Michail Gorbatschow, Generalsekretär der KPdSU. _(Im Juni beim Warschauer-Pakt-Gipfel in ) _(Bukarest. )
[Grafiktext]
Rumänien 1881 Rumänien 1913 Rumänien 1918 Rumänien 1940 Rumänien 1944 Rumänien 1947 Ungarische Siedlungsgebiete Deutsche Siedlungsgebiete Eisen- und Stahlerzeugung Erdölfelder Erdölraffinerien
[GrafiktextEnde]
Mit den 1974 verliehenen Insignien Zepter und Schärpe. 1962 im Kreml; links: KP-Chef Gheorghiu-Dej; 2. v. l.: Premier Gheorghe Maurer; r. Ceausescu. 1981 mit dem damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens in Bukarest. Am vorletzten Wochenende. Im Juni beim Warschauer-Pakt-Gipfel in Bukarest.

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