05.07.1993

Privatisieren die Europäer zuviel?

Über 170 Milliarden Mark sollen internationale Anleger für den Kauf von Aktien westeuropäischer Unternehmen lockermachen, die bislang noch in Staatshand sind. So hoch ist der geschätzte Gesamtwert aller Staatsunternehmen, die nach den Plänen der Regierungen in Westeuropa in den nächsten Jahren privatisiert werden sollen. Wertvollster dieser Staatsbetriebe ist die Deutsche Telekom; sie soll von 1996 an teilprivatisiert werden (erwarteter Verkaufserlös für 50 Prozent: 25 bis 30 Milliarden Mark). In Italien und Frankreich, den Ländern mit traditionell starkem Staatssektor, stehen jeweils mehr als ein Dutzend staatseigener Großunternehmen zur Privatisierung an - darunter vor allem Banken, Versicherungen, Energie- und Stahlkonzerne. Investmentbanker warnen nun, daß die Finanzmärkte überlastet werden, wenn die Regierungen ihre Verkaufsaktionen ohne einen aufeinander abgestimmten Privatisierungs-Fahrplan starten.

DER SPIEGEL 27/1993
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