26.12.1988

BERUFLICHESHans Joachim Wack

Hans Joachim Wack, 63. Der Jurist, der als Rechtsreferendar beim Hessischen Rundfunk begann, wurde vor 34 Jahren zum Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ton und Bild (Degeto) bestellt. Für die ARD, der die Degeto gehört, avancierte "Charly" Wack damit zum Chefeinkäufer auf den internationalen Fernsehmärkten. Seitdem trippelte der gebürtige Frankfurter, der am liebsten Dramaturgie studiert hätte, mit kleinen Schritten durch die Filmwelt von Hollywood, Rom, Cannes und brachte in der langen Kinoflaute nach dem Krieg deutschen Fernsehzuschauern Regisseure von Weltrang nahe: Chabrol, Truffaut, Ingmar Bergman. Zugleich wurde er zum Gegenspieler eines frühen Geschäftspartners: des Münchner Filmgrossisten Leo Kirch, der die ARD - wie schon das ZDF - am liebsten allein beliefert hätte. "Ich wollte immer mehrere Lieferanten haben, um nicht von einem abhängig zu werden", bilanziert Wack die Kämpfe mit Kirch um amerikanische Filmpakete, "das ist mir gelungen." Zum Jahresende geht der Musik- und Theaterfreund in den Ruhestand.

DER SPIEGEL 52/1988
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BERUFLICHES:
Hans Joachim Wack

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