14.12.1992

Bei Salamander streiten die Chefs

An der Spitze des Schuhkonzerns Salamander ist ein heftiger Streit über den künftigen Firmenkurs entbrannt. Während Vorstandschef Gerhard Wacker das Ostgeschäft stark zurückschrauben möchte, will der Aufsichtsratsvorsitzende Franz Josef Dazert unbedingt an der Schuhproduktion in den Fabriken bei St. Petersburg und in Weißrußland festhalten. Wackers Amtsvorgänger Dazert hatte Mitte der siebziger Jahre der Salamander AG im Osten neue Märkte geschaffen. Die aber drohen nun wegzubrechen. Wacker will deshalb die Zukunft seines Konzerns wieder mehr auf den europäischen Markt ausrichten. Der Streit zwischen Wacker und Dazert hat sich inzwischen zugespitzt. Beide gehen sich aus dem Weg und reden nicht mehr miteinander. Weil der Chefmanager bereits mit Rücktritt gedroht hat, müssen sich nun die Bankenvertreter im Aufsichtsrat mit den Querelen befassen.

DER SPIEGEL 51/1992
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