16.11.1992

„Beim Sterben fehlt jedes Ziel“

Christa Schumann verläßt während des Mittagessens mit Hering jeder Mut, die Flucht allein zu wagen. Falls Baumann nicht mehr kommt - und nichts spricht dafür -, will sie nach Berlin zurückkehren, "da ich keinen Menschen auf meinem Gewissen haben möchte".
In der Nacht ruft Baumann im Hilton an. Wieder ist er betrunken und verwirrt. Sie soll dem BND-Kurier ausrichten, daß er auf die Ausreise verzichte. Er sei krank. Außerdem habe er Hinweise bekommen, daß seine Flucht der Stasi bekannt sei. Immer wenn es eng wird, macht er dunkle Andeutungen über seine Verbindungen zu den DDR-Geheimdiensten. _(* In den sechziger Jahren während eines ) _(Urlaubs in der Sowjetunion. )
Christa Schumann legt den Hörer auf. Baumann ist völlig aus dem Häuschen, noch zweimal in dieser Nacht, morgens um zwei und dann um sechs Uhr, ruft er in Budapest an.
Ein panischer Rechtfertigungsdruck hat ihn erfaßt. "Ich mach'' das schon, ich regele das", hat er so oft zu seiner Freundin gesagt. In derlei Sätzen reckt sich der alte erfahrene Geheimdienstmann empor, der Vertraute der Mächtigen, der die Welt von oben, mit kleinen Handgriffen, lenkt. Alles stellt sich jetzt als Quatsch heraus; die tapfere Frau sitzt in der Klemme, weil er außer Sprüchen nichts zustande bringt.
Zurück in Berlin will Christa Schumann nur noch schlafen. Sie ist zerschlagen, unendlich müde. Sie liegt schon im Bett, als sie draußen im Flur ihrer Wohnung lautes Poltern hört. Sie steht auf und will ihren Augen nicht trauen. Draußen schleppen Winfried Baumann und sein Schwiegersohn ihren Fernsehapparat aus der Wohnung.
Baumann will seiner Tochter etwas Gutes tun. Der Schwiegersohn, ein höchst nüchterner angehender Neurologe, ist völlig verdutzt. Er denkt, daß "du abgehauen bist". Baumann hat ihm diesen Eindruck vermittelt. Der Fernseher bleibt in der Wohnung, die beiden trollen sich.
Ein paar Wochen herrscht Funkstille zwischen Pullach und dem vermeintlichen Meisterspion. Das ungleiche Pärchen in Ost-Berlin macht sich schon Sorgen, ob "Rheinhold" die Lust verloren hat. Unter "Rheinhold" steht eine BND-Telefonnummer im Notizbuch von Frau Schumann, für Notfälle. Rheinhold heißt ein entfernter Verwandter, der in München lebt.
In das Warten mischt sich bei Baumann stets Aggressivität. Seine Wurzeln stecken in der DDR, und öfter mault er über den BND ("Wie arbeiten die denn eigentlich?"). Den Geheimbrief, mit dem er die ersten Agenten in der Bundesrepublik verrät, will er mit der Grußformel "l-m-a-A" beenden. Das Kürzel für "leck mich am Arsch" empfindet die Bürgertochter Schumann als unpassend. Als der Brief bei Kinkel ankommt, ist er mit "ansonsten Götz von Berlichingen" unterschrieben. Die Tennisspielerin hat sich gegen den rauhbeinigen Fregattenkapitän durchgesetzt, der in Wahrheit von selbstzerstörerischer Empfindsamkeit ist.
Als "Rheinhold" sich nicht meldet, wird Christa Schumann wieder aktiv. Vielleicht schmollt der BND ja, und sie will, im Unterschied zu ihrem schwankenden Liebhaber, wirklich und unbedingt in den Westen. Sie ruft ihren Bruder in Heidelberg an. Ein paar Tage später trifft sie sich mit Hering in Ost-Berlin.
Kinkel und seine Leute haben sich etwas Neues ausgedacht. Wenn dieser seltsame Spion so sperrig und die Frau so gefügig ist, muß man daraus keine Schlußfolgerungen ziehen? Kann die Frau nicht erzählen, was der Mann weiß?
Hering, ein leutseliger Sachse, ist Frau Schumann ja schon in Budapest menschlich etwas nähergekommen. Jetzt fragt er sie voll öliger Anteilnahme, was sie denn eigentlich bei diesem unzuverlässigen Menschen halte? Und, wenn der Herr Baumann denn vielleicht gar nicht in den Westen wolle, ob sie nicht ihrem Lebensgefährten ein paar Informationen ablauschen könnte?
Geheimdienste gehen zuweilen schmierigen Geschäften nach. Klaus Kinkel empfindet das, 13 Jahre später, da ihn Talent und Ehrgeiz bis ins Außenministerium getragen haben, ebenso. Aber es muß eben gemacht werden.
Frau Schumann läßt Hering abfahren. Sie liebe Baumann, und im übrigen lasse sich der nicht aushorchen. Die Beziehungen werden frostiger. Dennoch verlieren beide Seiten ihr Ziel nicht aus den Augen.
Der BND, unverändert scharf auf das Wissen des Ex-Fregattenkapitäns, will wissen, wie viele Informationen Baumann noch habe. Kinkels Leute träumen offenbar davon, daß der ehemalige Geheimdienstoffizier Berge von Unterlagen beiseite geschafft hat, die nur verfilmt werden müssen. Baumann soll mitteilen, wie groß der Container sein muß, exakt in Zentimetern, der für den Transport der Kostbarkeiten nötig sein wird.
Die Antwort ist kühl. Er habe alles im Kopf, läßt Baumann über Frau Schumann mitteilen.
Es wird ein neuer Ausreiseversuch verabredet. Der BND bietet, wieder, Ungarn oder Polen an. Baumann wählt Polen. Pfingsten 1979 soll die Schleusung in Posen steigen.
Vorher möchte der BND allerdings noch einen weiteren Beweis, daß Baumann der Mühe wert ist. "Angesichts der in Ihrer Sache bisher aufgewendeten 100 000 Mark" verlangt Kinkels Funker, den Frau Schumann abhört, verschlüsselt "vier weitere Namen". Baumann gehorcht. Er nennt DDR-Spione in der Bundeswehr, die er aus alten Zeiten erinnert.
Inzwischen sind die Stasi-Fahnder dem Verräter dicht auf den Fersen. Nachdem sie die Briefe mit den süddeutschen Adressen herausgefischt, die unsichtbare Schrift sichtbar gemacht haben, fehlt nur noch der Absender. Alle Briefe sind in Ost-Berlin, stets in denselben Briefkasten, eingeworfen worden. Die Stasi montiert eine automatische Kamera in der Nähe des Briefkastens. Christa Schumann wird fotografiert. Zwei Tage später ist die Verbindung zu Baumann klar. Sie wird in ihrer Wohnung verhaftet. Winfried Baumann kommt gerade aus einer Kneipe, als die Herren ihn bitten.
Der kaputte Spion ist fast erleichtert. Er gesteht sofort und zwar alles. Die Stasi will als erstes den BND-Schleuser abfangen. Baumann kennt Hering nur vom Hörensagen, aber er kennt dessen diverse Einreise-Daten. Nach einer kurzen Rasterfahndung spuckt die Stasi-Maschinerie den richtigen Namen aus.
Frau Schumann wird gezwungen, vom Gefängnis aus ihren Bruder in Heidelberg anzurufen und so zu tun, als liefen die Fluchtvorbereitungen völlig glatt.
Kinkels BND tappt im dunkeln. In einem Münchner Hotel bekommt Hering den Auftrag, als Journalist zur Messe nach Posen zu fahren. Wieder soll das westdeutsche Ehepaar "Weeber" über Warschau ausgeflogen werden. Die Weebers alias Baumann/Schumann sind als Touristen getarnt.
Polen ist eine prima Idee, findet Herings BND-Verbindungsmann, schließlich sei doch gerade der Papst da gewesen. Da sei die Tarnung als Touristen-Paar besonders glaubwürdig.
Hering fliegt nach Posen, obwohl Baumann schon längst verhaftet ist. Zehn Tage nach dem "Roten Admiral" nimmt die Stasi den Kurier hoch.
Herings Verhaftung, so seltsam es klingt, löst bei Erich Mielke einen Wutanfall aus. Der Hintergrund: Der MfS-Chef fürchtet diplomatische Verwicklungen.
Die Stasi-Fahnder in Polen sind verblüfft, als sie von der Wut des "Alten" in Berlin erfahren. Sie glauben, Hering in Posen höchst elegant eingefangen zu haben. Nachdem sie den BND-Kurier in der Wohnung einer Freundin ausfindig gemacht hatten, waren sie äußerst dezent vorgegangen. Da Hering ja im Osten als IM der Stasi unterwegs ist, hatten sie den "Kollegen" in ein Auto gebeten. Berlin wolle dringend mit ihm reden. Von Verhaftung war gar keine Rede.
Mielke sieht weiter. Hering ist schließlich Bürger der Bundesrepublik. Wenn Kinkel erfährt, daß die Stasi Hering auf polnischem Boden einkassiert hat, kann er reichlich diplomatischen Wirbel veranstalten. Mielke befiehlt seinen Leuten, sofort etwas zu unternehmen.
Die Spionageabwehr um den Generalmajor Günther Kratsch schickt sofort ein Auto Richtung Posen los. Hering, der ebenfalls im Auto in der entgegengesetzten Richtung fährt, muß abgefangen werden. Die Stasi-Leute haben Glück. 30 Kilometer hinter der polnischen Grenze kommen ihnen die Kollegen mit Hering entgegen. Umgehend dreht das Auto um. Hering wird nach Posen zurückgeschafft.
Unterdessen hat Markus Wolf persönlich eine der beiden Stasi-eigenen Interflug-Maschinen bestiegen, die für derlei Notfälle stets aufgetankt auf dem _(* Für ein Foto demonstriert Lorenz, der ) _(inzwischen im Rollstuhl sitzt, wie er ) _(geschossen hat. Die Waffe ist nicht die ) _(Pistole, die er bei den Hinrichtungen ) _(benutzte. ) Schönefelder Flughafen stehen. Wolf fliegt nach Warschau und erzählt dem polnischen Innenminister Kowalczyk die verzwickte Geschichte. Er bittet um die Erlaubnis, Hering verhaften zu dürfen.
Der Pole hat keine Einwände. Markus Wolf sammelt Hering ein und fliegt nach Berlin. In seinem Notizbuch hat der Doppelagent die Treffen mit dem BND in blau, die mit dem MfS in rot eingetragen. Unterwegs redet Hering wie von Furien gehetzt auf Wolf und dessen Begleiter ein. Der wendige Sachse versucht seine Haut zu retten.
Er bietet seinem ehemaligen Arbeitgeber an, wieder für ihn zu arbeiten. Herings Versuch, sich "triplen" zu lassen, schlägt fehl. Wolf traut ihm nicht mehr über den Weg. In der "Untersuchungshaftanstalt Berlin 1", sprich Hohenschönhausen, sitzt nun ein Trio ein.
Erich Mielke strotzt vor Zufriedenheit. "Werter Genosse Andropow", schreibt er an den großen Kollegen in Moskau und sonnt sich in dem Gefühl, daß "im engen Zusammenwirken unserer Bruderorgane dem Bundesnachrichtendienst . . . ein empfindlicher Schlag versetzt werden konnte".
Als Winfried Baumann kurz nach seinem 49. Geburtstag verhaftet wird, hat er 18 860 Mark Schulden, ein angeschlagenes Herz und neuerdings eine Schuppenflechte. Er ist arbeitslos und dem Alkohol verfallen. Die "DDR, mein Land, das ich nicht mehr mein Land nennen darf", wie er später aufschreibt, hat ihn schon vor Jahren aus der Partei geworfen. Seine zweite Frau betreibt die Scheidung. Die Frau, mit der er das neue Leben beginnen wollte, hat er mit ins Unglück gerissen. Baumann ist gescheitert, ein Wrack, und er ist viel zu intelligent, um das nicht zu wissen.
Weiß das auch der BND? Vielleicht nicht ganz genau. Aber das halbe Jahr, das der westdeutsche Nachrichtendienst, zunächst höchst elektrisiert, mit dem Mann hinter der Mauer zu tun hatte, muß gereicht haben, um dessen Umrisse zu erkennen. Kinkel selbst hat die Aktion "Roter Admiral" geleitet. Pullach weiß, hier ist kein kraftstrotzender Stiller am Werk, der sein Schicksal in die Hand nimmt, sondern ein unsicherer Kantonist, dessen Schnapslaunen die Zusammenarbeit unberechenbar machen.
Muß man sich für diese schwankende Figur ein Bein ausreißen? Muß man denn offiziell die Pleite zugeben, eingestehen, daß einer der eigenen Spione geschnappt worden ist? Vielleicht ist er am Ende gar kein Überläufer, sondern nur das personifizierte Mißlingen einer besonders perfiden Stasi-Tour? Hat Markus Wolf vielleicht anfangs geplant, besonders auffällig und damit unauffällig einen Agenten in den Westen zu schleusen?
Zugegeben, Baumann hat acht Agentennamen preisgegeben, darunter den Obersten im Generalstab Siegfried Petrelli, der erst verhaftet und später rehabilitiert wird, dazu das Ehepaar Henselmann aus Hamburg, den Oberfeldwebel Benedikt Braun und seine Frau - alle vier haben sich kurz vor der Verhaftung davongemacht.
Der ganz dicke Fisch ist Baumann bei näherer Betrachtung mithin nicht. Und schließlich ist er ein Ostdeutscher, ein Ausländer im Verständnis des BND. Wer sich als Fremdling den Westdeutschen andient, das sehen Klaus Kinkel und die alten Kämpfer aus dem Innerdeutschen Ministerium auch heute noch so, der handele "auf eigene Gefahr".
Die Späher des Markus Wolf umwehte stets ein Hauch von Weltrevolution. BRD-Bürger die für die DDR spionierten, hießen "Patrioten". Beim BND regiert die kalte Zweckmäßigkeit. Baumann hat eben Pech gehabt - wenn er denn überhaupt echt war.
Anders ist nicht zu erklären, daß der BND sich mucksmäuschenstill in die Ackerfurche legt und Winfried Baumann seinem Schicksal überläßt.
Kinkel verteidigt sich später verzweifelt, man habe ja keine Informationen über Baumanns Lage gehabt. Alles Notlügen. Schon wenige Tage nach Baumanns Verhaftung steht alles in der Zeitung. Bild am Sonntag erzählte die Geschichte vom Konteradmiral der DDR-Marine, der Siegfried Petrelli und die anderen verraten habe und verhaftet worden sei. "Absolut sichere Quellen" wissen vom Alkoholismus und delikaten Frauengeschichten.
"Sichere Quellen" gibt es jetzt, 14 Tage nach Baumanns Verhaftung, in der Bundesrepublik nur bei den Geheimdiensten. Klaus Kinkel weiß genau, was los ist.
Es vergeht einige Zeit, bis sich die DDR in Gestalt des Rechtsanwalts Vogel meldet. Im Januar 1980 - Winfried Baumann hat noch ein halbes Jahr zu leben - läßt Vogel in West-Berlin das Innerdeutsche Ministerium wissen, daß gegen Baumann ein Verfahren wegen Spionage vorbereitet wird.
Mit mangelnden Informationen kann sich Klaus Kinkel nicht herausreden. Einen Monat später schreibt Vogel erneut, diesmal mit alarmierenden Worten. Es gehe im Fall Baumann um "ausnehmend gravierende Vorwürfe", von "außerordentlichem Umfang" der Anklage ist die Rede.
Kurz darauf zieht sich das Anwaltsbüro Vogel und Partner aus dem Fall Baumann zurück. Drei Monate vor dem Todesurteil erlischt die Vollmacht, Baumann zu verteidigen. Für Eingeweihte ist damit klar, daß der ehemalige Fregattenkapitän des Todes ist. Vogel, der angebliche Anwalt der Menschlichkeit, _(* Während seines Prozesses im Juni 1980 ) _(mit seinem Verteidiger Wolfgang Vogel ) _((r.) und Vogel-Sozius Dieter Starkulla. ) darf nicht mit derartigen Häßlichkeiten in Verbindung gebracht werden.
Wenn ein ehemaliger Offizier der Nationalen Volksarmee bei der Spionage erwischt wird, kann das nach den Gesetzen der DDR nur die Todesstrafe bedeuten. Doch der BND rührt sich nicht. Keinerlei Gesten oder Andeutungen, daß man gewillt ist, für Baumanns Leben einen "Patrioten" oder auch mehrere rauszurücken. Klaus Kinkel schweigt.
Vielleicht ist er allzu neu im Geschäft. Vielleicht beschwichtigen ihn die hartgesottenen BND-Profis, so schlimm werde es schon nicht werden. Liegt es nicht schon Jahre zurück, daß die DDR-Führung zum letzten Mal einen Spion - den BND-Agenten Egon Glombik - hat hinrichten lassen?
Damals war Erich Honecker noch nicht lange im Amt. Seither bemüht sich der DDR-Chef krampfhaft um internationale Reputation. Warum also sollte er gerade diese gescheiterte Existenz, den Alkoholiker Baumann, hinrichten lassen?
Winfried Baumann ist in einem jämmerlichen Zustand. Der Alkohol fehlt ihm. Die Dämonen jagen durch seine Zelle. Er hat Halluzinationen und Entzugserscheinungen. Er wird ins Krankenhaus gebracht. Der "untere Leberrand ist höckrig, derb und zwei Querfinger unter dem rechten Rippenbogen tastbar". Aber nach 14 Tagen Behandlung zeigt sich, daß der Fregattenkapitän ein zäher Bursche ist. Abgesehen von der Säuferleber fehlt ihm eigentlich nichts, stellt später der Humboldt-Professor Ochernal fest, den das Militärgericht mit einem psychiatrischen Gutachten beauftragt.
Die Stasi-Vernehmer quetschen Baumann monatelang nach jedem Detail aus. Er weicht kaum aus, beschönigt nur selten etwas. Er scheint sich für sein Schicksal kaum zu interessieren: "Ob ich aus der Haft entlassen werde, lebenslänglich oder die Todesstrafe kriege, für mich ändert das an meinem Leben nichts mehr."
Baumann hat nichts mehr zu verlieren. In seiner soldatisch-geordneten Schrift schreibt er Gedanken und Rückbesinnungen auf. Er will sich, der Stasi und seinen Richtern erklären, wieso er "gesellschaftlich-politisch" aus der Bahn geraten ist.
Es müsse sich doch nicht ausschließen, schreibt er, daß er einerseits "aktiv und überzeugt an der Schaffung der Mauer mitgewirkt habe" und andererseits mit "hohen sowjetischen Offizieren über weiterführende politische Maßnahmen" diskutiert hätte, "die ihre Notwendigkeit in dieser Form überflüssig gemacht hätten".
Unerschrocken mokiert er sich über den "hohen ökonomischen und personellen Aufwand" für die Mauer, "ihre optisch und emotionale Mißwirkung, die wohl unbestritten ist". Und er schreibt seine Träume von der großen, sozialistischen DDR auf, die mit "Schlesien, Pommern, Ostpreußen eine Bevölkerung von vielleicht 35 bis 40 Millionen Menschen hätte". Dann könnte die DDR, besser ausgestattet mit "Rohstoffen, in der Schwer- und Leichtindustrie und auch der Landwirtschaft" den Westdeutschen mit offenem Visier und ohne Mauer gegenübertreten.
In den Wodkanächten mit den russischen Freunden, das machen die Texte deutlich, müssen Hitler und Stalin auferstanden sein. Die Phantasien drehen sich um ein Osteuropa, das, geführt von DDR und Russen, die Weltrevolution in Schwung bringt. Daran gemessen, muß _(* Mit Rechtsanwalt Vogel, zweite von ) _(rechts: Vogels Ehefrau. ) dem Fregattenkapitän die Realität allzu banal erschienen sein.
Oder statt der Weltrevolution vielleicht doch lieber mit "Christel" in den Westen? "Ständiges Schwanken, ja und nein zum Leben, zum Leben auch in der DDR oder der BRD, das Ganze vernebelt durch Alkohol, Angst, am Ende völlige Zerrüttung", schreibt er im Januar 1980 - zu jenem Zeitpunkt, als Rechtsanwalt Vogel die westdeutschen Behörden vom bevorstehenden Verfahren informiert.
Nach den Gesetzen der DDR wird Winfried Baumann ein korrekter Prozeß gemacht, allerdings ein kurzer Prozeß. Nach drei Tagen Verhandlung verfährt der Militär-Staatsanwalt Oberst Heinz Kadgien so, wie es vorher mit Erich Honecker besprochen ist: Er beantragt die Todesstrafe.
Baumann darf ein Schlußwort sprechen. Der Protokollführer, ein Fähnrich, hält es handschriftlich in Stichworten fest: "Mir fehlt jeder Habitus, mich heldisch geben zu wollen, weil bei dem Sterben jedes Ziel fehlt. Suizidentscheidung vor 10 Jahren war für mich nicht möglich. Heute bin ich froh darüber. Verhaftung von Petrelli bewegt mich sehr" und dann: "Ich bitte um die Gnade, mir die Möglichkeit zu geben, zu sterben. Haft wäre für mich unerträglich. Folgen Sie dem Antrag des Staatsanwalts."
Am 9. Juli 1980 wird Baumann zum Tode verurteilt. Was innerhalb der darauffolgenden Woche geschieht, beschäftigt noch heute, zwölf Jahre später, die inzwischen gesamtdeutsche Staatsanwaltschaft. Gegen die "Verantwortlichen des Ministeriums für Staatssicherheit", gemeint ist vor allem Erich Mielke, wird wegen Totschlags ermittelt.
Denn beim Tod des "Roten Admirals" sind offenkundig die Gesetze der DDR verletzt worden. Vor jeder Hinrichtung mußte zunächst ein Gnadengesuch vom Staatsratsvorsitzenden abgelehnt werden. Erich Honecker aber, das legen die Ermittlungen bislang nahe, ist möglicherweise überhaupt nicht gefragt worden. Vielmehr findet sich auf dem Todesurteil in der Handschrift Erich Mielkes die Anweisung: "Nach Zustimmung ist entsprechend des ergangenen Urteils der Vorgang abzuschließen."
Von Erich Mielke ist eine Rede überliefert, die er ein paar Jahre später vor seinen Führungsoffizieren hält. Der Chef sinniert über Verräter in den eigenen Reihen. "Wenn wir mal einen Schuft unter uns haben, dann kurzen Prozeß. Das ganze Geschwafel von wegen nicht hinrichten und nicht Todesurteil - alles Käse, Genossen. Hinrichten, wenn nötig auch ohne Todesurteil."
Bei Mielke liegen Ende der siebziger Jahre die Nerven bloß. Der allmächtige Sicherheits-Chef und seine Mitarbeiter, als Schild und Schwert der Partei auf einen makellosen Ruf angewiesen, sind ins Gerede gekommen. Stiller ist abgehauen, der Stasi-Major Gert Trebeljahr hat sich dem Feind angeboten und nun Baumann. Der ehemalige Fregattenkapitän gehörte zum inneren Zirkel und kann allerlei Geschichten, auch über Erich Mielke, erzählen.
Das muß die Stimmung gewesen sein, als Winfried Baumann, sozusagen auf dem kleinen Dienstweg, vom Leben zum Tode gebracht wird. Das Gnadengesuch, das Honecker hätte ablehnen müssen, wird nie gefunden. Stasi-Offiziere und DDR-Insider der Baumann-Geschichte können sich allerdings nicht vorstellen, daß Mielke den ehemaligen Fregattenkapitän ohne Honeckers Wissen hinrichten läßt.
Am 18. Juli 1980 jedenfalls, neun Tage nach dem Todesurteil, muß Winfried Baumann im Morgengrauen in den grauen, fensterlosen Transporter steigen. Der Barkas B 1000 fährt in Hohenschönhausen vom Hof und erreicht gegen sechs Uhr in der Früh in Leipzig die Kästnerstraße. Unter strengster Geheimhaltung findet hier die "Strafverwirklichung" statt.
Baumann wird in einen Raum gebracht, der in ein weiteres Zimmer führt. Er ist an den Händen gefesselt. Zwei Gefängniswärter führen ihn. Als sich die Tür öffnet und der Todeskandidat nach vorn blickt, tritt der Henker, Major Hermann Lorenz, hinter ihn und schießt aus kürzester Entfernung mit einer schallgedämpften P 38 in den Hinterkopf.
Ein Arzt stellt den Tod fest. Baumann wird in einen Sarg gelegt, auf dem ein Schild "Anatomie" klebt. Der Sarg stammt aus der Universität. Die hingerichteten Opfer der DDR-Justiz werden stets als "Restmaterial" der medizinischen Fakultät getarnt.
Zwei Männer fahren den Sarg zum Krematorium. Baumanns Leichnam wird eingeäschert. Sechs Wochen später, am 28. August, wird die Urne auf dem Leipziger Südfriedhof im Grab Nr. 112, Reihe 6, VIII. Abteilung, beigesetzt. Es ist ein namenloses Urnengrab.
Winfried Baumann ist tot. In seinem eigenen Verständnis ist er schon zehn Jahre früher gestorben. Nach dem Ende der sechziger Jahre, so sah er es, hat er nur noch vegetiert. Vielleicht war damals bereits auch die DDR, sein Staat, dem Hirntod erlegen und hatte die folgenden Jahre nur noch an Maschinen hängend ihr Dasein gefristet.
Die Nachricht von Baumanns Tod, in der DDR bis zum Fall der Mauer strikt geheimgehalten, dringt im Jahr darauf nach draußen. 1981 steht der tote Baumann in den Akten des Innerdeutschen Ministeriums. Und damit, spätestens, weiß es nun auch BND-Chef Klaus Kinkel.
In das Mitgefühl mischt sich die Wut über das eigene Versagen. Der intelligente Jurist, von seinem wachen politischen Instinkt bislang so sicher nach oben geleitet, hat sich im Gestrüpp der Geheimdienste verheddert. Das Gefühl der Scham, gepaart mit seinem Ehrgeiz, treiben Kinkel künftig voran, um zu retten, was zu retten ist.
Das sind Christa-Karin Schumann und Horst Hering. Baumanns Gefährtin ist zu 15 Jahren verurteilt. Der Doppelagent soll seinen Verrat sogar lebenslänglich büßen.
Kinkel setzt alles daran, die beiden möglichst bald auszutauschen. Bei dem regen Spionage-Treiben in Ost und West bietet sich auch bald eine Gelegenheit.
Für Winfried Baumann ist es zu spät. Aber nur zehn Tage nach seiner Hinrichtung verhaftet der südafrikanische Geheimdienst National Intelligence Service den sowjetischen KGB-Major Alexej Koslow.
Der Sowjet-Spion ist ein Agent der ersten Garnitur. Amerikaner und Israelis melden sich, um im Austausch für Koslow eigene Leute zu befreien. Zeitweilig ist geplant, den sowjetischen Bürgerrechtler Anatolij Schtscharanski in den Westen zu holen.
Die Südafrikaner aber möchten dem BND etwas Gutes tun. Die Deutschen haben die entscheidenden Tips zur Verhaftung Koslows gegeben. Klaus Kinkel persönlich setzt sich ins Flugzeug. Am Ende wird er dreimal nach Südafrika geflogen sein, um dem Premierminister Piet Botha sein Anliegen vorzutragen: Christa Schumann und Horst Hering.
Die Ärztin ist inzwischen ein öffentlicher Fall. Ihr Bruder, der Heidelberger Medizinprofessor Klaus-Dieter Thomitzek, kämpft lautstark und auch öffentlich für die Befreiung seiner Schwester. Mit einem Pappschild demonstrieren er und seine Frau Ruth in Berlin am Checkpoint Charlie. Gleichzeitig ist die CSU alarmiert. Bei den stillen Treffs zwischen Franz Josef Strauß und Alexander Schalck-Golodkowski geht es auch um das Schicksal der Baumann-Gefährtin.
Aber die Stasi-Oberen um Erich Mielke blockieren einen Austausch der Ärztin. Sie weiß zuviel. Schließlich hat Baumann ihr damals, als seine Herzbeschwerden ihn in Todesangst versetzten, die Namen der 22 DDR-Agenten in der Bundesrepublik genannt. Selbst wenn sie den Zettel zerrissen hat, als es Baumann besser ging: Wer weiß, was sie behalten hat, und wer weiß vor allem, was Baumann ihr noch alles erzählt hat? Es wird noch Jahre dauern, bis Christa Schumann die DDR verlassen darf.
Horst Hering hingegen hat Glück. Aus "lebenslänglich" werden drei Jahre. Im Mai 1982 steigt die Austauschaktion in Herleshausen (siehe Kasten).
Die Südafrikaner fliegen Koslow nach Frankfurt. Von dort bringt ihn ein Hubschrauber an die DDR-Grenze. Dort wartet bereits der unvermeidliche Anwalt Vogel und sein Chauffeur. Der Fahrer, der Vogel stets bei derlei Aktionen chauffiert, ist gar kein Fahrer, sondern ein inzwischen verstorbener hoher Stasi-Offizier namens Heinz Volpert.
Mit 63 Jahren hört Horst Hering endlich auf, zwischen den Welten zu wandern. Mit dem Job beim Bayernkurier wird es allerdings nichts. Der Freistaat entschädigt den gebürtigen Sachsen, der heute verbittert in einem winzigen Häuschen am Chiemsee wohnt, mit 8000 Mark.
Es dauert noch fünf Jahre, bis auch Christa Schumann frei ist. 1987 darf Honecker endlich Bonn besuchen. Die Gefährtin von Winfried Baumann ist eines der Gastgeschenke. Die Stasi möchte Frau Schumann zwar immer noch behalten. Aber Honecker setzt sich durch. Der Preis für Frau Schumann, deren Geschichte zu diesem Zeitpunkt in der Bundesrepublik kaum jemand kennt, ist ein prominenter Spion. Manfred Rotsch hat für den KGB in der Münchner Rüstungsfirma MBB das Innenleben des Tornado ausgeforscht. Wieder treffen sich die Human-Händler aus Ost und West in Herleshausen. Frau Schumann zieht nach Heidelberg zu ihrem Bruder, wo sie seither als Hals-Nasen-Ohren-Ärztin praktiziert.
Klaus Kinkel hat erreicht, was er nach seinem schrecklichen Irrtum noch erreichen konnte. Doch Winfried Baumann wird er nicht los. Vor dem Honecker-Besuch ist die DDR bemüht, alle möglichen Ärgernisse aus dem Weg zu räumen.
Dazu gehört auch der "Rote Admiral". Da nicht auszuschließen ist, daß Honecker die Hinrichtung angelastet wird und damit das entspannte Weltniveau während der Visite in Frage steht, ist wieder mal Wolfgang Vogel unterwegs. Der Rechtsanwalt läßt in Bonn diskret, aber unüberhörbar verlauten, daß die Bundesrepublik Baumann hätte retten können - wenn sich der BND zu seinem Agenten bekannt hätte.
Da hat Vogel zwar recht, aber in diesem Fall möchte das offizielle Bonn davon nichts wissen. Rasch wird im Innerdeutschen Ministerium eine Nacherzählung der Baumann-Geschichte aufbereitet. Ergebnis: Man hat sich nichts vorzuwerfen. Es bleibt bei der Lesart von den unglücklichen Umständen.
Als die Mauer fällt, versucht Klaus Kinkel, die Vergangenheit in einer eigentümlichen Doppelstrategie zu bewältigen. Einerseits beharrt der Karrierist in ihm darauf, an Baumanns Tod keinerlei Schuld zu haben. Andererseits treibt ihn sein schlechtes Gewissen, herauszufinden, wie es wirklich war.
Er schreibt Briefe über Briefe, bemüht sich um Baumanns Tochter und feuert die Berliner Justizsenatorin Jutta Limbach mit Fahndungshinweisen an. In Kinkels Verständnis ist Erich Mielke der Bösewicht, der damals, ganz gegen alle Erwartung, das Todesurteil hat vollstrecken lassen.
Bald weiß Kinkel, wie alles war. Schon lange vor dem 3. Oktober 1990 fahndet er persönlich nach den Baumann-Akten.
Zu dieser Zeit schleppen die Westdeutschen nach Kräften geheime Akten aus der DDR. Da ist der Ministerialdirigent Eckart Werthebach, der im Auftrage seines Ministers Wolfgang Schäuble die Akten der Stasi durchforstet. Es gilt, die heiklen Fälle zu sortieren. In Gestalt des Stasi-Generalmajors Edgar Braun, der rechtzeitig zu den Siegern übergelaufen ist, hat Werthebach einen kundigen Pfadfinder in dem Stasi-Wust.
Während vorn die Bürgerkomitees wachen, schleppen Werthebachs Helfer hinten die Akten heraus. Der Ministerialdirigent erledigt seine Aufgabe zur vollen Zufriedenheit seines Bonner Dienstherren. Anschließend wird er zum Präsidenten des Verfassungsschutzes befördert.
Klaus Kinkel ist Staatssekretär im Justizministerium und hat die Form zu wahren. Er bittet den letzten DDR-Generalstaatsanwalt Günther Seidel, die Akten zu besorgen. Alles liegt bereit, als sich der Staatssekretär am 4. Oktober, sozusagen in seiner ersten gesamtdeutschen Amtshandlung, in die Geschichte des Fregattenkapitäns Baumann vertieft.
In den Papieren findet er nichts Ehrenrühriges, das der weiteren Karriere entgegenstehen könnte. Es ist ganz einfach die Geschichte vom Untergang eines Staates, dargestellt in der Person Winfried Baumanns. Klaus Kinkel hat ihn nie gesehen und gesprochen. Er gehört zu den Siegern, und das Leben geht weiter. *VITA-KASTEN-2 *ÜBERSCHRIFT:
Ein neues Leben *
im Westen will Winfried Baumann, wegen seines Alkoholkonsums entlassener DDR-Geheimdienstoffizier, mit seiner Freundin, der Ärztin Christa Schumann, beginnen. Der Bundesnachrichtendienst (BND), dessen Chef Klaus Kinkel sich des Falles persönlich angenommen hat, soll die Flucht arrangieren. Der BND schickt einen Fluchthelfer, Horst Hering, nach Budapest. Der findet nur Frau Schumann mit ihren Kindern vor. Baumann hat im letzten Augenblick Skrupel bekommen und ist in Ost-Berlin geblieben. Der BND-Gesandte Hering warnt Frau Schumann, allein zu fliehen: Das wäre Baumanns Todesurteil.
* In den sechziger Jahren während eines Urlaubs in der Sowjetunion. * Für ein Foto demonstriert Lorenz, der inzwischen im Rollstuhl sitzt, wie er geschossen hat. Die Waffe ist nicht die Pistole, die er bei den Hinrichtungen benutzte. * Während seines Prozesses im Juni 1980 mit seinem Verteidiger Wolfgang Vogel (r.) und Vogel-Sozius Dieter Starkulla. * Mit Rechtsanwalt Vogel, zweite von rechts: Vogels Ehefrau.
Von Joachim Preuß und Georg Mascolo

DER SPIEGEL 47/1992
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