28.09.1992

Eklat ohne Beispiel

Eine im öffentlich-rechtlichen Rundfunk beispiellose Auseinandersetzung wird voraussichtlich in dieser Woche mit der Abwahl des Deutschlandfunk (DLF)-Intendanten Edmund Gruber enden. Der im Kölner Sender schwärende Konflikt war vorige Woche eskaliert, nachdem der SPIEGEL über die Kritik führender Rundfunkratsmitglieder an Amtsführung und Geschäftspraktiken Grubers berichtet hatte. Der kündigte inzwischen Strafanzeigen gegen den Vorsitzenden des Rundfunkrats und bayerischen Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) sowie gegen den schleswigholsteinischen CDU-Landesvorsitzenden Ottfried Hennig an. Gruber warf in einem persönlichen Brief Zehetmair vor, mit "perfiden Anspielungen und wiederholten Hinweisen auf Gerüchte . . . Öl ins Feuer gegossen" zu haben. Einen ähnlichen Brief erhielt der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Hennig. Am Dienstag werden sich die Aufsichtsratsgremien vermutlich auf einen Nachfolger für Gruber verständigen. Favoriten sind DLF-Programmdirektor Dettmar Cramer und der technische Direktor Helmut Haunreiter.

DER SPIEGEL 40/1992
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