01.08.2015

PersonalienMuslimin im Meer

Wahrscheinlich ist Nasima Akter 18 Jahre alt, eine Geburtsurkunde existiert nicht. Sie surft seit ihrer Kindheit, und sie kann es heute besser als mancher Junge an dem Strand in Bangladesch, der ihr Zuhause geworden ist. Dort, in Cox's Bazar, wo sich einer der längsten natürlichen Sandstrände der Welt befindet, versucht Nasima, die beste Surferin von Bangladesch zu werden, einem Land, in dem Frauen, die schwimmen, geschweige denn surfen, als Huren beschimpft werden. Aus Respekt vor ihrer Religion trägt Nasima im Wasser lange Hosen und langärmelige Oberteile, viel Haut zu zeigen ist undenkbar für die Muslimin, die seit ihrem 16. Lebensjahr verheiratet ist. Ihr Mann kritisiert immer wieder ihre Leidenschaft, verbieten lässt sie sich das Wellenreiten nicht. Inzwischen erfährt Nasima aber auch Zuspruch und Respekt: Mädchen aus der Umgebung kommen zu ihr, um surfen zu lernen. Im Herbst will die kalifornische Filmemacherin Heather Kessinger ihre Dokumentation "The Most Fearless" über Nasimas Leben vorstellen.
Von Ks

DER SPIEGEL 32/2015
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