18.07.2015

KunstViel Bier im No-Future-Land

Im Katalog zur Ausstellung "Die 80er" im Frankfurter Städel Museum (ab 22. Juli) ist von einem "virilen Kneipenmilieu" die Rede, in dem sich die jungen Maler in den Achtzigerjahren besonders wohlfühlten. Und so gibt es Bilder wie das von Werner Büttner aus dem Jahr 1982, das einen Typen zeigt, der am Kneipentisch vor seinem Bier eingeschlafen ist. Ein weiteres Werk Büttners heißt "Die dritte Welt drängt an den Stammtisch". Martin Kippenberger zeigt "Die Mutter von Joseph Beuys" als ziemlichen Kerl. Der früh verstorbene Kippenberger wurde zur Legende, doch etliche der Protagonisten gerieten in Vergessenheit. Und so kann man in der Ausstellung vieles neu entdecken, natürlich auch die No-Future-Düsternis von einst, den melancholischen Tiefgang der Zeit. Da wäre etwa die Malerei von Bettina Semmer, ihr cool dramatisches Bild "Olympia" aus dem Jahr 1985 reihte sie ein in eine Serie namens "Deutsche Katastrophen". Den Experten gilt sie als die unterschätzte Malerin der Dekade.
Von Uk

DER SPIEGEL 30/2015
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