21.12.1992

RÜCKSPIEGELZitate, Der SPIEGEL berichtete . . .

Der SPD-Landtagsabgeordnete Heiko Gentzel in einer in der Thüringischen Landeszeitung veröffentlichten Antwort auf den Leserbrief des CDU-Landtagsabgeordneten Werner Ulbrich zum Finanzchaos bei der Landesregierung Thüringen. Diese hat seit Oktober 1991 an den Öffentlichen Dienst doppelte Löhne und Gehälter ausgezahlt (Nr. 47/1992 - PANORAMA - DOPPELT BEZAHLT; Nr. 50/1992 AFFÄREN - WIE BEI BOKASSA)
Der Schuldige im Fall Zeh scheint auch jetzt gefunden. Da steht zunächst der SPIEGEL stellvertretend für die gesamte Presse am Pranger. Da haben es Journalisten (eben nicht nur vom SPIEGEL) gewagt, öffentlich unangenehme Fragen zu stellen. Sofort wird ihnen unterstellt, und das auf eine ganz miese Art und Weise, sie würden nicht sauber recherchieren oder gar die eine oder andere Information kaufen. Auch werden loyale Beamte der Bestechlichkeit beschuldigt. Herr Ulbrich lebt ganz offensichtlich noch in der Vergangenheit. *ÜBERSCHRIFT: Der SPIEGEL berichtete . . . *EINLEITUNG: . . . in Nr.46/1992 - ABSCHIED VOM WANDERVOGEL über die Schwierigkeiten, die den Jugendherbergen im neuen Jahr auf dem europäischen Binnenmarkt drohen. Ohne die gewohnte staatliche Förderung und unter dem Konkurrenzdruck von Billig-Hotels müßte ein Großteil der traditionsbeladenen Herbergen zumachen.
Jetzt hat die Steigenberger Consulting GmbH, eine 100-Prozent-Tochter des Steigenberger-Hotel-Konzerns (44 Häuser, 12 000 Betten), dem Deutschen Jugendherbergswerk angeboten, eine "wettbewerbsgerechte und konzeptionell auszugestaltende deutsche Jugendherbergsstruktur" auszuarbeiten. Den Konzern für gehobenere Ansprüche interessiert vor allem das "weltweit positiv belegte Image der Jugendherbergskultur" und deren "deutsche Ursprungsidee (keine Übernahme aus Amerika oder sonstwoher)". *EINLEITUNG:
. . . in Nr. 37/1992 - SCHALER GE-SCHMACK - über Zweifel an den Ansprüchen der FDP auf das Vermögen der DDR-Blockparteien LDPD und NDPD, die Vereinigung der Parteien im August 1990 sei illegal gewesen.
Am Dienstag voriger Woche beschloß die Unabhängige Kommission DDR-Parteivermögen in Berlin, die FDP habe keinerlei Anspruch auf das Blockpartei-Vermögen, das auf 20 bis 30 Millionen Mark geschätzt wird. Die Vereinigung der Ost-Liberalen mit der Bundes-FDP habe gegen geltendes DDR-Recht verstoßen. So hätte ein Parteitag den Beitritt beschließen müssen.

DER SPIEGEL 52/1992
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