24.10.2015

Premier LeagueSelfies für den Boulevard

Warum die Trainer im englischen Fußball "Manager" genannt werden, davon bekam jetzt der Wahlengländer Jürgen Klopp beim FC Liverpool mehr als nur eine Ahnung. In dem Verein der Premier League hat der deutsche Coach einen Stab von rund 40 Fachkräften anzuleiten, darunter Reiseplaner, Scouts und Ärzte. Klopp hat keine Trainerkabine, sondern ein Büro mit eigener Sekretärin. 17 Leute arbeiten allein mit der Mannschaft, darunter ein Entwicklungstrainer nur für die jüngeren Spieler und ein sportwissenschaftlicher Berater von der örtlichen John-Moores-Universität. An Personal fehlen Klopp allenfalls Bodyguards, die ihn vor aufdringlichen Fotografen abschirmen. Die haben inzwischen herausgefunden, wo das Apartment liegt, das der Coach mit Familie und Hund bezogen hat. Auch fiel Klopp auf freundliche junge Damen herein, mit denen er sich in einem Pub und vor einem Restaurant fotografieren ließ. Die Bilder waren später in Zeitungen zu sehen. Klopp-Berater Marc Kosicke, der den Trainer begleitete, fand heraus: Die Frauen ließen sich von Boulevardblättern dafür bezahlen, dass sie Prominente abfangen und vermeintlich private Selfies mit ihnen liefern.
Von Kra

DER SPIEGEL 44/2015
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