08.06.1987

Das Geheimnis der Marcos Milliarden

Wie die Philippinen geplündert und Schweizer Konten gefüllt wurden (II) / Von SPIEGEL-Redakteur Joachim Preuß *
Nach den Abmachungen zwischen dem philippinischen Herrscherpaar und der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) im Frühjahr 1968 vergingen nun, folgt man der Anklageschrift des philippinischen Generalstaatsanwalts Sedfrey Ordonez, zwei ruhige Jahre. SKA-Direktor Walter Fessler kehrte nach Zürich zurück und überließ die 950000 Dollar der Obhut seiner sachverständigen Kollegen, die widmeten sich der Mehrung des Marcos-Geldes mit ihrem allseits gerühmten Sachverstand. Und, siehe da, die Bilanz der vier schweizerischen Bankkonten fiel im Februar 1970 durchaus erfreulich aus.
Mehrere hunderttausend Dollar Festgeld, die zu Zinsen von knapp elf Prozent angelegt worden waren, hatten reichlich Junge bekommen. William Saunders alias Ferdinand Marcos hatte sich erfolgreich bei der deutschen Firma "Kali", dem holländischen Chemieunternehmen Akzo und bei der schweizerischen Alusuisse engagiert. Kurzum: Aus den 950000 Dollar waren inzwischen mehr als 1,1 Millionen geworden.
Gemessen am jährlichen Präsidenten-Gehalt von 15000 Dollar zweifellos ein Grund, den tüchtigen Zürcher Bankiers noch näher zu treten. "Gentlemen", schrieb Ferdinand Marcos an seine Geschäftsfreunde Fessler und Scheller, "bitte schließen Sie die Konten von William Saunders und Jane Ryan, und transferieren Sie alles Vermögen und Geld zur Sandy Stiftung."
Marcos war endgültig in das geheimnisvolle Reich der Schweizer Bankiers eingedrungen, in jenes Dickicht von Liechtensteiner Anstalten und Stiftungen, mit deren Hilfe die Eidgenossen das Geld ihrer Kundschaft steuerfrei und unsichtbar verpacken.
Den tieferen Zweck der Liechtensteiner Stiftungen illustriert der Artikel 1 einer "Familienstiftung Rosalys", die Marcos mit Hilfe des Schweizerischen Bankvereins ins Leben rief:" Die Stiftung ist nicht im Handelsregister verzeichnet." Und: "Als eine Stiftung unterliegt sie keiner offiziellen Kontrolle."
Zwischen der Schweiz und Liechtenstein besteht eine fein abgestimmte Arbeitsteilung, wenn es gilt, das Vermögen von Steuerflüchtigen, verfolgten Ehemännern, Schwarzgeld-Besitzern, Menschen, die ständig von russischen Panzern im Vorgarten alpträumen, oder eben von diskretionsbedürftigen Potentaten aller Art verwalten.
In Liechtenstein sorgt einer der zahlreichen Rechtsanwälte für die juristische Grundlegung und fungiert fortan als Briefkastenonkel - für Ferdinand Marcos waren die Spitzenkräfte Ivo Beck und Emil Heinz Batliner tätig. In der Schweiz hingegen wird die Vermögensverwaltung gepflegt.
Zum akquisitorischen Charme der Kundenpflege gehört das freundlich-solide Ambiente. Schon der Name Stiftung signalisiert einen guten Zweck, die gesetzliche Grundlage ist astrein.
Beim Betreuungs-Personal, fast ausnahmslos Männer, handelt es sich um weltmännische Herren, die zugleich bodenständiges Vertrauen ausstrahlen. Sie wissen Rat bei der Wahl des Weines, reden kundig über abendländische Traditionen, sind aber auch bei Fragen nach gepflegten Mädchen nicht aus der Fassung zu bringen.
Um in den Genuß des allumfassenden Service zu gelangen, mußte Ferdinand Marcos wieder allerlei Papiere unterschreiben. Da auch die Stiftungen nicht ganz ohne Menschen funktionieren, mußte "Andy", wie ihn seine Freunde in Manila nannten, einige vertrauenswürdige Herren mit der Wahrung seiner Interessen beauftragen.
Seine alten Partner waren zur Hand. Fessler, Scheller und Souviron, der freilich bald darauf verstarb, übernahmen die Aufgaben des Treuhänders, das heißt, sie kümmerten sich um das Geld.
Die Regularien verlangten noch nach einem Stiftungs-Gründer. Da es sich in _(Schwiegersohn Gregorio Araneta, Tochter ) _(Irene, Sohn Ferdinand jr., Ehepaar ) _(Marcos, Tochter Imee, Schwiegersohn ) _(Tomas Manotoc. )
den Büchern nicht so gut gemacht hätte, wenn Andy persönlich die hin und wieder notwendigen Unterschriften leistete, und er überdies reichlich weit vom Schuß saß, fand sich eine schweizerische Lösung.
Markus Geel, heute zweiter "Rechtskonsulent" der Kreditanstalt, sprang ein. "Sandy" oder "Swiss Andy", wie ein Salonga-Mitarbeiter witzelt, konnte seine Tätigkeit beginnen.
Daß Ferdinand Marcos den festen Plan hatte, bei seinem anlaufenden gigantischen Beutezug die alpinen Fachleute mit der Endlagerung zu betrauen, belegt ein weiteres Schriftstück aus jenen Februartagen des Jahre 1970. Vorsorglich wies er darauf hin, daß "ich in Kürze die Absicht habe, einige Einkünfte an die Sandy Stiftung zu überweisen".
Der Brief zeigt, wie wichtig die Filiale vor Ort im internationalen Bankgeschäft ist. Marcos bat, die SKA-Ableger in Hongkong und in Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, zu instruieren, und fügte einen Wust von Nummern zur Identifizierung des Geldes hinzu.
Auch regelte der Potentat den Erbfall. Je nachdem, ob er oder Imelda zuerst sterben sollten, wäre der jeweils Überlebende verfügungsberechtigt. Seine drei Kinder Imee, Irene und Ferdinand jr., genannt Bong-Bong, sollten erst mit 21 Jahren an das Geld können.
Für den Fall, daß ihm oder seiner Frau schon vorher etwas zustieße, vertraute Marcos auf den allumfassenden Service der Schweizer Bankiers. Sie sollten "den Lebensstandard" der Kinder "unterstützen" und für eine Ausbildung bis zum "Doktorgrad" sorgen.
Sandy war allerdings nicht nur als Sparbüchse für den Erbfall gedacht, die Stiftung sollte auch in widrigen Lebenslagen helfen. Falls er Geld brauche, würde er "ein Telex mit den Worten ''Happy Birthday'' schicken". Dann war vereinbart, daß der Hongkong-Repräsentant "Mr. Ralph Klein uns persönlich in Manila besucht". Der Bankier sollte dann "mit uns durch Col. Fabian C. Ver Kontakt aufnehmen".
In dem gesamten Marcos-Szenario gebührt Fabian Ver zweifellos die Rolle des Schurken. Der glatzköpfige Colonel begann seine Karriere als Cousin und Chauffeur des Potentaten. Später rückte er zum Chef des Geheimdienstes auf, war für die Sicherheit der Familie zuständig und wurde schließlich zum General befördert.
Als die Amerikaner noch ihre Hände über Marcos hielten, mauschelte Ver mit der CIA. Er floh mit Marcos nach Hawaii und ist derzeit in Abwesenheit zum zweiten Mal der Ermordung von Cory Aquinos Ehemann Ninoy angeklagt, der bei seiner Rückkehr aus dem US-Exil im Sommer 1983 auf Manilas Flughafen kalt umgelegt wurde, die Filipinos nannten ihn den "Drachen des Malacanang" und den "König der Türen und Gitter".
Allein läßt sich vielleicht eine Bankfiliale ausräumen. Zur Plünderung eines ganzen Landes bedarf es der Helfer. Neben Militärs wie Fabian Ver brauchte Ferdinand Marcos kaufmännischen Sachverstand. Strohmänner und -frauen dirigierten Hunderte von Firmen, die Kapital aus den Philippinen saugten und in Übersee verstauten.
89 Menschen flogen mit der amerikanischen C-141 am 25. Februar 1986, als das Herrscher-Paar ausgelagert wurde, nach Hawaii. Wirklich wichtig waren für Marcos und seine Frau etwa zwei Dutzend. Zum Beispiel die Tantocos.
Bienvendio Tantoco war ein Partner aus den frühen Tagen des
Rechtsanwalts Marcos. Gattin Glyceria, eine überaus energische und tatkräftige Dame, nahm sich der Wünsche Imeldas an, deren Vorliebe für Sachwerte neben den legendären Schuhen vor allem auf Schmuck und Immobilien zielte.
Einige der verbürgten elf Marcos-Immobilien in New York schaffte Glyceria Tantoco an. Sie stand auch offiziell als Besitzerin jener Duty-Free-Shops in den Büchern, die in Wahrheit Imelda gehörten.
Um Bienvendio Tantoco kreist eine besonders geheimnisvolle Geschichte, die Aufschluß geben könnte über die weiterhin unklare Geldmenge, die Marcos und seine Frau außer Landes schleppten.
Am 22. August vergangenen Jahres verhaftete die italienische Polizei in Rom Bienvendio Tantoco. Im Haus des ehemaligen philippinischen Botschafters beim Vatikan, an der Via Appia, fanden die Polizisten ein Arsenal automatischer Waffen. Was Tantoco, der nach Cory Aquinos Machtübernahme in Italien um politisches Asyl gebeten hatte, mit den diversen schweren Waffen, darunter zahlreichen israelischen Uzi-Maschinenpistolen, wollte - ob es sich etwa um die übliche Grundausstattung eines Marcos-Crony handelte -, blieb unklar.
Viel wichtiger waren für die Filipinos die Akten, die in Tantocos Villa außerdem beschlagnahmt wurden. Darin waren die Marcos-Freunde als Besitzer umfangreicher Guthaben in der Schweiz und an anderen verschwiegenen Plätzen ausgewiesen.
In Manila, wo man das Schweizer Marcos-Vermögen bis dahin auf drei bis fünf Milliarden Dollar geschätzt hatte, kam Jubel auf.
Ramon Diaz, inzwischen Salonas Nachfolger als Chef der "Kommission für gutes Regieren", schätzte die Marcos-Beute "nach den neuen Informationen auf eine zweistellige Milliarden-Dollar-Zahl.
Kaum war die Jubel-Meldung verhallt, passierte etwas Eigenartiges. Salonga und seine Helfer beklagten, daß die Tantoco-Geschichte eine einzige Pleite sei, die italienische Polizei habe den Ex-Botschafter nach kurzer Haft wieder laufenlassen und ihm auch die Papiere wieder ausgehändigt, die Beweise seien mithin verschwunden.
Und Tantoco, der sich in einer ersten Aufwallung den Geldjägern aus Manila hätte offenbaren wollen, sei von seiner eisernen Ehefrau Glyceria am Frontenwechsel gehindert worden.
Mindestens ebenso plausibel ist eine andere Erklärung: Salongas Beauftragte in der Schweiz wollten die Tantoco-Spur wieder verwischen.
Die drei Schweizer Rechtsanwälte nämlich, die in Salongas Auftrag die weltweite Schatzsuche koordinierten, verfolgten von vornherein eine etwas andere Öffentlichkeitsarbeit als ihre Auftraggeber aus Manila.
Während die Filipinos, vor allem zu Beginn ihrer Arbeit, mit jeder neuen Fund-Meldung ihren Landsleuten klarmachten, welchen Schurken sie da gerade losgeworden waren, plagte die Schweizer eine ganz andere Sorge. Jeder neue Zeitungsbericht verriet den Marcos-Anwälten in der Schweiz wie auch den Banken, was die Jäger wieder gefunden hatten.
Das aber war schlecht für die Versteck-Spiel-Strategie: Wenn die Marcos-Leute nicht wußten, was die Geldjäger wußten, so spekulierte das Trio, war die Chance größer, daß die riesigen Vermögenswerte nicht in einen neuen Bunker verschleppt wurden.
Zwar hatte die Schweizer Regierung ihren Banken befohlen, die Marcos-Beute einzufrieren. Aber stets blieb ungewiß, unter welchen Namen und in welcher Verpackung der Schatz gelagert war.
Gut, es gab Kontoauszüge von fast zwanzig verschiedenen Stiftungen in Liechtenstein und der Schweiz. Unter wohlklingenden Namen wie "Valamo", "Avertina", "Scolari", "Arelma" oder "Aurelie" hatte Marcos Geld geparkt. Aber was war zum Beispiel mit jener geheimnisvollen Firma namens "Sasi"?
Die Dienstleistungen der Swiss American Securities Inc., wie Sasi richtig heißt, gehören zur besonderen Spezialität der Schweizerischen Kreditanstalt.
Wer bei Sasi in New Yorks Wall Street Nr. 100 an den Schalter tritt, kann Geld abholen, ohne sich im geringsten zu legitimieren. Der Besucher braucht lediglich eine sogenannte Acceptance Card, auf der eine Nummer steht. Mit
diesem Papier kann er direkt abholen, was unter der Nummer verbucht ist - und seien es Hunderte von Millionen.
Sasi sorgt also für totale Anonymität, erspart den Weg in die Schweiz und ist dennoch dicht am größten Finanzdrehplatz der Erde. Marcos benutzte den Sasi-Service. Darüber haben die drei Anwälte, die Salonga voller List aus allen drei großen Schweizer politischen Parteien ausgesucht hatte, schriftliche Unterlagen.
Lediglich Indizien, allerdings kräftige, gibt es über den berühmten Goldschatz. Nachdem Ferdinand Marcos 1972 das Kriegsrecht über sein Land verhängt hatte und fortan im dunkeln des Ausnahmezustandes seinen Geschäften beschwingt nachgehen konnte, waren im Jahr darauf mehr als ein Drittel der philippinischen Goldreserven verschwunden. Drei verschiedene Quellen aus USA, Manila selbst und Hongkong erzählten dazu eine gleichlautende Geschichte: Das Gold sei aus Hongkong nach Europa verschifft worden und dort in den Kellern der Schweizerischen Bankgesellschaften gelandet.
Von Imelda Marcos stammt der Satz: "Wenn man ein Stelldichein mit der Geschichte hat, was ist da Geld?" Der philippinische Schatzsucher Rogelio Roxas hatte zu Beginn des Jahres 1971 beides.
Mit einer speziellen Landkarte, die er einem Japaner abgehandelt hatte, war Roxas in die Berge des philippinischen Nordens aufgebrochen. Seine Suche galt einem Schatz, über den die Filipinos seit Ende des Zweiten Weltkriegs raunten: Der japanische General Tomoyuki Yamashita, der Chef der japanischen Eroberungstruppen, sollte einen Teil der Beute seiner Raubzüge in einer hohlen, goldenen Buddha-Figur versteckt haben, die nach dem Ende des Krieges verschollen war.
Roxas fand den goldenen Buddha, die Figur, 907 Kilo schwer und 71 Zentimeter groß, verbarg unter ihrem beweglichen Kopf unermeßlich wertvolle Edelsteine.
Ein paar Wochen später, die Geschichte hatte sich natürlich herumgesprochen, erschienen bei Roxas einige Herren der Regierung. Sie präsentierten ein richterliches Papier, das den Buddha als nationales Eigentum klassifizierte und nahmen die Figur mit. Der Name des Richters, der das Dekret erließ: Pio Marcos, ein Onkel des Präsidenten.
Als Roxas, einige Zeit später, vor Gericht ging, um seinen Buddha zurückzuerobern, erlebte er eine böse Überraschung. "Sein" Buddha war verschwunden. Bei Richter Marcos war lediglich eine Kopie aus Messing angekommen. Roxas fand bestätigt, was er schon länger geahnt hatte: Die herrschaftliche Familie hatte sich den Wertgegenstand angeeignet. Einen Tag vor der Beschlagnahme hatte die Mutter von Präsident Ferdinand, Josefa Endralin Marcos, vergebens versucht, dem Finder den Buddha abzukaufen.
Da der düpierte Schatzsucher im Februar des Jahres 1986, als aus dem Reisegepäck des Marcos-Clans in Honolulu die Edelsteine kullerten, Stücke aus seinem Buddha wiederzuerkennen glaubte, ging er vor Gericht. Seine Rechte hat er allerdings an einen in Georgia siedelnden Landsmann abgetreten der mehr Geld hatte, um den Lauf der Gerechtigkeit abzuwarten.
Wenn Jovito Salonga darauf zu sprechen kommt, wie Marcos seine triebhafte Geldsucht mit japanischen Yen zu befriedigen suchte, wird der beherrschte Jurist richtig fuchtig: "Das ist das Blutgeld der Philippinen." Daß Marcos jahrelang Teile der japanischen Reparationszahlungen auf seine Konten schleuste, verbittert den ehemaligen Soldaten besonders.
Unter dem Zweiten Weltkrieg litten die Filippinos nicht weniger als die Europäer. Nach Dresden und Warschau gilt Manila als jene Stadt, die gegen Ende des Krieges am meisten zerstört war. In einem hartnäckigen Häuserkampf hatten die japanischen Besatzer die Stadt bis zuletzt gegen die anrückenden Amerikaner verteidigt.
Ab Mitte der fünfziger Jahre begann Japan, die Philippinen zu entschädigen. Mehr als 500 Millionen Dollar gingen, über 20 Jahre verteilt, nach Manila. Für "Mr. 15 Prozent", der gern auch 25 oder mehr von Hundert nahm, war die technische
Prozedur geradezu maßgeschneidert.
Die Japaner überwiesen kein Bargeld, sondern die Philippinen mußten Güter, etwa Straßen, Brücken, Lastwagen oder Fabriken, in Tokio bestellen. Anders ausgedrückt: Marcos durfte sich eine japanische Firma aussuchen, die das Geschäft machte. Das aber bedeutete, daß er den Geldhahn gewissermaßen selbst betätigen konnte. Wer den Auftrag bekam, hatte sich dankbar zu zeigen.
Neben den Reparationen begann mit Beginn der siebziger Jahre ein kräftiger Strom japanischer Entwicklungshilfe zu fließen, die Yen-Billionen, nach heutigen Kursen fünf Milliarden Dollar, flossen in allerlei nützliche Aufbauprojekte auf den Philippinen, und überdies dienten sie dem Einkauf von japanischem Stahl, Futtermitteln, Maschinen und Fasern zum Beispiel.
An einem plastischen Einzelfall illustrierte das Schweizer Wirtschaftsmagazin "Bilanz" den Marcos-Effekt bei diesen Geschäften.
Kurz vor Weihnachten des Jahres 1979 legte in Japan ein Schiff mit dem Bestimmungsport Manila ab. An Bord des Dampfers: 50 Isuzu-Kipp-Lastwagen.
Die Fracht gehörte zu einem ganzen Geschäftspaket, das außerdem 50 Maschinen der Marke Saikai, die der Straßenpflege dienen sollten, 76 Straßenwalzen und weitere 44 Isuzu-Lastwagen enthielt. In den Marcos-Unterlagen fanden sich die dazugehörigen Papiere.
Neben dem Preis der Geräte, den Fracht- und Versicherungskosten zierte ein verräterischer Posten die Abrechnung: "X 15 %". Der Spezial-Buchhalter, den Salongas Leute als den für Straßenbau zuständigen Minister Baltazar Aquino identifizierten, hatte die viermal "X 15 %" fein säuberlich zusammengerechnet. Insgesamt ergaben sich 204706385 Yen, die umgerechnet 1005928 Dollar bedeuteten.
Die nächste Spur des Geldes, das ursprünglich japanische Entwicklungshilfe war, fand sich in Hongkong. Das renommierte Geldwechsel-Unternehmen Berlin & Co., das seine Dienste in der Peking Road feilbietet, verwandelte die Yen in Dollar: präzise in den Betrag, den die Marcos-Papiere ausweisen, 1005928 Dollar und dazu noch 18 Cents.
Noch in Hongkong näherte sich die Dollar-Million alsdann ihrem endgültigen Bestimmungsort, die Niederlassung des Schweizerischen Bankvereins quittierte, die Dollar "von 51960" zum Weitertransport nach Fribourg erhalten zu haben.
51960? Die Zahl hatte einen Namen: "Rosalys Foundation". Es war jene Liechtensteiner Stiftung, die Ferdinand Marcos acht Jahre zuvor als eines der Auffangbecken in der Schweiz eingerichtet hatte. Und wie hatten die hilfsbereiten Schweizer damals geschrieben: "51960, bitte nennen Sie diese Nummer, wenn Sie uns schreiben, damit wir alle Ihre Aufträge ohne ungebührliche Verzögerung ausführen können." Dann hatten sie für alle Fälle gleich vier Konten unter dieser Nummer eingerichtet, jeweils für Schweizer Franken, Dollar D-Mark und ein Depot-Konto.
Den Sinn dieser Streuung enthüllen einige überlieferte Kontoauszüge aus den ersten Tagen von "Rosalys", die am 5. Oktober 1971 ihren Dienst aufnahm. Zunächst füllten sich die Konten mit rattenhafter Geschwindigkeit aus Transfers, die aus Hongkong oder Zürcher Marcos-Konten eintrudeln.
Dann begann die präzise Vermögensverwaltung: Das Geld wurde quer über den Globus angelegt. Mit dem deutschen Geld kauften die Schweizer für Marcos zum Beispiel australische D-Mark-Anleihen. Schweizer Franken verwandelten sich an der Zürcher Börse in Aktien von Ciba-Geigy oder Philips. In New Yorks Wall Street mutierten die Dollar in Ölaktien von Atlantic Richfield oder Anteile von America Natural Gas, die Käufe von Rohstoff-Aktien in Sydney oder Chemie- und Brauerei-Werten in Tokio rechneten die Schweizer in Franken ab.
Innerhalb von wenigen Tagen nahm Marcos'' "Rosalys" die Aktien von mehreren Dutzend Firmen unter ihre Fittiche. Auffällig ist, daß die Schweizer Strategen selten mehr als 100000 Mark in ein Papier steckten. Der Sinn der sanften Methode leuchtet unmittelbar ein: Hätten die Bankiers die geballte Marcos-Finanzmacht auch nur einen Tag zum Aufkauf eines einzelnen Papiers verwendet, wäre der Kurs womöglich unmäßig gestiegen. Dumme Fragen hätten folgen können. Es galt also, eine Gießkanne mit möglichst vielen feinen Löchern zu verwenden.
Folgt man dem naheliegenden Gedanken, daß Ferdinand Marcos'' Geschäfte als Diebstahl zu werten sind, waren die Schweizer Bankiers Hehler. Dagegen hält Rudolf von Graffenried, der erste Rechtskonsulent des Schweizer Bankvereins: "Man kann nicht Hehler sein, wenn man nicht weiß, woher das Geld stammt."
Es ist schon so, daß ein gewandter Jurist notfalls durch jedes Loch eines
Schweizer Käses schlüpfen kann. Wenn etwa der Marcos-Minister Baltazar Aquino, der im übrigen nicht mit Cory verwandt ist, in Hongkong 400000 Dollar bar auf den Tisch zahlte und bat, das Geld auf eine Marcos-Stiftung in der Schweiz zu transferieren, mußte der örtliche Kassierer nicht nach dem "Woher" fragen - auch wenn der Minister oder ein Mittelsmann alle 14 Tage mit dem Köfferchen kam. Wichtiger war, auf der Einzahlungsquittung von den vorgedruckten Worten "offizielle Empfangsbestätigung" den Begriff "offiziell" zu streichen.
Für "mein ganzes Leben" hatte Baltazar Aquino einst Marcos die Treue geschworen. Aber er war alt und müde, als der Marcos-Troß nach Amerika flüchtete. Er hatte keine Lust, noch einmal neu anzufangen, blieb in Manila und erzählte der Salonga-Truppe von all den dreckigen Schmiergeld-Geschichten rund um die japanischen Reparationen. Aquino wurde ein wichtiger Zeuge, denn aus der Japan-connection des Präsidenten stammt ein großer Teil der Beute, die in der Schweiz anlandete.
Den ehrpusseligen Buchhalter-Typus a la Aquino ergänzte im Japan-Geschäft der großkalibrige Roberto Benedicto. Der 70jährige, ehemalige Studienkollege von Marcos, der seine späten Tage in wohlhabender Beschaulichkeit als Eigentümer einer Bank in Los Angeles verbringt, gehörte zur ersten Garnitur der Marcos-Kumpane.
Der Präsident sandte den grauhaarigen Juristen just zu jener Zeit als Botschafter nach Japan, als sein Raubzug den entscheidenden Schub bekam. Im dunkeln des Kriegsrechts, das Marcos wegen der vermeintlichen kommunistischen Bedrohung im Herbst 1972 über die Philippinen verhängte, war jede Kontrolle ausgeschaltet und jede Art von Geschäft möglich.
Benedicto kümmerte sich vor allem darum, den Kontakt zu Marcos'' japanischer Lieblingsfirma, dem milliardenschweren Handelshaus Marubeni zu halten. "Wenn du wissen willst, was Marcos sagt, frag Marubeni", zitierte die japanische Wochenzeitung Shukan Gendai, einen Mitarbeiter des Unternehmens.
Marubeni hieß im Volksspott bald "Marubenedicto", und als, nach dem Sturz des Präsidenten, die Schmiergeld-Zahlen aus den Marcos-Papieren purzelten, stand das Handelshaus ganz vorne dran. Solange Marcos unter dem Segen der Amerikaner herrschte, steckten die Japaner Dollar-Milliarden in die Philippinen, nicht zuletzt, um den korrupten Diktator als Bollwerk gegen die Kommunisten zu stärken.
Auffällig ist, daß besonders üppige Darlehen der japanischen Regierung stets zu den Wahlterminen nach Manila flossen. Kurz vor den Parlamentswahlen im Mai 1984 trudelten 220 Millionen Dollar gerade noch rechtzeitig auf den Philippinen ein, um den kräftigen Wahlbetrug per Stimmenkauf zu finanzieren.
Kurz vor jener Februar-Wahl des Jahres 1986, die schließlich zum Sturz führte, konnte Marcos nochmals auf die Hilfe aus Tokio zurückgreifen. 150000 Soldaten bekamen Lohnerhöhung und eine Million Staatsbedienstete einen extra Monatslohn zu Weihnachten.
Die freundliche Gabe kostete umgerechnet 140 Millionen Mark. Das Marcos-Paar unternahm den letzten Versuch, auf bewährte Weise seine Herrschaft zu sichern. Doch dafür benutzte es sicherheitshalber "fremdes" Geld. Das eigene" traute den Bemühungen nicht. Zugleich nämlich verschob das Ehepaar Marcos in den letzten drei Monaten seiner Herrschaft nachweislich knapp 100 Millionen Dollar via Amerika auf die Schweizer Konten.
Als alles vorbei war, kündigte Japans Premier Yasuhiro Nakasone, eine "völlige Durchleuchtung" der Schmiergeld-Vorwürfe gegen sein Land an. Doch das hatte der enge Marcos-Freund natürlich nicht ernst gemeint, die Bemerkung entsprang vielmehr der weltweit zu beobachtenden Übung, daß der Politiker im Falle des Skandals unverzüglich an die Spitze der Bewegung zur Herstellung von Sauberkeit gehört.
Inzwischen beklagt Jovito Salonga, daß sich die Japaner äußerst "zurückhaltend" bei der Aufdeckung der Marcos-Affäre verhalten, die Erklärung gibt ein Salonga-Mitarbeiter: Als Cory Aquino im Herbst vergangenen Jahres ihren Staatsbesuch in Tokio ableistete, versprachen die Japaner dem gebeutelten Land eine Milliarde Dollar, wenn mit den rufschädigenden Untersuchungen endlich Schluß sei.
In gewisser Weise ähneln die Philippinen dem Deutschland nach der Nazi-Zeit:
Eine Ent-Marcosfizierung der Wirtschaft findet nicht statt, weil einfach zu viele mitgemischt haben. "Wenn wir alles säubern würden worin Marcos seine Finger hatte, mußten wir uns um 60 bis 70 Prozent der Wirtschaft kümmern, vielleicht mehr", sagt Feliciano Cruz vom "Komitee für gutes Regieren".
Also jagen die Detektive des neuen Regimes nur den Großherzogen der Marcos-Ära nach. Zum Beispiel eben jenem Roberto Benedicto, der Rundfunk, Zeitungen und Fernsehen kontrollierte, Chef des Zuckermonopols war und gleichzeitig einigen Banken vorsaß.
Benedicto gehörte neben einem weiteren Kumpan namens Jose Campos und natürlich Imelda zu jenem Trio, das soweit bislang bekannt, über Ferdinands Konten verfügen durfte.
Der Jurist und ehemalige Corps-Bruder ist ein Mann für alle Angelegenheiten. In den frühen Jahren hat er Wahlkampf-Spenden besorgt. Bevor er in Tokio die Verbindungen ölte, kümmerte er sich bereits um die Schweizer Konten. Die komplizierten Tarnungen und die weiten Wege verlangten nach allerlei zeitaufwendigen Schreibkram.
Als die kunstsinnige Imelda bei dem russischen Maler Marc Chagall ein Bild in der Schweiz bestellte, hakte es bei der Bezahlung der Rechnung. Benedicto telephonierte zunächst mit der Hongkong-Filiale der Schweizerischen Kreditanstalt. Doch irgendwie drang der Auftrag nicht durch. Sieben Wochen später schrieb Benedicto an die Bankiers in Edinburgh House in Hongkong, um Chagall doch endlich seine 70000 Dollar zu überweisen. Dazu sollte eine der zahllosen Stiftungen, diesmal jene namens "Xandy", benutzt werden.
In den frühen achtziger Jahren als sich das Schweizer System der Stiftungen, Treuhänder und Nummernkonten auch in Hongkong zu prallster Blüte entwickelte, richteten Benedicto und Campos Dutzende von Schleier-Konten für ihren Prinzipal ein. Den Marcos-Papieren zufolge reservierte die The Chartered Bank Hong Kong Trustee Limited von der Kontonummer 7700 an gleich 50 Nummern für den unersättlichen Potentaten.
Was Mr. Vine, der Chef der Treuhandbank und seine engsten Mitarbeiter in jener Zeit an schierer Schreibarbeit zu verrichten hatten, verlangt nach Respekt und einem lockeren Handgelenk. Da die Herren gemeinsam die mit Marcos und seinen Helfern fortgesetzte Plünderung der Philippinen in aller Form ins Werk setzten, waren schier unzählige Unterschriften nötig. Daß Mr. Vine in Hongkong zugleich als öffentlicher Notar tätig war, beschleunigte einerseits den Ablauf, verlangte andererseits von dem Bankpräsidenten den doppelten Einsatz.
In den überaus kniffligen Treuhandverträgen, die minutiös die technische Basis des Raubzuges regelten, fällt eine Besonderheit auf, die von den Abmachungen mit den Schweizer Gnomen abweicht: Es galt, Hongkongs heikle politische Lage zu bedenken. Was würde passieren, wenn der rote Drache vom chinesischen Festland in die Schatzkammer trampelte?
Es war an alles gedacht. "Unsere Muttergesellschaft, die Chartered Bank, ist in England eingetragen", beruhigten die chinesischen Bankiers. Und außerdem gäbe es da noch die Tochtergesellschaft auf den Bermudas. Es treffe sich, daß Mr. Vine auch der Chef der Chartered Trust Company Limited auf den Bermudas sei, die Bermuda-Filiale werde im Notfall ("case of emergency") als Treuhänder einspringen.
Im übrigen lägen alle amerikanischen Aktien ohnehin im New Yorker Büro
der Standard Chartered Bank. In vertrauenerweckend-beruhigendem Ton erwähnten die Chinesen dann weitere Vorzüge eines weltumspannenden Filialnetzes: Sollten weitere Anschaffungen es erforderlich geraten lassen, sei eine "sichere Aufbewahrung in so großen Städten wie London, Zürich, Hamburg oder Tokio" gewährleistet.
Wie mit den Schweizern verabredete Ferdinand Marcos auch mit den Chinesen, was im Falle seines Todes mit alldem Geld geschehen sollte. Nach Imelda sind natürlich die Kinder dran. Aber anders als im frühen Schweizer Testament ist nicht mehr die Rede davon, daß Ferdinand II., Irene und Imee mit dem 21. Lebensjahr an die Konten können.
Als Marcos im November 1982 eine Testamentsverfügung schreibt, sind die drei schon zwischen 22 und 27 Jahre alt. Den Präsidenten scheinen Zweifel zu beschleichen, ob die Kinder richtig mit dem Geld umgehen können. Sohn Bong-Bong fällt vor allem durch seine Sangeskünste auf. Eines der beiden Mädchen hatte eine Affäre mit einem Palast-Bediensteten - die dieser im übrigen nicht überlebt. Imee verknallte sich in einen allenfalls mittelprächtig beleumdeten Basketballspieler. Es hilft auch nichts, daß der Sportler für sechs Wochen von Unbekannten gekidnappt wird. Sie heiratet ihn trotzdem.
Angesichts der instabilen Erbfolge formuliert Marcos für das Treuhandkonto B 7000 mit der Chartered Bank: Die Kinder sollen ein Drittel des Geldes mit dem 30. Lebensjahr erhalten, die nächsten Drittel sollen erst mit 35 und 40 Jahren fällig sein. Der akkurate Mr. Vine bestätigt, so solle es geschehen.
Roberto Benedicto und Jose Campos, die beiden Kontenführer in Hongkong und in der Schweiz, gehörten im Crony-Reich zu den Großen.
Benedicto herrschte auf den Philippinen über mehrere Banken, Fernsehstationen, Minengesellschaften und eine Schiffahrtslinie. Berühmt und berüchtigt ist seine Rolle als Zucker-Baron des Inselreichs. Er kontrollierte die Zuckerplantagen, steckte für sich und den Präsidenten Kommissionen ein, wenn philippinischer Zucker auf den Weltmärkten verkauft wurde. Bargeld war nie sein Problem: "Mr. & Ms.", ein Nachrichtenmagazin aus Manila, erzählte davon, wie Benedicto eine US-Zuckermühle erstand, indem er 63 Millionen Dollar bar auf den Tisch legte.
Benedicto gehört zu jenen rund zwei Dutzend Leuten, die Jovito Salongas Eingreif-Truppe neben dem Marcos-Paar mit einer Klage überzog. Denn so einfach es war, Firmen und Vermögen auf den Philippinen zu beschlagnahmen, so unklar verhält es sich mit allen überseeischen Besitzungen: Was gehörte Marcos und was seinen Kumpanen?
Jose Campos, der bis zu einem Herzanfall als eine Art Reichsverweser die persönlichen Marcos-Vermögen betreut hatte, entzog sich dem Zugriff auf elegante Weise: Vom fernen Kanada aus wohin er sich abgesetzt hatte, verpfiff er seinen alten Chef. Zusammen mit Frau Kindern und diversen Freunden habe er bei diversen Firmen den Marcos-Strohmann gespielt. Dann folgte eine lange Liste von Firmen, die bis in die ferne Karibik und Panama siedelten.
Warum der Sünder Reue zeigte, wurde anhand einer zweiten Liste klar. Höflich, aber bestimmt ließ Campos wissen, daß die nun folgenden 60 Firmen und einige Immobilien ihm allein gehörten. Das war zwar zweifellos nicht die ganze Wahrheit. Aber die philippinischen Verfolger hatten mit Campos einfach einen Deal verabredet, um ihn überhaupt zur Preisgabe von Namen und Adressen zu veranlassen.
Der kluge Campos, der noch allerlei nützliche Hinweise, wie zum Beispiel den Namen seines Nachfolgers als Marcos-Chefbuchhalter zum besten gab, hatte frühzeitig erkannt, daß soviel Gewinn aus einem an sich verlorenen Spiel kein schlechtes Geschäft war, die meisten Kumpane aus der Marcos-Gang hofften zumindest bis zur Abstimmung über die neue Philippinen-Verfassung im Februar dieses Jahres immer noch, daß die alten Zeiten zurückkehren könnten.
Im nächsten Heft
Aktien-Spekulation durch eine Fernsehrede - Der Goldfinger aus Niederösterreich - Imelda umgarnt Amerikas Präsidenten - Auf den Knien vor dem Kardinal
Schwiegersohn Gregorio Araneta, Tochter Irene, Sohn Ferdinand jr., Ehepaar Marcos, Tochter Imee, Schwiegersohn Tomas Manotoc.
Von Joachim Preuß

DER SPIEGEL 24/1987
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 24/1987
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Das Geheimnis der Marcos Milliarden

  • Korallenforscherin Verena Schoepf: Im Wettlauf gegen den Klimawandel
  • Tropensturm in Houston: Passanten retten Lkw-Fahrer das Leben
  • Klimastreik in New York: Greta Thunberg spricht vor Zehntausenden
  • Aufregender Trip: Kajak-Tour durch leuchtendes Wasser