18.07.2015

SoziologieArrogante Wessis, verwöhnte Ossis

Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung haben Bürger in Ost und West Vorurteile über die jeweils anderen. Ein Drittel aller Ostdeutschen hält seine Landsleute im Westen für arrogant, weit verbreitet ist auch die Vorstellung, Wessis seien besserwisserisch und egoistisch. Umgekehrt lebt im Westen teilweise das Bild vom anspruchsvollen, unzufriedenen Ossi weiter, der alles haben will. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des GfK Vereins, die im Rahmen einer Untersuchung des Berlin-Instituts am Mittwoch vorgestellt wird. Auffallend ist, dass sich Ostdeutsche selbst sehr positiv sehen, als bescheiden, fleißig und strebsam. Die Eigenwahrnehmung der Wessis ist negativer. Die Umfragewerte sind über die Jahre ziemlich konstant geblieben. Allerdings schwinden die Klischeebilder vom "Besserwessi" und "Jammerossi" dort, wo sich die Menschen tatsächlich kennenlernen, so der Direktor des BerlinInstituts, Reiner Klingholz: "Die Einheit in den Köpfen braucht mehr als eine Generation."
Von Gt

DER SPIEGEL 30/2015
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