21.12.1992

Wenn die Geister rufen

Seit seiner Kindheit, die der Engländer Simon Marsden, hingerissen von Edgar Allan Poes Geschichten des Grauens, in dunklen Gewölben einer Klosterschule verbrachte, hat ihn die Faszination des Spukhaften nicht mehr losgelassen. Als Meister einer "gespenstischen" Fotografie ist Marsden, 44, berühmt geworden. "Im Reich der Geister" heißt nun auch ein skurriler Sammelband mit rund 100 seiner klassischen Aufnahmen, der Schlösser und Burgen, Ruinen und Schluchten, Seen und sagenhafte Landschaften im britischen Mutterland des Spuks ins Bild rückt (Eulen-Verlag; 128 Seiten; 49,80 Mark). Die suggestive Wirkung der Aufnahmen beruht nicht nur auf sorgsamer Motivwahl, sondern vor allem auf Marsdens Fototechnik: Er verwendet Infrarotfilm und ein spezielles Entwicklungsverfahren. Begleittexte erläutern die Legende der vorgeführten Gespensterorte - wie die des stillgelegten Bahnhofs "Bowes Station" in Durham, wo ein Souvenirjäger entsetzensstarr in der Kaminasche einen Totenschädel entdeckt haben soll.

DER SPIEGEL 52/1992
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