04.04.1994

SüdafrikaMillionen für Inkatha

Die Inkatha-Bewegung des südafrikanischen Zulu-Chefs Mangosuthu Buthelezi wird seit Jahren mit deutschen Steuergeldern unterstützt. Allein die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung finanziert das "Inkatha Resource and Information Centre" mit insgesamt sechs Millionen Mark. Das Geld stammt aus dem Haushalt des Bonner Entwicklungsministeriums und soll, so Staatssekretär Wighard Härdtl, "zu einem erfolgreichen demokratischen Wandel in Südafrika beitragen, vor allem die Dialogbereitschaft der südafrikanischen Parteien fördern". Das Ministerium fördert etliche Entwicklungshilfeprojekte über parteinahe Stiftungen. Tatsächlich versuchen die Anhänger Buthelezis, die ersten freien Wahlen in dem früheren Apartheidstaat mit allen Mitteln zu verhindern, und drohen die Abspaltung ihres Stammesgebietes an. "So finanzieren wir den Bürgerkrieg mit", empört sich Hans Wallow, Entwicklungshilfe-Experte der SPD.

DER SPIEGEL 14/1994
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Südafrika:
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