23.02.1987

„Ich kam mir vor wie Schlachtvieh“

Nationaltorwart Toni Schumacher über Doping, Geld und Sex im deutschen Fußball *
Im Vergleich zur WM 1982 in Spanien war die WM 1986 in Mexiko ein richtig gut geplanter Ausflug. Hätte nur eine der Hauptpersonen, nämlich Franz Beckenbauer, gleich von Anfang an mehr souveräne Überlegenheit bewiesen, wäre fast alles perfekt gewesen.
Von seinem "fachlich fundierten Wissen, Fingerspitzengefühl und Instinkt" bin ich genauso überzeugt wie Hermann Neuberger, der Präsident des DFB. Und es ist sicher Beckenbauers Verdienst, daß die Talfahrt des deutschen Fußballs ein Ende fand, daß es endlich wieder bergauf ging, aber in Mexiko hat ihn die große Verantwortung fast erdrückt.
Vielleicht war er deshalb so reizbar, explodierte so schnell und trat in jedes nur erreichbare Fettnäpfchen. Während einer Pressekonferenz wurde er gebeten, den Weggang von Littbarski (Paris) und Förster (Marseille) zu kommentieren. Da entwischte ihm doch tatsächlich die wenig taktvolle Behauptung: "In der Bundesliga spielt nur noch Schrott." Ein weiterer Ausrutscher: "Mit dieser Mannschaft werden wir nie Weltmeister werden."
Nach diesen Rundum-Ohrfeigen versammelte er das ganze Team, um sich ganz tapfer zu entschuldigen. Ich sah ihn mir an, wußte, daß er es nicht so böse gemeint hatte - und mußte lachen.
"Glotz mich nicht so blöd an!" giftete er mich an. "Wir haben uns ja schon verstanden."
Er wußte, daß ich seit dem Trainingslager Kaiserau seine Führungsmethode kritisch beurteilte. Franz hatte 26 Spieler ausgewählt; 22 durften mitfahren. Das gab natürlich Stoff für Reibereien. Ein erfahrener Chef hätte sich über die psychologischen Folgen dieser Situation mit altgedienten Spielern wie Felix Magath oder Karl-Heinz Rummenigge beraten müssen. Vielleicht hätte es genügt, sich an seine eigene Spielzeit zu erinnern.
Eine klare, kluge und aus Erfahrung sprechende Antwort wäre gewesen: Es ist fast unmöglich, zumindest wahnsinnig schwierig, 14 Tage lang mit 26 Spielern zu arbeiten und nach diesem Lehrgang vier Leute abzuservieren. So war die Stimmung im Trainingslager zwangsläufig miserabel. Das Gift saß schon in Geist und Seele, denn es war ganz klar: Von 26 Leuten konnten sich 15 ihrer Position hundertprozentig sicher sein, die anderen 11 warteten, verunsichert, voller Ungeduld und voll von gegenseitigem Mißtrauen
Wochen später, in Mexiko: Dieses Auf und Ab war schon unangenehm. Ich habe Beständigkeit vermißt. Den Absprung vom Spieler zum Trainer hat er bis heute noch nicht ganz geschafft.
"Franz kann mir die Augen verbinden, mich vor eine 100 Meter tiefe Schlucht stellen und verlangen, daß ich Schritt für Schritt noch weiter auf den Abgrund zugehe. Ich würde es wagen. Soviel Vertrauen habe ich. Ich gehe für ihn durch dick und dünn." Originalton eines früheren Interviews.
Ich werde Beckenbauer auch weiter blindes Vertrauen zeigen, aber einen kleinen Sender mitnehmen, auf dem mir einer im letzten Moment "Stopp sagen könnte.
Nein, so denke ich in Wirklichkeit gar nicht. Ich wünschte mir nur, daß der Abgrund nicht mehr 100, sondern vielleicht nur einen halben Meter tief wäre.
Der zweite problembeladene Mann in unserem Team war einer, in den wir eigentlich die größten Erwartungen gesetzt hatten: Karl-Heinz Rummenigge. Er wollte der in Mexiko versammelten Weltpresse beweisen, was für ein Spitzensportler er doch sei, daß er sich noch immer und trotz allem auf seine Beine verlassen könne, daß seine 30 Jahre nicht zählen würden (obwohl das häufig ein kritisches Alter für Feldspieler ist).
Wie schon 1982 und 1984 war Karl-Heinz mal wieder verletzt. Diesmal nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Er litt offensichtlich an Verfolgungswahn. Franz Beckenbauer bemerkte ganz treffend: "Der hat augenblicklich Ohren und Augen am Hinterkopf, der hört und sieht das Gras wachsen."
Ich hatte wirklich nichts gegen ihn. Nur etwas gegen den DFB. Es ärgerte mich, daß der DFB uns beide ungleich behandelte. Die "Welt am Sonntag" schlug Rummenigge eine eigene Gastkolumne vor. Er durfte den Vertrag unterschreiben. Mir wurde eine ähnliche Tätigkeit verboten. Der Kölner "Express" hatte sich von mir eine Art "Tagebuch" gewünscht. Für mich gab es keine Genehmigung.
Schon die Tischordnung in unserem Quartier "La Mansion Galindo" drückte alles andere als Harmonie aus. Unter den wachen Augen der "Dreifaltigkeit" am Trainertisch - Franz Beckenbauer, Berti Vogts, Horst Köppel - bildeten sich drei weitere Tafel-Clans: *___der "Münchner" mit Hoeneß, Augenthaler, Rummenigge, ____Matthäus sowie sämtlichen frustgeplagten Ersatzspielern ____und ein paar "Nordlichtern" wie Stein und Jakobs; *___der "Kölner" mit Allofs, Littbarski, Immel, Rolff und ____mir; *___der "Gleichgültige" mit Förster, Briegel und Allgöwer.
Es hatten sich Grüppchen gebildet, Ausdruck von privater und persönlicher Freiheit und Eigenheit, von Sympathie oder Antipathie; kleine Freiräume, in denen man sich entspannen konnte unter Gleichgesinnten. Klar, daß Gruppenbildung das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht fördert.
Ganz im Gegenteil: Verdächtigungen und Mißtrauen machten sich breit und vergifteten die Atmosphäre. Eines Abends dann, beim Essen, bemerkte ich eine ungewöhnliche Aufregung und Getuschel am "Münchner Tisch". Wir "Kölner" wußten nicht, worum es ging und saßen vollkommen ahnungslos da. Pierre Littbarski war wie immer schnell mit dem Essen fertig und ging schon hinaus. Zwei Minuten später kam er wieder zurück: Wir sollten zu Rüdiger Schmitz, meinem Freund und Manager, aufs Zimmer kommen. Das war alles. Über den Hinterausgang stiegen wir also zu Rüdiger hoch, wo wir dann alles ausführlich erfahren haben. "Kölner Mafia". Blödsinnige Formulierung. Wut im Bauch. Empörung über eine so ungerechte Behauptung. Dabei hatte ich in jedem Interview Karl-Heinz geschont, hatte immer wieder gesagt: "Wenn Rummenigge topfit ist, muß er spielen. Wenn nicht, hat er auf dem Platz nichts zu suchen."
Ich wußte ja von seinem Ehrgeiz, wie er sich quälte, wieder hochzukommen Kondition zu finden. Er wollte unbedingt Star der WM sein. Der Argentinier Maradona, der Franzose Platini, der Mexikaner Sanchez: sie waren Spitze. Karl-Heinz wollte zu diesen Spitzenspielern gezählt werden. Sollte er auch. Hätte mich riesig gefreut. Er stand zwar auf der Matte, der Motor lief, aber die Startfahne ging nicht runter.
Andere drehten währenddessen schon ihre Runden. Voller Frust saß er herum und spuckte nun Gift und Galle in meine Richtung. Ich möchte mir nicht erlauben,
in Karl-Heinz Rummenigges Seelenleben rumzubaggern.
Er steckt in einer Zwickmühle. Erlebe ich nicht auch ständig den gleichen Leistungsdruck, die Angst vor der Verletzung, die uns endgültig spielunfähig macht? Adieu Karriere, Verträge. Tschüß Popularität. Wie ein Damoklesschwert hängen finanzielle Einbußen über unseren Köpfen.
Rummenigges größter Geldgeber nach Adidas ist Fuji.
Klar wie ein Quellwasser ist, daß Karl-Heinz ein goldenes Angebot bekommen hat. Schließlich war er Nationalspieler und potentieller Teilnehmer an den Weltmeisterschaften 1982 und 1986. Er fühlte sich beruflich und moralisch verpflichtet, jedes Risiko einzugehen, nur um spielen zu können. Ähnlich hatte ich in Rom bei der EM ''80 gehandelt und mit gebrochenem Finger gespielt. Was wäre passiert, hätte ich einen oder zwei Bälle verpaßt!
Vielleicht standen in Rummenigges Vertrag mit Fuji auch Klauseln. Ich kenne diesen Vertrag nicht. Aber gegen Klauseln war ich immer.
Clevere Werbefachmänner versuchen immer wieder, bestimmte Auflagen als Klauseln im Vertragstext unterzubringen. Wie zum Beispiel: Der Spieler muß bei einer EM oder WM mitspielen. Bundesliga-Meistertitel erreichen, eine festgesetzte Mindestanzahl von Toren pro Saison schießen.
Karl-Heinz Rummenigge habe ich eigentlich nie als einen Feind betrachtet. Ganz anders ist das mit Uli Stein. Zwischen ihm und mir ist eine Verständigung nicht mehr möglich. Eigentlich wollte ich keine Zeile an diese Type verschwenden. Das hätte mir aber als Zeichen für Feigheit ausgelegt werden können.
Stein ist ein sehr guter Torwart, das erkenne ich gerne an. Ich erwarte nicht, daß er dasselbe über mich sagt. Völlig gegenteilige Bemerkungen über meine Leistungen aber sollte er sich - seiner eigenen Glaubwürdigkeit zuliebe - besser verkneifen. Seine Anwesenheit in Mexiko war nur schwer zu ertragen. Ich bat Co-Trainer Horst Köppel, außerhalb der Blickzone des "Mitspielers" Stein trainieren zu dürfen. Köppel war lieb, er verstand mich.
Mein Ausweichmanöver genügte aber nicht, unsere Nummer zwei zu beruhigen. Er verbreitete weiter seine Beleidigungen. Nicht einmal unser Teamchef Beckenbauer war vor Stein sicher: Stein nannte ihn einen "Suppenkasper". Es kam schließlich zu dem verdienten Rausschmiß und seinem vorzeitigen Rückzug nach Hamburg.
Diese Abreise bedeutete Erleichterung. Auch die anderen Spieler, mit denen er zuvor am Tisch gesessen hatte, fanden plötzlich ihre gewohnte Liebenswürdigkeit wieder. Sie kamen zu mir, klopften mir auf die Schulter, gratulierten: "Super, Klasse, wie du gehalten hast. Mach so weiter."
Beckenbauers Engelsgeduld blieb mir rätselhaft. Vielleicht hielt er sich so beispielhaft zurück, weil er, laut Journalistenaussage, davon wußte, daß Stein, Hoeneß, Augenthaler und Jakobs den Zapfenstreich um volle drei Stunden überzogen hatten? Im "La Mansion Galindo" kursierten die dollsten Gerüchte über Weibergeschichten. Eine Nationalmannschaft ohne Zwist und Hader ist für die Presse völlig uninteressant. Fast könnte man glauben, die Leute in den Redaktionszentralen würden sich ein paar nette Konflikte ausdenken- und wir Akteure haben uns dann, je nach der uns zugedachten Rolle, entweder als pausbäckige Englein zu benehmen oder als leibhaftige Teufel zu bekämpfen.
Die ätzendsten Giftdrüsen aber haben die ewigen "Ehemaligen". Das ist kein Zufall: gestern Star oder Mit-Läufer, heute Besserwisser. Am perversesten sind die "Urteile" von Trainer-Opa Max Merkel. Vor seinen Postillen in "Bild" fürchten sich vor allem junge Spieler. Mit Worten kann man Selbstvertrauen und aufkeimendes Selbstbewußtsein schnell zunichte machen.
Merkel war früher ein erfolgreicher Trainer in Nürnberg und München. Nun schreibt er also. Es ist mir schleierhaft, warum Zeitungen arbeitslosen Trainern ganze Kolumnen zur Verfügung stellen, damit die in einer Zeitungsspalte ihre gesammelten Gehässigkeiten loswerden. Merkel ist ein alter Kämpfer. Über seine "Sternstunden weiß er anrührend zu berichten. Von der heutigen Nationalmannschaft und der Bundesliga kennt er viel zu wenig - seine hoffnungslos veralteten Ratschläge braucht inzwischen wirklich keiner mehr. Am wenigsten Franz Beckenbauer. Merkel sollte uns doch ganz einfach in Ruhe lassen.
Das würde ich mir auch von Willi Schulz wünschen, einem Kolumnisten der "Welt am Sonntag". Aus irgendeinem mysteriösen Grund sucht er stets einen Sündenbock, den er angreifen, in Frage stellen, beleidigen kann.
Neben Felix Magath und Karlheinz Förster gehöre ich zu seinen Lieblingszielscheiben. Ein differenziertes Urteil bringt er nicht zustande. Da sieht man mal, wohin eine Profilneurose führen kann. Ein ehemaliger Fußballspieler, der trotz vieler Länderspiele nie ein wirklich Großer wurde, der gelegentlich die Knochen des Gegners mit dem Ball verwechselt _(Klaus Allofs, Littbarski, ) _(Beckenbauer, Rummenigge. )
hat. Das ist ihm anscheinend in Fleisch und Blut übergegangen.
Noch heute soll es Platzwarte geben, deren einzige Beschäftigung darin besteht, jene Furchen im Rasen zu glätten, die Schulz mit seinen Stollen gescharrt hat. Er tritt noch immer - verbal. Verschüchterten Jungspielern lege ich meinen Leitsatz ans Herz: "Was stört es die stolze Eiche, wenn ein Schwein sich an ihr reibt?" Jungs, spielt so perfekt wie möglich. Jagt die Bälle! Ignoriert doch die senilen Kammerjäger.
Paul Breitner sollte allerdings nicht mit dem vorher erwähnten Ersatzschreiber in einem Atemzug genannt werden. Paul hockt zwar auch ein bißchen gottvatergleich auf der Tribüne, saust wie der Heilige Geist durch die Kabinen. Wenn er dann zur Feder greift, kommen meist nichtssagende, inhaltsschwache Artikel heraus, hier und da von schulmeisterlichen Belehrungen unterbrochen. Ich habe ja Verständnis für das Bedürfnis sich mitzuteilen, aber Paul sollte lieber in die Davidoff-No.-1-Kiste greifen, die ich ihm geschenkt habe. Eine Zigarre im Mund steht ihm besser als ein Füller in der Hand.
Allen Zankereien und Pannen zum Trotz ist unsere Mexiko-Bilanz nicht katastrophal. Wenigstens sportlich gesehen.
Vor unserem Spiel gegen Frankreich hatte ich mir das französisch-brasilianische Fußballballett angesehen. Traumhaft schön, Doppelpässe, Angriffe wie aus dem Bilderbuch. Akrobatische Schüsse. Nur eines fehlte: die Abwehr. Leben und leben lassen. Spielen und spielen lassen. Südländische Grandezza. Beckenbauer beurteilte das Spiel der Brasilianer so: "Wenn wir gegen die spielen müssen, wird''s für uns einfach. Die muß man nur früh genug stören, dann sind sie erledigt."
Die gleiche Gebrauchsanweisung galt auch für Frankreich. Dazu kam für die Franzosen noch ein ungünstiger Faktor: Ihre Fußballartisten von Sevilla 1982 und der erfolgreichen EM 1984 waren älter geworden, waren nicht mehr so taufrisch. Michel Platini wurde von Wolfgang Rolff einfach neutralisiert. Das reichte, um die französische Elf aus dem Rhythmus zu bringen.
In Mexiko besiegten wir sie, weil wir die richtige Spieltaktik gefunden hatten: stören, die Ballexperten rechtzeitig destabilisieren, aus dem Takt bringen. Sie nicht schön spielen lassen.
Finale im Aztekenstadion. Eine brüllende, kreischende, schreiende Menge. "Brot und Spiele". Bin ich einer der Gladiatoren? Oder eine der Bestien?
Ich will nur Weltmeister werden. Nationalhymnen. "Du bist der beste Torwart der Welt. Du wirst jeden Ball halten. Du bist ein Raubtier". So habe ich das beim autogenen Training gelernt. Das ist mein Trick für Konzentration - oder eine Macke, die ich habe. Aber es hat immer geklappt. Bisher.
Das Spiel beginnt. Ich lauere rechts, links, keine Spur von meiner Beute, zwanzig unendliche Minuten lang.
Und dann kommt der Moment des fatalen Freistoßes von der Seite, der zum ersten Tor führt. Ein Argentinier legt sich den Ball fußgerecht hin. Meine Beute! Sie fliegt in meine Richtung. "Jetzt holst du dir deine Beute, egal was kommt. Der Ball _(Bei einer Pressekonferenz während der WM ) _(1986 in Mexiko. )
kommt. Den Ball kriegst du. Den schnappst du dir!" Flanke. Ich schieße vor. Nach dem ersten Schritt weiß ich es: Den kriegst du nicht. Hundertstelsekunden dauern Ewigkeiten. Letzte Hoffnung: "Vielleicht kriegt ein Deutscher den Ball auf den Kopf." Der liebe Gott hat es aber wohl nicht so gewollt. Eine argentinische Stirn kam dazwischen. Ich sehe das Leder ins Tor fliegen und schreie stumm nach innen auf.
Geht durch zuviel Anspannung und Konzentration die Kreativität kaputt? Frust! Nicht zu entschuldigen. Dieser verdammte, lächerliche Ziegenbockhupfer ins Leere. Frust. Leere Hände. Wind im Kopf.
Nicht mal eine Verlängerung, keine Elfmeter, die ich hätte halten können halten müssen, um meine Fehler wieder wettzumachen.
Auf der Ehrentribüne: Bundeskanzler Helmut Kohl, der gekommen war in der Hoffnung, sich in unserem "Sieg" zu sonnen, war, wenn möglich, noch enttäuschter als wir. Unfähig zu lächeln, grinste er, gratulierte uns rein mechanisch. Es wurde operettenreif, als er für die Photographen den armen Franz Beckenbauer an den Schultern um die Achse drehte, um seine Anwesenheit neben unserem Trainer verewigen zu lassen. Sind Fußballspieler auch Hampelmänner?
Eine halbe Stunde nach dem Endspiel fragte mich Benno Weber von RTL: "Was ist los?" Ich habe ihm gesagt: "Paß auf, Benno, ich hab'' gehalten wie ein Arsch. Wenn ich in diesem Endspiel so gehalten hätte wie in den Spielen gegen Frankreich und Mexiko, dann wären wir Weltmeister."
So war''s. "So isses", wie man in Köln sagt.
Nach der WM 1986 kam im Herbst bei uns eine heftige Debatte auf. Der Streitpunkt: die ärztliche Überversorgung der Mannschaft in Mexiko.
In privatem Kreis hatte ich mich über die Vernachlässigung beklagt, das "Alleingelassenwerden" nach Wochen übermäßiger medizinischer Betreuung durch Professor Liesen und sein Ärzteteam. Die ganze "Fitpflegerei" war mir zu aufdringlich, zu pauschal und wahllos.
Es fing an mit den drei Litern Mineralgetränk, angereichert mit Spurenelementen. Die mußten wir täglich trinken. Die glaubwürdige Erklärung dafür: Unter extremer körperlicher Belastung tritt ein ziemlich hoher Elektrolyt- oder Salzverlust auf. Es scheint logisch, diesen Verlust auszugleichen oder zu ersetzen. Was man verliert, muß wieder rein: um Mangelerscheinungen vorzubeugen und das Wasser im Körper zu binden. Also haben alle Spieler folgsam, wenn auch teilweise widerwillig, dieses Mineralzeugs gesoffen.
Nach dem dritten Training hatten wir alle Durchfall. Ich glaube, das Zeugs war zu konzentriert und wurde viel zu kalt serviert.
Jeden Mittag schluckten wir zu unserem Elektrolytgesöff haufenweise Tabletten: Eisen, Magnesium, Vitamin B in Höchstdosis, Vitamin E, ein paar Hormönchen für die Höhenanpassung. Neben dem Tisch, an dem ich mit Klaus Allofs, Pierre Littbarski und Wolfgang Rolff saß, stand in einem mit Erde gefüllten Holzkübel eine Palme.
So ungefähr in zwei Jahren, nehme ich an, werden da Schrauben wachsen. Sämtliche Eisentabletten haben wir sorgfältig hineingepflanzt. Soviel Chemie war uns zuviel, auch wenn man uns nachträglich erklärte, daß die roten Blutkörperchen ab einer gewissen sauerstoffarmen Höhenlage unmäßig viel Eisen brauchen.
Der Durchfall kann durchaus von dieser Riesendosis Magnesium herrühren. Das hat mir ein befreundeter Arzt aus Köln bestätigt. Der übermäßigen Tablettenverordnung stand er genauso skeptisch gegenüber wie ich.
"Mehr als zehn Tabletten pro Tag würde ich nie schlucken", lehnte er ab. "Man weiß doch noch gar nicht, wie die Substanzen letztlich untereinander reagieren. Sie können die gegenseitige Wirkung verstärken oder untereinander unverträglich sein."
Außer den Pillen hagelte es Spritzen. Professor Liesen selbst hat davon 3000 gespritzt. Da war alles mögliche drin:
Pflanzenextrakte zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems, die Vitamine C und B, in hohen Dosen. Bienenhonigextrakt, um Herz und Kreislauf zu stützen, Kälberblutextrakt gegen die Folgen der Höhenluft. Und dazu noch Vitamin-E-Tabletten. Ich fand das absolut übertrieben.
Mein Mißtrauen gegen seine Pillen kränkte Professor Liesen bitterlich. Auch Berti Vogts war beleidigt, wenn ich nach dem Training sein "Austraben" mit dem bekannten An-die-Stirn-Tippen ablehnte. Dabei sollte ich doch parieren. "Laktate und Milchsäuren werden so abgebaut", wie die Sportärzte so schön formulieren.
Eine Achillessehnenentzündung trabte ich mir also an. Sechs Wochen hat die mich geplagt.
Bei jedem Test waren trotzdem meine Laktatwerte schlechter als die der "Sprinter" auf dem Spielfeld. Ist ja kein Wunder: Ich bin schließlich Torwart und nicht Marathonläufer. Mir wurde trotzdem wärmstens empfohlen, täglich eine halbe Stunde Waldlauf zu absolvieren.
Die vermaledeite Schlaftablettenschluckerei lehnte ich noch energischer ab. Liesens Indikation: "Die sind notwendig, weil ein ausgeschlafener Spieler sich eben wohler fühlt." Das war für mich keine ausreichende Begründung. Gegen Schlaflosigkeit verschreibe ich mir selbst ein bis drei Glas Bier. Danach schlafe ich wie ein satter Bär. Warum nicht "Kölsch" statt Schlafpillen?
Nach anfänglichem Aufruhr hat man sich mit meiner Sondertherapie abgefunden. Die Eß-, Schlaf- und Sexbedürfnisse der Sportler werden entweder überproblematisiert oder übergangen. Die psychische und sexuelle Kasernierung vor und während der Turniere bedrückt mich vielleicht weniger als die meisten meiner Mitspieler. Die Gelegenheit, die Chance, vielleicht an die Weltspitze zu kommen, beherrscht vier bis sechs Wochen lang mein Leben. Meine Familie tritt dann zurück. Ihre Nähe würde mir mehr Sorge als Freude bereiten.
Ich habe durchaus Verständnis für Mitspieler, die, wie Karlheinz Förster, nicht auf ihr Eheleben verzichten wollen. "Meine Frau muß dabeisein", verlangt er. Warum nicht? Von mir aus kann seine Teure sogar bei ihm schlafen. Wenn er dadurch auch noch besser spielt, haben wir alle was davon.
Pragmatismus statt krampfhafter Sturheit. Verallgemeinerungen und Feldwebelgehabe sind mir zuwider. Ich bin auch kein Kostverächter, kann aber bei so wichtigen Turnieren wie einer WM meine Frau überhaupt nicht brauchen. Da verzichte ich auf Sex. Bin ja kein Gorilla.
Über mein Liebesleben stülpe ich in dieser Zeit eine Käseglocke und denke fest an mein Ziel: Weltmeister, der beste Torwart der Welt zu werden.
Da bleibt mir keine Zeit für Vergnügen oder Erregung. Bewußt oder unbewußt werden diese Gefühle für den Sieg umfunktioniert. "Sublimiert", wie mein Freund, der Arzt Dr. Callenberg, erklärt: "Triebhaftigkeit. Emotionen und Einsatzbereitschaft in die richtigen sportlichen Bahnen gelenkt, wecken ein größeres Leistungspotential als Sex."
Diese Ansicht teile ich. Und bin deshalb für Abstinenz. Für die Konzentration auf das gesetzte sportliche Ziel. Übrigens: Viele Spielerfrauen lehnen es ab, als Sexobjekt mitzufahren. Sie empfinden das als unwürdig, als beleidigend. "Wir kommen doch nicht nur zum Bumsen mit", wehren die Damen ab. Jeder denkt doch bloß das Eine: "Aha, der hat seine Herzdame dabei, die bumsen jetzt jede Nacht wie die Ratten im Stroh!"
Unter höchstem Leistungsdruck ist sowieso nicht an ein harmonisches Eheleben zu denken. Dazu dann noch das Spießrutenlaufen. Nein. Wenn die Liebeslust uns beutelt, sollte man zur Not lieber Callgirls zu Hilfe rufen. Kein generelles, absolutes Frauenverbot also. Wenn jemand eine Frau in seinem Zimmer haben möchte, sei sie ihm gegönnt. Er sollte nur seine Zimmernachbarn nicht stören.
In der Bundesliga gibt es dieses Problem übrigens nicht. Da gehen wir Freitagabend ins Trainingslager, spielen samstags und sind abends wieder zu Hause. Ich kann mir nicht vorstellen, daß unter unseren Fußballspielern Sexprotze sind, die jeden Abend unbedingt eine Frau "beglücken" müssen. 24 Stunden ohne Weib halten die meisten wohl aus.
Bei turnierbedingten, längeren Trennungszeiten sollten die DFB-Betreuer offen erlauben, daß Spieler mit ihrer Frau im selben Hotel wohnen. Meine Marlies würde ich aber weiterhin lieber zu Hause lassen.
Über Sex wird oh getuschelt, gegrinst, vieldeutig geschwiegen. Spieler sind doch eigentlich Erwachsene. Sie sollten deshalb mutig und offen über dieses Thema debattieren. Wir sind nun mal keine Eunuchen. Warum nicht käufliche Schöne einladen, die unter medizinischer Kontrolle stehen? Der eine nähme sich eine Brünette, der andere steht auf Rothaarige. Man hätte die Gewißheit, daß die Mädchen "clean" sind. Lieber organisierte "Liebe" als zusehen, wie die Jungs in die nächstgelegene Stadt flüchten und sich in irgendeinem üblen Puff Tripper, Maul- und Klauenseuche holen.
Man stelle sich die andere Möglichkeit vor: Egidius Braun oder ein anderer _(Mit Beckenbauer, Rummenigge, Schuhmacher ) _((von oben) nach der 2:3-Niederlage gegen ) _(Argentinien. )
Betreuer informiert uns, daß in der Hotelbar ein Dutzend hübscher Mädchen sitzt. Wer will, riskiert schon mal einen Blick, trifft seine Wahl oder auch nicht - und kriegt hinterher eine schöne Penicilinspritze. Sex mit einem einzigen Restrisiko: zu Hause die Augen ausgekratzt zu kriegen.
Die augenblickliche Situation ist genauso absurd wie scheinheilig: leben wie die Mönche, aber das Maul aufreißen und protzen mit: dem "Aufreißertalent". Dabei können Nationalspieler Frauen finden wie Sand am Meer. Wem seine Manneszierde schon steif vorausgeht, dem ist es ganz gleichgültig, wie er die Dame in seine Federn bekommt. Lag es an seinen grünen Augen, dem Athletenkreuz, der wohlgeformten Fußballerwade? Oder wurde die Dame des Wuschelköpfchens wegen schwach? Ist ihm ganz schnuppe! Hauptsache "erleichtert".
Wochenlang völlige Abstinenz zu verlangen, ist unmenschlich, heißt der Natur Gewalt antun. Die sachlichste Lösung wäre eben: Liebesdienerinnen.
Nachspiel zur ärztlichen Überversorgung. Ende September 1986 sind wir in Kopenhagen; die Nationalmannschaft tritt zu einem Freundschaftsspiel gegen Dänemark an.
Professor Liesen hatte aus der Presse von meinen Meckereien über seine ärztlichen Künste und seine Chemie Wind bekommen. Er ist gekränkt. "Ich muß mit Ihnen reden, Herr Schumacher", spricht er mich an, verstimmt.
"Einverstanden, Professor. Es war nicht meine Absicht, Sie anzugreifen, Ihre Kompetenz anzuzweifeln oder Ihren Ruf zu untergraben. Hätte ich das beabsichtigt, wäre ich mit wissenschaftlichen Gutachten angetreten. Aber ich meine, daß es kein Zufall ist, daß alle Spieler der WM heute schlapp spielen, daß die Teilnehmer von Mexiko heute in den Bundesligavereinen kein gutes Bild abgeben. Sie sind total müde. Und meine kritische Bemerkung halte ich aufrecht: keine Versorgung nach der Überversorgung. Man hat uns in Mexiko vollgepumpt und dann alleingelassen." "Weil Sie weder um Rat noch um Hilfe gebeten haben", argumentierte Professor Liesen.
Eine absurde Antwort. Wie kann ich mein eigener Arzt sein? Wie könnte ich eine fundierte Diagnose für meine depressive Müdigkeit abgeben?
Man kann Schmerzen bekämpfen, Zweifel überwinden, aber gegen Müdigkeit kommt man nicht an. Der menschliche Körper, diese fast perfekte Maschine, hat Grenzen, sie nutzt sich ab. Ist den täglichen Wettbewerbsanforderungen nicht mehr gewachsen. Die natürliche Erschöpfung setzt ein.
Andererseits wird der Leistungsdruck immer größer. Medizinische Betreuung oder auch Überversorgung hilft da wenig. Die Versuchung, nach Aufputschmitteln zu greifen, wächst.
Eines der Hauptrisiken für Spitzensportler: Sie kippen um in Streßsituationen, werden von Präparaten abhängig. Doping und Fußball? Ist das überhaupt
denkbar? Im Gegensatz zu den Radsportlern liefern Fußballer nach einem Spiel keinen Pipibecher zur Urinkontrolle ab - außer bei Welt- und Europameisterschaften. Was gar nicht erst kontrolliert wird, kann also auch gar nicht existieren. Das stimmt nur bedingt. Auch in der Fußballwelt gibt es Doping - natürlich totgeschwiegen, klammheimlich, ein Tabu.
Ich gestehe ganz offen: Beim Training habe ich ein Medikament mit Dopingeffekt ausprobiert. Captagon heißt das Zeug.
Beliebt sind auch diverse Hustensäfte die den Wirkstoff Ephedrin enthalten. Auch diese Substanz, so erfuhr ich, fördert die Angriffslust, erhöht die Ausdauer und die Widerstandsfähigkeit.
Die Nachwirkungen sind schlimm: Die eigene Leistungsgrenze wird überschritten. Über längere Zeit zehrt man von seinem biologischen Kapital. Ohne jede Kontrolle, ohne das vertraute körpereigene Warnsignal: "Ich kann nicht mehr!"
Dann ist man für Tage völlig erledigt. Findet trotz größter Erschöpfung keinen erholsamen Schlaf. Was das Liebesleben angeht: tote Hose. Nicht die kleinste Regung.
Aus diesem Abenteuer habe ich gelernt: Wiederholtes Doping ist nicht nur lebensgefährlich, sondern auch erniedrigend! Also Finger weg von diesen Experimenten.
Nach der Europameisterschaft 1984 in Frankreich habe ich eine Dummheit gemacht. Aus Neugier. Um die Belastungsgrenze meiner Maschine "Körper" zu testen, habe ich mich an Aufputschmitteln versucht. Ich wollte meinen Körper zwingen, die 100-Prozent-Marke der Leistungskraft zu überschreiten und mit doppelter Kraft zu arbeiten. Ich wollte wissen, wie weit und wie lange man sich überfordern kann. Außerdem war ich verletzt, fürchtete um meine Kondition und hatte Angst vor den Verschleißerscheinungen an meinen Muskeln Sehnen und Knochen.
Damals schon litt ich unter dem Leistungsdruck, lebte wegen der überhöhten Anforderungen am Rande der Depression. Damals habe ich mit meiner Gesundheit geaast - meine "Maschine" mißhandelt, wie ein wildgewordener Rennfahrer, der seinen Sportwagenmotor überdreht: Alle Bordlampen zeigen Rot, der Drehzahlmesser schlägt bei 9000 bis 10000 Umdrehungen pro Minute an. Vollgas! Ich war mir des Risikos bewußt, eventuell kaputtzugehen.
Verrückt. Unverantwortlich. Wahnsinn.
Ärzte hatten mich gewarnt, mir die Nebeneffekte der Aufputschmittel beschrieben, aber ich wollte meine eigenen Erfahrungen machen, mich nicht mehr allein mit Traubenzucker als zusätzlicher Energiequelle zufriedengeben.
Schuldgefühle habe ich deswegen auch nachträglich nicht. Das "Versuchskaninchen" war ich ja schließlich selbst. "Kaninchen" ist kein sehr passender Vergleich, ich fühlte mich damals eher wie eine Lokomotive. Volldampf in allen Lagen. Im Training, vor dem Warmmachen bei Bundesliga- und Pokalspielen.
Ob ich ein Einzelfall war?
Herbst 1984 in Köln. Der Vorstand sprach, wieder einmal, von einem "Schicksalsspiel". Wieder einmal ging es, angeblich, um das Überleben des Vereins. Einige Kölner Mitspieler probierten dieses Zeug aus - querbeet und wahllos schluckten wir Hustensäfte, die die höchsten Dosen an Ephedrin enthalten. Die saftgestärkten Kollegen flitzten wie die Teufel über den Rasen. Wir haben gewonnen. Aber in welchem Zustand. Nach tagelanger, qualvoller Erschöpfung beschlossen wir: nie wieder! Von uns wird keiner mehr einen anderen zu dieser Dummheit verführen.
Meine Kölner Freunde und ich sind aber absolut nicht die einzigen, die der Dopingversuchung nicht widerstehen konnten. In der Bundesliga hat Doping seit langem Tradition.
Als ganz junger Spieler war ich früher "Chauffeur" vieler bewährter Fußballstars des 1. FC. Mit meinem kleinen gelben R 5 habe ich ein halbes Dutzend unserer großen Spieler zu einem Kölner Arzt gebracht. Bei dem holten sie sich vor wichtigen Spielen ihre Pillen und Spritzen. Es kam mir schon seltsam vor, daß sich kerngesunde Menschen derartig mit Medikamenten vollstopften.
Einige unter ihnen konnten sich ohne diese Spezial-Hochform-Pillen eine Fortsetzung ihrer Karriere gar nicht mehr vorstellen. Pillen und Leistung - das war für sie zu einer Gleichung geworden, die aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken war.
Ein wichtiges Detail: Dieser Arzt betreute berühmte Sportler zu einem Zeitpunkt, als Doping Schlagzeilen machte. Ich nehme an, daß zu diesen Spezialmixturen Anabolika, Amphetamine und diverse andere Aufputschmittel gehörten. Damals wie heute.
Es gab Nationalspieler, die waren im Umgang mit der "Stärkungschemie" regelrecht Weltmeister. Unter ihnen ein Münchner Spieler, den wir als "wandelnde Apotheke" zu bezeichnen pflegten. Er verstand einiges von Medizin und probierte die Wirkung seiner Spezialpräparate an sich selbst aus.
Bei Licht betrachtet, ist zwischen Doping und Verletzungsquoten bei Spielern eine deutliche Verbindung festzustellen. Bei einem Feldspieler deuten häufig auftretende Muskelfaserrisse darauf hin, daß er gedopt spielt. Man verliert ja das Gefühl und den Maßstab für die eigene Leistungsgrenze. Es ist also nicht verwunderlich, wenn Muskeln und Gelenke nicht mithalten. Das Warnsystem des Organismus ist abgeschaltet; wer wundert sich da noch über streikende Muskeln?
Im nächsten Heft
WM-Trainingslager 1982 am "Schlucksee": Dolce vita bis zum Morgengrauen - Der Fall Battiston: "Die Franzosen verkauften mich als Mini-Hitler"
Klaus Allofs, Littbarski, Beckenbauer, Rummenigge. Bei einer Pressekonferenz während der WM 1986 in Mexiko. Mit Beckenbauer, Rummenigge, Schuhmacher (von oben) nach der 2:3-Niederlage gegen Argentinien.
Von Toni Schumacher

DER SPIEGEL 9/1987
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