18.07.2015

BriefeJamas, Fili!

Nr. 29/2015 Unsere Griechen – Annäherung an ein seltsames Volk
"Mit dem Titel ist Ihnen ein journalistisches Glanzstück gelungen. Er arbeitet – Oberflächlichkeit vermeidend – die unterschiedlichen Wahrnehmungen als Ursache für Missverständnisse zwischen den Mehrheiten der Griechen und der Deutschen heraus."
Dr. Frank Engel, München
Glückwunsch zum Titelbild. Es beschreibt in Gestik und Mimik zutreffend den Zustand der Verantwortlichen beim gemeinsamen Tanz am europäischen Abgrund.
Erich Dorow, Mühlenbarbek (Schl.-Holst.)
Mehr Klischee geht nicht – einschließlich Sandalen und Ouzo. Es ist leider kein intelligentes Spiel mit diesen Vorurteilen, sondern die platte Abbildung.
Constanze Kraus, Ludwigshafen (Rhld.-Pf.)
So viel fremdschämen kann man sich gar nicht. Offenbar liegt Ihnen viel daran, immer mehr Öl ins Feuer zu kippen. Es reicht doch schon, dass diese "schwarze Null" Schäuble nichts unversucht lässt, die Beziehungen weiter zu verschlechtern.
Frank-Uwe Albrecht, Berlin
Hier der freundliche, feierfreudige, in sich ruhende Grieche, dort der ängstlich-panische, um sein Geld besorgte Nordeuropäer. Genau dieses Klischee bedient das Drama um Griechenland und den Euro. Wer einmal in Delphi gesessen hat und die Schönheit auf sich wirken ließ, versteht vielleicht, wieso das kleine Griechenland und seine Menschen den Mut haben, sich gegen den Goliath einer aus den Fugen geratenen globalisierten Welt aufzulehnen.
Brigitte Kosfeld, Viersen (NRW)
Glückwunsch! Selten habe ich den finanzkräftigen, aber skeptischen Deutschen mit der Lebensfreude unserer griechischen Freunde so humorvoll umgesetzt gesehen. Jamas, Fili! Prost, Freunde!
Volker Puttlitz, Fockbek (Schl.-Holst.)
Als Schweizer ist es legitim, das Schweizer Volk als seltsam zu bezeichnen. Wenn ein deutsches Leitmedium das mit den Griechen tut, ist das aber mehr als grenzwertig. Solange die Machteliten Deutschlands, der EU, der Banken mit den Machteliten Griechenlands kuschelig kooperierten, kamen Sie nie auf die Idee, das Volk der Griechen als seltsam zu bezeichnen.
Andreas Meyer, Gibswil (Schweiz)
Wenn ich mir die barbarischen Verbrechen vergegenwärtige, die Nazideutschland in Griechenland verübt hat, und die Tatsache in Erinnerung rufe, dass Deutschland Griechenland zumindest moralisch immer noch Reparationszahlungen schuldet, wenn ich ferner an das Verhalten maßgeblicher deutscher Führungspolitiker in der aktuellen Krise denke, dann sind für mich die Deutschen das bedeutend seltsamere Volk.
Kurt Bucher, Wallisellen (Schweiz)
Die meisten Deutschen haben verlernt, dankbar zu sein für das, was man hat. Wir sind die Gewinner des Euro, der Wohlstand wurde gesichert. Was sind da schon ein paar Milliarden für Griechenland?
Ralf Klews, Siegen
Jeder Laie weiß, dass sich Griechenland ohne Schuldenerlass wirtschaftlich nie erholen kann. Das Gesundheitssystem liegt durch die Maßnahmen der Troika danieder, die Kindersterblichkeit ist um 40 Prozent gestiegen. Das alles weiß auch Schäuble. Was ist sein eigentliches Ziel?
Dr. Traudel Polzer, Heidelberg
Ein wesentlicher Aspekt fehlt in Ihrem ansonsten sinnvollen Blick hinter die Kulissen des Dramas: nämlich das Entstehen einer politischen Bewegung in Europa, welche die vorherrschende Politikrichtung infrage stellen könnte. Offensichtlich spielt die Angst, dass der Syriza-Virus andere Länder infizieren könnte, eine Rolle. Warum sonst wird derart hysterisch reagiert?
Jürgen Fotsch, Brühl (Bad.-Württ.)
In spätestens drei Jahren geht der griechische Zirkus wieder von vorn los. Griechenland mag die Wiege der Demokratie sein, die Wiege der Solidarität ist es nicht.
Wolfgang Blanck, Inzlingen (Bad.-Württ.)
Sie hätten noch den Stolz vieler Griechen erwähnen sollen. Lasst den Staat endlich in Konkurs gehen, befreit ihn von den Schulden, die er ohnehin niemals bezahlen kann, und lasst ihn mit einer neuen Drachme von vorn beginnen. Versucht nicht, die Griechen in ihrem Stolz umzuerziehen!
Prof. Günter Wolf, Coburg

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