07.12.1992

Frühwarnung vor Grippe

Seit Mitte letzten Monats arbeitet in Deutschland ein "Influenza-Meldesystem", das neue Grippeerreger und durch sie ausgelöste Grippewellen erkennen, die Ärzte laufend darüber informieren und so dazu beitragen soll, besonders gefährdete Personengruppen wie Kinder und alte Menschen durch Impfung rechtzeitig zu schützen. Zunächst melden 200 Praktiker und Kinderärzte wöchentlich die aktuellen Zahlen von vergrippten und hustenden Patienten aus ihrer Praxis an eine Zentrale. Stichprobenartige Laboruntersuchungen sollen helfen, den jeweils gefährlichsten Erreger zu identifizieren. In den nächsten beiden Jahren werden weitere 400 Praxen an das Meldesystem angeschlossen. Ähnliche Meldesysteme gibt es seit längerem in acht europäischen Ländern, darunter Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und die Schweiz. Die in Brüssel ansässige Organisation "Eurosentinel" koordiniert die Daten aus den Arztpraxen der verschiedenen europäischen Länder. Die organisatorischen Kosten tragen vier Impfstoffhersteller, die einzelnen Meldepraxen werden nicht besonders honoriert.

DER SPIEGEL 50/1992
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