19.07.1993

ÖkologieLästige Nagetiere

Vor 65 Jahren importierte der amerikanische Multimillionär E. A. McIlhenny ein Dutzend Nutrias aus Argentinien und sperrte sie in einen Käfig auf seinem Landsitz auf einer Insel vor der Küste des US-Staates Louisiana. Bei einem Hurrikan, so wird erzählt, kamen die Tiere frei. Während der sechziger und siebziger Jahre waren die Nachkommen der Importtiere eine gute Einkommensquelle für die Trapper in Louisiana. Jedes Jahr erlegten sie etwa eine Million Nutrias und verkauften die Felle für je 20 Dollar. Seit ein Nutriafell nur noch 2 Dollar einbringt, haben die Trapper jegliches Interesse verloren. Millionen der großen Nager richten nun schwere Schäden in den Sumpfgebieten des Küstenstaates an.

DER SPIEGEL 29/1993
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