26.09.2015

Fußball„In einen Rausch gespielt“

Spielerberater Maik Barthel über den Torrekord des FC-Bayern-Profis Robert Lewandowski
SPIEGEL: Wie erklären Sie sich die Leistung Ihres Klienten im Spiel gegen den VfL Wolfsburg?
Barthel: (lacht) Vielleicht hat er VW-Aktien in seinem Depot und war deshalb besonders motiviert.
SPIEGEL: Fünf Tore in neun Minuten – das ist verrückt.
Barthel: Wieso denn? Robert wird fürs Toreschießen bezahlt, er hat seinen Job an dem Abend ordentlich erledigt. Außerdem werden mir in der ganzen Euphorie die hervorragenden Vorlagen seiner Mitspieler viel zu wenig gewürdigt.
SPIEGEL: Hat es für einen Stürmer nicht auch ganz viel mit Glück zu tun, einen solchen Abend zu erwischen?
Barthel: Kein Tor hatte je etwas mit Glück zu tun. Tore sind immer das Ergebnis harter Arbeit. Robert schuftet wie verrückt. Zudem hat er die Gabe, sich in einen Rausch hineinzuspielen.
SPIEGEL: Im Champions-League-Halbfinale 2013 gegen Real Madrid traf Lewandowski viermal, danach schoss sein Marktwert in die Höhe. Gibt es jetzt noch mal eine Steigerung?
Barthel: Da ich mit Anrufen und Mails zu diesem Thema bombardiert werde, kann ich sagen, dass Roberts Popularität durch diese fünf Tore noch einmal deutlich gesteigert wurde. Er wird für Talkshows und Jahresrückblicke angefragt. Dadurch klettert auch sein Marktwert weiter in die Höhe. Robert können sich nur noch ganz wenige Topklubs leisten.
Von Rab

DER SPIEGEL 40/2015
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