23.03.1987

Aids: AOK will klagen

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Die Medizinkatastrophe bei den Blutern - 3000 von ihnen sind Aids-infiziert, weil sie mit Viren verseuchte Blutplasmen bekamen - hat auch die Krankenkassen alarmiert. Franz Josef Oldiges, Geschäftsführer des AOK-Bundesverbandes in Bonn, teilte vergangene Woche seinen Landesverbänden mit, daß die AOK sich die Kosten der Aids-Behandlung von den Herstellern erstatten lassen wolle. Nachdem schon die Bluter selbst Riesen-Regresse ankündigten, kommen jetzt auf die Hersteller und Importeure der sogenannten Faktor-VIII-Präparate neue Millionenforderungen zu. Zur Sicherung ihrer Ansprüche und zur "Vorbereitung möglicher außergerichtlicher oder gerichtlicher Schritte" wollen die Krankenkassen "besonders geeignete oder ungewöhnliche Fallgestaltungen für eventuelle Musterprozesse" auswerten.

DER SPIEGEL 13/1987
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