30.12.1991

Russen brauchen Schiffsmotoren

Der Ausfall ostdeutscher Lieferanten bringt die Russen zunehmend in Bedrängnis. Schwierigkeiten drohen jetzt den Binnenschiffahrts- und Fischereiflotten der ehemaligen Sowjetunion. Mehr als die Hälfte ihrer Schiffsmotoren werden bei der Magdeburger Firma SKL produziert. Trotz des immensen Bedarfs an Dieselaggregaten und Ersatzteilen stockt der Ostexport, weil die Russen Finanzierungsschwierigkeiten haben. Falls der notwendige Austausch von Motoren und die Reparaturen nicht noch in diesem Winter - traditionell bei im Eis eingefrorenen Schiffen - durchgeführt werden, droht im Frühjahr der Ausfall eines großen Teils der Flotte. Damit wäre nicht nur der Fischfang, sondern auch die Versorgung mehrerer hunderttausend Menschen in den Städten an der russischen Eismeerküste gefährdet. Russische Reedereien und die vom Export abhängige SKL drängen deshalb auf eine staatliche Zwischenfinanzierung für die Motoren-Lieferungen.

DER SPIEGEL 1/1992
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