30.11.1992

Bayern hilft Fürstin Gloria

Der Freistaat Bayern hilft der bedrängten Millionenerbin Gloria von Thurn und Taxis aus der Klemme. Die Ehefrau des 1990 verstorbenen Johannes Fürst von Thurn und Taxis muß für den Nachlaß ihres Mannes rund 50 Millionen Mark Steuern zahlen. Das Barvermögen des hochverschuldeten Herrschaftshauses reicht dafür bei weitem nicht aus. Die Fürstin mußte deshalb bereits bei einer Auktion in Genf für rund 22 Millionen Mark wertvolle Schmuckstücke und Einrichtungsgegenstände verkaufen. Bei der verbleibenden Steuerschuld zeigt sich die Landesregierung des Max Streibl großzügig. Nach einem Beschluß des Kultusministers darf Gloria einen Teil begleichen, indem sie bayerischen Museen rund 100 Möbel und Kunstgegenstände vermacht. Was dann noch fehlt, kann sie mit Büchern aus der hauseigenen Bibliothek abstottern. Branchenkenner vermuten, daß Gloria nach der Entscheidung der Staatsregierung zwei weitere, für den nächsten Sommer geplante Auktionen absagt. Bei den Versteigerungen wollte die Witwe auch Raritäten aus dem Weinkeller feilbieten.

DER SPIEGEL 49/1992
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 49/1992
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Bayern hilft Fürstin Gloria

  • Ex-US-Botschafterin über Trump: "Das passiert halt in sozialen Netzwerken"
  • Airline testet Ultralangstreckenflug: Stretchen nicht vergessen!
  • Dreidimensionales Bild: Ein Hologramm zum Anfassen
  • Emotionaler Hoeneß-Abschied: "Dieser Tanker muss geradeaus fahren"