21.12.1992

Neue Raketen für die „Force de frappe“

Während die großen Nuklearmächte USA und Rußland ihre Vorräte an Atomwaffen abbauen, rüstet Frankreich seine "Force de frappe" auf. Der sozialistische Verteidigungsminister Pierre Joxe hat die Entwicklung einer neuen U-Boot-Rakete M 5 mit sechs nuklearen Sprengköpfen in Auftrag gegeben; sie soll eine Reichweite von 6000 Kilometern haben. Das auf über zwölf Milliarden Mark veranschlagte Projekt könnte allerdings nach den nächsten Parlamentswahlen im Frühjahr schon wieder gestoppt werden, wenn, wie erwartet, die Konservativen nach einem Wahlsieg die Regierung übernehmen. Die gegenwärtige Opposition befürwortet landgestützte, womöglich mobile Abschußrampen. Die USA und Rußland haben dagegen beschlossen, landgestützte Interkontinentalraketen mit Mehrfachsprengköpfen abzuschaffen.

DER SPIEGEL 52/1992
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