16.11.1992

Wende-Komödie aus Anklam

Das Theater von Anklam im hintersten Vorpommern genoß einst einen gewissen Ruhm als Strafkolonie für unliebsame DDR-Avantgardisten. Einen Abglanz davon bewahrt die Filmkomödie mit dem scheinheiligen Titel "Stilles Land", die in Ost-Kinos schon läuft und jetzt auch in West-Kinos kommt. Der Regisseur Andreas Dresen und seine Koautorin Laila Stieler, beide noch nicht 30 Jahre alt, erzählen von einem Berliner Jung-Genie, das in Anklam im Wende-Herbst 1989 "Warten auf Godot" zu inszenieren und laufend dem Gang der politischen Dinge anzupassen versucht. Daraus wird eine stillvergnügt spöttische, auch wehmütige Theatermenschen-Komödie: Es leuchtet darin die Erinnerung an das letzte Stündchen Utopie vor dem Untergang.

DER SPIEGEL 47/1992
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