Die ängstliche Margarete

Die Schriftstellerin Christa Wolf hat vergangene Woche zugegeben, daß sie sich 1959 von der Staatssicherheit der DDR anwerben ließ. Was sie dabei verschwieg: Unter dem selbstgewählten Decknamen „Margarete“ plauderte sie drei Jahre lang Details über Kollegen aus, politische, aber auch intime. Die Galionsfigur der DDR-Identität als zaghafte Opportunistin - später wurde sie selbst von der Stasi bespitzelt.

DER SPIEGEL 4/1993

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