31.10.1988

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Die „Frankfurter Rundschau“ zum Streit um das Fernsehmagazin SPIEGEL-TV: *
Noch im vergangenen Jahr hatte Stoiber gegenüber dem damaligen bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß schriftlich erklärt, "unsere Politik bezüglich RTL-plus war immer darauf ausgerichtet, eine Anbindung von RTL an das konservative Lager zu sichern beziehungsweise ein Abgleiten nach links zu verhindern". Gestört wird dieses Konzept nun durch die Ausstrahlung von SPIEGEL- TV. In dem Nachrichtenmagazin sind immer wieder kritische Beiträge über beispielsweise die bayrische Aids-Politik, den "Memminger Hexenprozeß", die Polizistenprügel gegen Journalisten bei der Berliner Weltbanktagung oder den niedersächsischen Spielbankenskandal zu sehen, die gerade den Unionsparteien "sauer" aufstoßen. Das gilt auch für den gesendeten Nachruf des SPIEGEL-Herausgebers Rudolf Augstein auf den kürzlich verstorbenen bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß. Dem Nachruf bescheinigte jetzt Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Landesmediendirektoren, denen die Kontrolle des Privatfunks in der Bundesrepublik obliegt, eine "gewisse Grundtendenz, die Probleme aufwirft". Er wolle damit nicht sagen, er klärte Ring in München in einer Rede vor dem Wirtschaftsbeirat der Union, "daß das unzulässig ist". Doch habe Augstein in seinem Nachruf über Strauß eine bestimmte Meinung vertreten. "Ich möchte aber auch noch einen anderen Kommentar im Privatfernsehen dazu haben", äußerte Ring, der früher als Medienreferent in der bayrischen Staatskanzlei unter Strauß und Stoiber tätig war, bevor er zum Geschäftsführer der Landesmedienzentrale im Freistaat und dann zum Vorsitzenden der Landesmediendirektoren avancierte.
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Die "Welt" zum SPIEGEL-Gespräch mit Michail Gorbatschow in Nr. 43/1988: *
Wer die "Prawda" aufschlägt, an diesem regnerisch-kalten Oktobermontag, der könnte auf den abenteuerlichen Gedanken kommen, der deutsche Bundeskanzler hieße Rudolf Augstein. In riesiger Aufmachung berichtet das sowjetische Parteiorgan über das SPIEGEL-Interview, das Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow dem deutschen Nachrichtenmagazin vor ein paar Tagen gegeben hat. Ein großes Photo zeigt Gorbatschow im Kreise der beteiligten SPIEGEL-Redakteure, von denen aber - folgt man dem ausführlichen Text der sowjetischen Zeitung - bis auf den Herausgeber alle nur schweigend gelauscht haben....

DER SPIEGEL 44/1988
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DER SPIEGEL 44/1988
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