19.07.1993

BrasilienSchüler-Pornos in Sao Paulo

Die verschärften Gesetze gegen Kinderpornographie in Deutschland und den Niederlanden haben die Gier der Pornofilmhersteller auf ein neues Ziel gerichtet: Sao Paulo. Südamerikas Metropole (etwa 18 Millionen Einwohner) ist für die Mafia des Kindersex wegen der hellhäutigen Bevölkerungsmehrheit interessant. Wie die Polizei herausfand, verdienen so manche Teenager bei Pornofilmen nach Schulschluß ein zusätzliches Taschengeld. Bei einer Razzia in einem Fotostudio im Stadtzentrum wurden mehr als 100 Videobänder beschlagnahmt. Die Filme waren zum Stückpreis von 5000 Dollar an europäische Verteiler verkauft und per Kopien auf den dortigen Video-Fleischmarkt geschleust worden. Ein Pornofilmemacher, den die Polizei verhaftete, war auch Kunsterzieher an einer Eliteschule.

DER SPIEGEL 29/1993
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