30.12.1991

Matuschka bleiben nur noch Visionen

Die angeschlagene Matuschka-Gruppe mit Sitz in München soll möglicherweise verkauft werden. Albrecht Graf Matuschka und Mitgesellschafter haben den Hamburger Wirtschaftsprüfer Otto Gellert mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt. Hohe Wertberichtigungen bei Aktien und Wertpapieren sowie das verlustreiche Engagement beim Maschinenbau-Unternehmen Leifeld hatten den größten selbständigen deutschen Anbieter von Finanzdienstleistungen in Schwierigkeiten gebracht. Matuschkas Geldgeber und Partner, darunter internationale Finanzkonzerne wie Japans Nomura, die französische Suez-Gruppe oder General Electric, verzichten auf Gellerts Drängen auf die Rückzahlung von 50 Millionen Mark Darlehen. Ein Großteil des aufgeblähten Apparates mit 450 hochbezahlten Managern wird entlassen. Der Graf wendet sich bereits neuen Aufgaben zu: Der ideenreiche Unternehmer will eine Gesellschaft gründen, die Visionen und Strategien entwickelt - zum Beispiel, wie die bedrohten Regenwälder durch internationale Finanzkonsortien zu retten sind.

DER SPIEGEL 1/1992
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