30.08.1993

SportmedizinHöhentraining im Schlaf

Eine Art legaler Doping-Methode für Hochleistungssportler hat der Chemotechniker Professor Igor Gamow von der University of Colorado in Boulder entwickelt: eine 2,4 Meter lange, zylinderförmige Schlafröhre aus Kunststoff (Durchmesser: 75 Zentimeter), in der sich die Luftdruckverhältnisse entsprechend einer Höhe zwischen 1500 und 4500 Metern über dem Meeresspiegel simulieren lassen. Schon ein mehrstündiger Aufenthalt in diesen Höhen, so haben nach Gamow französische und japanische Studien bestätigt, stimuliere im menschlichen Organismus die Erzeugung des Hormons Erythropoetin, das wiederum die Produktion roter Blutkörperchen und damit die Aufnahmekapazität des Blutes für Sauerstoff erhöht. Der Vorteil für leistungsbesessene Sportler liege bei der Höhenschlafkammer darin, daß sie den Athleten erlaube, auf Meereshöhe zu trainieren und gleichzeitig den Fitneßvorteil des Aufenthalts in größerer Höhe zu haben. Igor Gamow, Sohn des berühmten Physikers George Gamow (Entwickler der Theorie vom Urknall), will das Gerät für etwa 8000 bis 10 000 Dollar auf den Markt bringen.

DER SPIEGEL 35/1993
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