16.11.1992

Soldatentod in Israel

Eine Unfallserie in den Streitkräften schreckt die Israelis auf. Seit Anfang des Jahres kamen 32 Soldaten bei vermeidbaren Zwischenfällen ums Leben: So starben fünf Wehrpflichtige Anfang November während eines Manövers im Negev, als eine Rakete mitten in eine Gruppe von Soldaten einschlug; im Mai verdursteten zwei Infanteristen bei einer schlecht geplanten Wüstenübung. Ministerpräsident Jizchak Rabin rügte den Leichtsinn und befürchtet eine Disziplinkrise in der Armee. Tatsächlich lag die Zahl der Opfer wohl noch höher, doch die Militärzensur verbot genaue Veröffentlichungen. Erst jetzt wurde bekannt, daß seit 1979 während ihres Militär- oder Reservedienstes 1002 israelische Soldaten starben; 277 kamen durch Auto-, 169 durch andere Unfälle um. Die häufigste Todesursache (370 Fälle) war Selbstmord.

DER SPIEGEL 47/1992
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