05.07.1993

MODERNES LEBENOuting für Unterwäsche

Madonna begriff es als erste: In Schnürmiedern und Tournüren, Strumpfhaltern und Bustiers profilierte sie sich öffentlich als Stripperin. Und dank der raffinierten Boudoirmodelle des französischen Modemachers Jean-Paul Gaultier setzte sich die Unterwäsche als Oberbekleidung auch bei weniger exaltierten Naturen durch. So neu aber ist dieser sogenannte Outerwear-Trend nicht, wie jetzt eine Ausstellung des New Yorker Metropolitan Museum zeigt (bis 8. August). Vom gemiederten Empire-Gewand über Yves Saint Laurents Korsettkleider bis hin zum Chanel-Feinripp-Hemd von Karl Lagerfeld präsentiert die Schau (Titel: "Infra-Apparel") die Mehrzweckfunktion von Dessous. Dabei hatte der Kurator Richard Martin nicht nur die Chemise der Damenwelt im Blick: Eine Modellpuppe beispielsweise trägt schwarze Gaultier-Shorts mit Frontschnürung. "Die habe ich im Kaufhaus erworben", begeistert sich Martin, "und zwar im Ausverkauf."

DER SPIEGEL 27/1993
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