05.07.1993

Roloff im Regen

SPIEGEL: Wird der Protest der Künstler den Theater-Tod verhindern?
ROLOFF-MOMIN: Nein. Wenn das Verfassungsgericht der FDP-Klage, die viele für eine Lachnummer halten, nicht doch wider Erwarten stattgibt, war am Sonntag der letzte Spieltag.
SPIEGEL: Jetzt legt sich der Koalitionspartner CDU quer. Klaus-Rüdiger Landowsky, der Fraktionsvorsitzende, fordert plötzlich ein Moratorium, eine Spielzeitverlängerung um ein Jahr. Fühlen Sie sich vorgeführt?
ROLOFF-MOMIN: Nicht vorgeführt, aber im Regen stehengelassen.
SPIEGEL: Und wo steht Landowsky?
ROLOFF-MOMIN: Der versucht doch schon, die Verantwortung abzuschieben; nämlich auf die übrigen Theaterleiter, die gehalt-, sprich geldvolle Solidarität leisten sollen. Und da weiß er genau, daß das nicht passieren wird.
SPIEGEL: Sie treten also zurück, wenn das Moratorium kommt?
ROLOFF-MOMIN: Das Moratorium kommt ganz bestimmt nicht, und deshalb trete ich auch nicht zurück.

DER SPIEGEL 27/1993
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DER SPIEGEL 27/1993
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