23.03.1987

Hilfe gegen Organ-Abstoßung

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Mit Hilfe gentechnisch produzierter Antikörper wollen Wissenschaftler künftig die Ergebnisse bei Organtransplantationen weiter verbessern. Durch den Einsatz monoklonaler Antikörper, die aus Mäusezellen gewonnen werden und gegen bestimmte körpereigene, abwehrstimulierende Zellen gerichtet sind, seien in zahlreichen Fällen überpflanzte Nieren, aber auch andere Transplantate gerettet worden, berichtete der amerikanische Immunologe Gideon Goldstein auf einem Symposion in Hamburg. Vor allem bei akuten Abstoßungserscheinungen, aber auch beim Versagen der Nachbehandlung hätten sich die Antikörper bewährt: Nach Injektionen des von der Pharmafirma Cilag hergestellten Präparats gelang es, T-Lymphozyten, die die Abstoßungsreaktionen einleiten und "hochschaukeln" wirksam zu blockieren. Allein an westdeutschen Kliniken wurde das Präparat schon 70 Patienten injiziert.

DER SPIEGEL 13/1987
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