09.02.1987

WestLB nach Ost-Berlin?

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Bundeskanzler Helmut Kohl will seine Wahlkampfausfälle gegen die DDR schnell vergessen machen: Er ließ DDR-Staatschef Honecker wissen, er sei selbstverständlich jederzeit als Gast in der Bundesrepublik willkommen. Die DDR-Regierung zeigte in ihrer Antwort Bereitschaft, mit der neuen Regierung unter dem Motto "Das Machbare machen" zu kooperieren. Die Belastbarkeit der guten Vorsätze testet derzeit die WestLB: Sie möchte im Ost-Berliner Internationalen Handelszentrum eine Repräsentanz eröffnen, womit - fürchten Deutschlandpolitiker - der Status Ost-Berlins als DDR-Hauptstadt aufgewertet würde. Hilfe für die bundesdeutsche Großbank könnte vom West-Berliner Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen kommen. Er will Mitte März auf der Leipziger Frühjahrsmesse DDR-Prominenz zur Zusammenarbeit bei der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin überreden. Als Gegenleistung will Diepgen dann das Bonner Ja zum WestLB-Antrag mitbringen.

DER SPIEGEL 7/1987
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