05.07.1993

PolizeiFreund und Hüter

Der Alkoholismus bei der Polizei steigt. Eine Untersuchung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ergab, daß vermutlich rund fünf Prozent der Beamten alkoholkrank oder -gefährdet sind. Zum Kampf gegen die Trunksucht sind in Großstädten wie Berlin und Köln bereits meist freiwillige Helfer im Einsatz, um trinkende Kollegen zur Entziehungskur zu bewegen. Der hessische GdP-Vorsitzende Hansgeorg Koppmann hat jetzt erstmals die Einstellung eines Suchtberaters durchgesetzt, der direkt dem Frankfurter Polizeipräsidenten unterstellt ist. Es sei höchste Zeit, meint Koppmann, das heikle Thema, das jahrelang "unter den Teppich gekehrt wurde, zu beackern". Der Gewerkschafter sieht die Gefahr, daß ein betrunkener Polizist seine Pistole mißbraucht. Auch die GdP-Zentrale in Hilden reagierte auf das Promille-Problem: Sie verhängte ein Alkoholverbot in ihren Geschäftsräumen.

DER SPIEGEL 27/1993
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