05.07.1993

Malaysia fliegt MiG-29

Als erstes Mitglied der südostasiatischen Staatengruppe Asean erwirbt Malaysia Kampfflugzeuge aus Rußland: 18 Jäger vom Typ MiG-29, die veraltete amerikanische F-5E-Maschinen ablösen sollen. Zugleich hat der malaysische Verteidigungsminister Najib Tun Razak in Kuala Lumpur angekündigt, auch 8 F/A-18-Kampfjets des amerikanischen Herstellers McDonnell Douglas beschaffen zu wollen - ein Großeinkauf bei den beiden Supermächten, der das wirtschaftlich erstarkte Malaysia 800 Millionen Dollar kostet. Der Zuschlag für die russischen Maschinen begründet Najib mit einer Lieferzeit von nur zwölf Monaten und einem günstigeren Bezahlungsmodus, zum Teil mit Rohstoffen wie Palmöl. Malaysia rüstet deshalb so stark auf, weil es Ansprüche auf die Spratly-Inseln angemeldet hat. Die Felseneilande im Südchinesischen Meer werden wegen eines vermuteten Ölreichtums von China und Vietnam sowie teilweise von Taiwan, Brunei und den Philippinen reklamiert.

DER SPIEGEL 27/1993
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