20.06.2015

Energie„Die Kooperation ausbauen“

Der künftige Chef der abgespaltenen E.on-Firma Uniper Klaus Schäfer, 48, zu neuen Pipeline-Plänen mit dem russischen Energieriesen Gazprom
SPIEGEL: Herr Schäfer, Sie wollen mit Gazprom die umstrittene Nord-Stream-Pipeline erweitern und zwei neue Röhren bauen. Warum kommt das Projekt in dieser politisch kritischen Situation?
Schäfer: Wir haben eine Absichtserklärung mit Gazprom und anderen europäischen Partnern unterschrieben, weil wir mit Nord Stream 2 die russisch-deutsche Energiekooperation ausbauen und einen Beitrag zur sicheren Gasversorgung in Europa leisten wollen.
SPIEGEL: Wir haben einen Boom bei Fracking-Gas und Überkapazitäten. Wo soll das Gas verkauft werden?
Schäfer: In Europa sinkt die Eigenproduktion – bei gleichbleibender Nachfrage. Dadurch ergibt sich ein steigender Bedarf, und den können wir durch die zusätzliche Pipeline decken. Immerhin sichert sie den Zugang zu den größten Erdgasfeldern.
SPIEGEL: Die Pipeline ist umstritten, weil Länder wie die Ukraine umgangen werden. Ist Gazprom in der neuen Krise mit Russland ein verlässlicher Partner?
Schäfer: Ja. E.on unterhält seit mehr als 40 Jahren geschäftliche Beziehungen zu Russland. Wir sind zu 25 Prozent am Gasfeld Juschno-Russkoje beteiligt. Nord Stream 2 ist ein wichtiger Pfeiler für unsere Energiesicherheit und die Zusammenarbeit mit Gazprom.
Von Fdo

DER SPIEGEL 26/2015
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