„An Ort und Stelle erschossen“

Der Kriminalist Alfred Aedtner über die Massenmorde des Polizeibataillons 322 Fünfundzwanzig Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung, hat der Erste Kriminalhauptkommissar Alfred Aedtner NS-Verbrechen aufgeklärt. Er hat Schandtaten rekonstruiert und Massenmörder entlarvt - aber viele der Täter gingen straffrei aus, viele Verfahren wurden gar nicht erst eröffnet oder zu Ende geführt. Aedtners Arbeit wurde konterkariert durch die Kumpanei der Ehemaligen und die Verdrängungskunst der westdeutschen Justiz. Für den SPIEGEL schildert der Kriminalist das zeittypische Dilemma am Beispiel der Ermittlungen über das Polizeibataillon 322, das mehr als 10000 Menschen, Greise wie Kinder, erschossen hat. *
Von Alfred Aedtner

DER SPIEGEL 44/1986

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