24.10.2015

WM 2006Schuld und Schein

Seit einer Woche irrlichtert DFB-Präsident Wolfgang Niersbach durch die Sommermärchen-Affäre. Jetzt wirft ihm sein Vorgänger Theo Zwanziger vor, die Öffentlichkeit zu belügen.
Am Donnerstagmittag um 13 Uhr sitzt Wolfgang Niersbach in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. Es geht in die wichtigste Pressekonferenz seines Lebens, in eine Runde, die über beinahe alles entscheiden wird: seinen Ruf, sein Amt als Präsident, sein Bild in den Geschichtsbüchern des Sports. Und er ist offenbar bereit, dafür alles zu tun: den Journalisten ein Herbstmärchen aufzutischen.
Aber dazu später.
Aschaffenburg, zwei Tage vorher. Um 16.30 Uhr klingelt bei Horst R. Schmidt zu Hause das Telefon. Schmidt saß von Anfang an im deutschen Bewerbungskomitee für die WM 2006. Später war er einer von drei Vizepräsidenten im Organisationskomitee (OK). Ein Insider also in der Frage, was es mit seltsamen Millionenzahlungen im deutschen Komitee auf sich hatte. Am anderen Ende der Leitung: Theo Zwanziger.
Zwei Veteranen des deutschen Sommermärchens. Gemeinsam hatten sie 2005 jene ominösen 6,7 Millionen Euro überweisen lassen, die der Franzose Robert Louis-Dreyfus erhielt. Der hatte das Geld nämlich Jahre zuvor den deutschen WM-Werbern geliehen. Wofür? Die Frage wird Niersbach zwei Tage später in Frankfurt ins Stammeln bringen.
Das Telefonat zwischen Schmidt und Zwanziger dauert am Dienstag etwa eine Viertelstunde, Zwanziger setzt nachher ein Gedächtnisprotokoll auf. Nach ein paar Minuten sagt Schmidt, dass er am Abend vorher lange mit Franz Beckenbauer gesprochen habe. Schmidt will dem Kaiser gesagt haben, man müsse doch jetzt irgendetwas herausgeben, eine Erklärung für die 6,7 Millionen Euro, die der DFB um Niersbach seit Tagen nicht liefern kann.
Schmidt hat auch schon etwas aufgeschrieben: dass Beckenbauer und er im Jahr 2001 mit der Fifa über einen Organisationszuschuss verhandelt hätten, 250 Millionen Schweizer Franken. Dass diese Millionen später auch peu à peu auf dem Konto des Organisationskomitees eingegangen seien. Doch 2004 hätten sie im OK dann erfahren, dass Beckenbauer "Finanzierungskosten" übernommen habe, für 10 Millionen Franken, 6,7 Millionen Euro, damit das große Geld hereinkomme. Und dafür gebe es auch einen Schuldschein des Kaisers. Weil Beckenbauer für seine Arbeit im OK nun mal kein Gehalt oder Honorar bekomme, habe das Gremium dann einstimmig beschlossen, den fraglichen Betrag auszugleichen.
Zwanziger hakt nach: 2001, eine Zahlung von zehn Millionen Franken nach Zürich, damit das deutsche Organisationskomitee im Gegenzug die 250 Millionen Franken bekomme, wie soll denn das gelaufen sein? Na, soll Schmidt gesagt haben, Fifa-Chef Sepp Blatter habe sie an den Katarer Mohamed Bin Hammam verwiesen, Mitglied der Fifa-Finanzkommission.
Mohamed Bin Hammam? Der war bis zu seiner lebenslangen Sperre 2011 einer der größten Strippenzieher des Weltfußballs. Im Juli 2000, als die WM an Deutschland vergeben wurde, war der Katarer der Mann im Fifa-Exekutiv-Komitee, der möglicherweise die Stimmen der anderen drei Asiaten für die Deutschen gesichert hatte.
Laut Gedächtnisprotokoll von Zwanziger geht es im Telefonat darum, wer denn die 6,7 Millionen Euro tatsächlich bekommen habe. Und Schmidt sagt demnach: Bin Hammam. Deshalb müsse in der Stellungnahme auch deutlich gemacht werden, "wer das Geld letztlich erhalten habe, nämlich Bin Hammam". Aber wofür eigentlich zehn Millionen Schweizer Franken? Das wisse man auch nicht.
Und damit zurück nach Frankfurt.
Niersbach beginnt knapp zwei Tage später die Pressekonferenz mit einer Erklä-rung. Er wirkt angespannt, er verhaspelt sich, er arbeitet sich an einem Sprechzettel ab. Einen Tag vorher hat er zehn neue Fragen vom SPIEGEL bekommen, er musste sich entscheiden: Rücktritt oder die Flucht nach vorn. Der Entschluss, sich zu stellen, fällt ganz kurzfristig, noch am selben Morgen; die SPIEGEL-Geschichte soll damit offenbar abgeschossen werden. Und die Fragen des Magazins muss er so auch nicht mehr beantworten.
Seine wichtigste Botschaft zuerst: Das deutsche Sommermärchen 2006 war nicht gekauft. Es gab in der Bewerbung keine schwarze Kasse. Alles war sauber, das Sommermärchen ganz wunderbar. Man merkt, hier würde er gern aufhören.
Aber dann beginnt er mit der Erklärung, was mit den 6,7 Millionen Euro passierte, gut zehn Millionen Schweizer Franken, die vom Franzosen Robert Louis-Dreyfus stammten. Niersbach erzählt die Story von der Provision, die die Fifa von den Deutschen verlangt habe. Ohne Provision kein WM-Zuschuss über 250 Millionen Schweizer Franken. Also habe Dreyfus letztlich für Beckenbauer gezahlt und das Geld an die Fifa geschickt. Und später, 2005, bei der Rückgabe, soll das deutsche WM-Organisationskomitee das Geld an die Fifa überwiesen haben. Wie bitte? Die hatte es doch schon von Louis-Dreyfus bekommen, hatte die Fifa nun zweimal 6,7 Millionen? Da blickt auch Niersbach nicht mehr durch. Und wie das Geld dann von der Fifa an Louis-Dreyfus zurückfloss – leider noch nicht aufgeklärt.
Ein Name fallt dabei nicht. Mohamed Bin Hammam, der Mann, der das Geld, so Schmidt zu Zwanziger, bekam. Wusste Niersbach tatsächlich nicht, welche Rolle Bin Hammam in der Sache offenbar spiel te? War der Name zu klebrig? Klang er zu sehr nach Korruption? Wollte der DFB-Chef ihn deshalb nicht erwähnen, obwohl er doch zu Beginn der Pressekonferenz gesagt hatte, er werde jetzt alles mit Offenheit und Ehrlichkeit beantworten, so weit er das könne? Auf die Frage, wo die zehn Millionen Franken geblieben waren, sagte er ausdrücklich, das wisse er nicht. Kein Bin Hammam, solange Niersbach auchredete.
Die große Entlastungspressekonferenz des Wolfgang Niersbach, die den Druck von ihm und dem DFB nehmen sollte, sie gerät dann zum Fiasko. Schon gleich in der Fragerunde nach der Eröffnungsansprache: Warum einer der reichsten Fußballverbände der Welt dem eigenen Organisationskomitee nicht läppische sieben Millionen Euro ganz offiziell leihen konnte? Tja, für Niersbach schwer zu erklären. Schließlich hatte der Verband den WM-Zuschlag da schon gewonnen, auch jede Bank hätte im Wissen um die künftigen Einnahmen einen Kredit vergeben. Und das erst recht, als das OK im Februar 2002 mit dem Energieriesen EnBW den ersten nationalen Großsponsor mit 13 Millionen Euro Mitgift gewonnen hatte.
Nächste Frage: Warum musste das deutsche WM-Komitee der Fifa überhaupt zehn Millionen Franken zahlen, um später 250 Millionen zurückzubekommen? Auch das weiß Niersbach nicht. Wie auch. Die Fifa, die es wissen müsste, ist nämlich genauso ratlos. Sie erklärt noch am selben Tag, es entspreche "in keinster Weise den Fifa-Standardprozessen und Richtlinien, dass die finanzielle Unterstützung von WM-OK an irgendwelche finanziellen Vorleistungen seitens des jeweiligen OK oder seines Verbandes gekoppelt ist". Gegenüber dem SPIEGEL geht die Fifa noch einen Schritt weiter: "Nach heutigem Kenntnisstand wurde keine derartige Zahlung von 10 Millionen Schweizer Franken bei der Fifa 2002 registriert." Und auch Sepp Blatter lässt Niersbach hart auflaufen: "Der von Herrn Niersbach beschriebene Vorgang ist mir nicht bekannt."
Der DFB kann es schon deshalb nicht besser wissen, weil er mit der Fifa vor seiner Pressekonferenz offenbar nicht gesprochen hatte. Aber mit wem dann? Franz Beckenbauer. Nur mit Franz Beckenbauer, soeben ins Visier der Fifa-Ermittler gerückt. Dem Mann, der in der Causa nun am stärksten belastet ist, der dem SPIEGEL keine Fragen beantwortet und es auf Anraten seines Anwalts vorgezogen hatte, zur Pressekonferenz nicht zu erscheinen.
Kurz nach 15 Uhr der nächste Schlag ins Kontor des DFB. Eine Anwaltskanzlei verbreitet eine "Erklärung von Horst R. Schmidt". Für Niersbach ist sie eine Katastrophe: "Ich habe erstmals im Herbst 2004 durch einen Anruf von Günter Netzer davon erfahren, dass Robert Louis-Dreyfus einen Anspruch gegen das OK des DFB in Höhe von 6,7 Millionen Euro haben soll. Ich hatte hiervon zuvor keine Kenntnis. Zeitnah habe ich die Mitglieder des OK-Präsidiums über diesen Sachverhalt informiert."
Und schon ist sie hin, Niersbachs Mär, er habe erst im Sommer 2015 von dem Vorgang erfahren. Da hilft es wenig, dass Schmidts Version der Vorgänge aus dem Jahr 2002 der von Niersbach ansonsten verblüffend ähnelt.
Es ist eine Farce, Niersbach bleibt jeden Beweis schuldig, sogar den Beweis, dass der Geschichte überhaupt mal nachgegangen wurde. Was aber auch nicht verwundert, wo doch Schmidt zwei Tage vorher noch im Telefonat mit Zwanziger getestet hatte, welche Teile der Wahrheit bei Bedarf noch abgeschraubt und angeschraubt werden konnten. Der Auftritt, er verschafft Niersbach nur Zeit bis zum nächsten Widerspruch, zur nächsten Erinnerungslücke, zum nächsten Angriff.
Und der kommt jetzt.
Am Dienstag dieser Woche meldet sich beim SPIEGEL der Mann, auf den alle gewartet hatten, weil er aus dem amtierenden DFB-Präsidenten einen Expräsidenten machen könnte. Theo Zwanziger. Er sagt, dass er mit dieser Sache nun wirklich nicht angefangen habe. Dass er nicht mal im Bewerbungskomitee saß, damals, im Jahr 2000, als Deutschland die WM 2006 holte. Und die ominösen 6,7 Millionen Euro, die der Franzose Louis-Dreyfus den deutschen Werbern gepumpt hatte? Klar, den Vorgang kennt er, aber er bekam mit der Sache erst zu tun, als das Geld wieder zurück musste.
Deshalb will er jetzt aber auch nicht zusehen, wie sein Name kaputt gemacht wird. Wie man ihn beim DFB immer mehr ins Zentrum der Affäre rückt. Seine Rolle herausstreicht. Auf seine Unterschrift zeigt, mit der das geliehene Geld 2005 zurück an diesen Monsieur Louis-Dreyfus floss.
Es ist der Tag, an dem Theo Zwanziger so weit ist, sich in die Öffentlichkeit zu stellen. Gegen Wolfgang Niersbach, seinen Nachfolger als DFB-Chef. Gegen die großen Namen des deutschen Fußballs, Franz Beckenbauer, Günter Netzer. Gegen die Geschichte vom unbefleckten, unbeschwerten Sommermärchen. Gegen die Schwüre, dass die Millionen eines Louis-Dreyfus rein gar nichts mit einem Stimmenkauf für Deutschland im Fifa-Exekutivkomitee zu tun hatten.
Zwanziger stellt sich mit seiner Version dagegen. Einer Version, die jedenfalls besser belegt ist als jene, mit der sich Niersbach am Donnerstag von einer offenen Frage zur nächsten hangelte. Seit der SPIEGEL aufgedeckt hat, dass sich im deutschen Sommermärchen 2006 eine gut gefüllte schwarze Kasse versteckte, ließ er sich höchstens noch vom eigenen Pressesprecher interviewen. Und als es darauf ankam, seit wann genau er schon von den 6,7 Millionen gewusst hatte, fiel auf, dass ihm dazu nichts einfiel. Eine Erinnerungslücke, gerade hier. Zwanziger dagegen kann sich erinnern; wenn man ihm glauben darf, sogar sehr gut.
Er sagt nun, dass Franz Beckenbauer persönlich den Schuldschein für das Geld von Louis-Dreyfus unterschrieben haben soll. Er bestätigt, dass ihm Günter Netzer 2012 in Zürich erzählt habe, mit dem Geld seien die Stimmen der Asiaten im Exekutivkomitee der Fifa gekauft worden. Er sagt, dass Beckenbauer ihn im August 2015 angebettelt habe, doch bloß nicht in der Sache mit den 6,7 Millionen Euro herumzubohren. Und er kannte auch schon die handschriftliche Notiz, die ihm nun der SPIEGEL vorlegte, eine Notiz auf einem Fax vom November 2004, aus der hervorgeht, dass Niersbach in die Rückzahlung an Louis-Dreyfus voll eingebunden war. "Ja, das ist für mich die Handschrift von Niersbach", bestätigt Zwanziger.
"Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab", sagt Zwanziger. "Es ist ebenso klar, dass der heutige DFB-Präsident Niersbach davon nicht erst seit ein paar Wochen weiß, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005. So wie ich das sehe, lügt Niersbach."
Diejenigen, die in den vergangenen Tagen Theo Zwanziger angriffen, sagten, er sei ein verbitterter alter Mann und bedingt zurechnungsfähig. Das war durchschaubar, und es war Unfug. Zwanziger ist ein messerscharf denkender und präzise formulierender Jurist, fraglos enttäuscht von seinem Nachfolger Niersbach, aber zugleich getrieben von ernsthafter Sorge.
Wozu Theo Zwanziger jetzt offen steht, notfalls auch vor Gericht und mit einer eidesstattlichen Versicherung, das findet sich zum größten Teil in einem vertraulichen Gutachten, das er in diesem Spätsommer in Auftrag gegeben hat. Zwanziger war nervös. Er wollte wissen, ob er sich strafbar gemacht haben könnte, als er 2005, damals als Vize des Organisationskomitees, die 6,7 Millionen Euro freizeichnete, das Geld, das dann an Louis-Dreyfus zurückfließen sollte. Im September legte sein Anwalt Hans-Jörg Metz die Expertise vor. Es geht um juristische Fragen, aber auf den ersten Seiten schildert Metz aus Zwanzigers Sicht den Sachverhalt, und der hat es in sich.
Denn Anfang 2005, so heißt es da, seien Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder, damals die DFB-Doppelspitze, vom "Generalsekretär Schmidt darüber unterrichtet worden, dass ein Schuldschein für Herrn Louis-Dreyfus über 10 Millionen Schweizer Franken vorliege". Den habe "Franz Beckenbauer auf sich persönlich ausgestellt".
Für Zwanziger ist klar: Das Geld war allem Anschein nach dafür da, den Kampf um die WM für Deutschland zu entscheiden. Es hätte demnach doch mit dem Sommermärchen zu tun, anders als Niersbach das darstellt. So steht es auch im Dossier von Zwanzigers Anwalt: Den Schuldschein habe Beckenbauer, Chef des Komitees, "in seiner Tätigkeit im Rahmen der Bewerbung für die WM 2006" unterzeichnet, heißt es dort. Und als Louis-Dreyfus das Geld zurückhaben wollte, "war für die Beteiligten klar, dass Franz Beckenbauer hier nicht in der persönlichen Haftung für notwendige Ausgaben für die WM-Bewerbung sein sollte".
Zunächst wollte das Komitee Beckenbauers Schulden so billig, so elegant und so leise wie möglich glattstellen. Louis-Dreyfus sollte doch einfach verzichten. Doch der Franzose ließ Zwanziger und Schmidt, die als Türöffner noch Günter Netzer mitgenommen hatten, Anfang 2005 höflich abblitzen. "Louis-Dreyfus ging davon aus, dass das Geld doch der WM-Bewerbung gedient habe", schreibt Zwanzigers Anwalt. "Nach dem Zuschlag für die WM stünden nunmehr ausreichend Mittel zur Verfügung, um die Forderung zu erfüllen." Allerdings gab sich der Franzose mit 10 Millionen Franken nicht zufrieden, er wollte 10,3 Millionen zurück, das Darlehen "inklusive Zinsen". Als Geschäftsmann hatte er offenbar nichts zu verschenken und deshalb auch nichts kostenlos zu verleihen.
Wie aber sollte das Geld, das der Kaiser genommen und offenbar auch ausgegeben hatte, nun sauber zu Louis-Dreyfus zurückfließen? Am 23. März 2005 schrieb der Finanzchef des Organisationskomitees, Stefan Hans, eine Vorlage für den Präsidialausschuss. Dabei ging es um eine damals noch geplante Eröffnungsgala im Berliner Olympiastadion. Zwar sollte die Fifa das Spektakel bezahlen, doch nun hieß es, Zürich habe um einen Zuschuss der Deutschen gebeten. Sieben Millionen Euro.
"Damals hatte ich noch keinen Verdacht geschöpft", sagt Zwanziger. Dann aber, kurz nachdem er zusammen mit Horst R. Schmidt die Überweisung in die Schweiz freizeichnete, sah er zwei Papiere, die wie Schmierblätter aussahen und sich als genauso schmierig herausstellten. Das erste: ein Schreiben, abgeschickt vom zentralen Faxgerät der Fifa, schon am 23. November 2004 um 15.44 Uhr. Aus Gründen des Quellenschutzes verzichtet der SPIEGEL darauf, diese und weitere Unterlagen, die sich in seinem Besitz befinden, seit sie die Redaktion in den vergangenen Wochen auf unterschiedlichen Wegen erreichten, zu faksimilieren.
Im Briefkopf prangt merkwürdigerweise nicht das Fifa-Logo, sondern das des deutschen Organisationskomitees. Die Zürcher wollten den Deutschen also offenbar damit einen Vorschlag machen, wie sie ihr Schreiben aufsetzen sollten, wenn sie demnächst Millionen überweisen würden. Millionen, die aber letztlich nicht bei der Fifa landen würden, sondern bei Louis-Dreyfus.
Auf dem Entwurf finden sich nun zwei verräterische Anmerkungen, zwei unterschiedliche Handschriften. Die erste, den Schluss legen Schriftvergleiche nahe, ist offenbar die von Wolfgang Niersbach. Die Anmerkung bezieht sich auf den Zürcher Textvorschlag für den ersten Satz. Statt der Formulierung "... erlauben wir uns bezüglich Zahlungsmodalitäten auf Sie zuzukommen", soll es anders heißen, nämlich: "...erlauben wir uns, das vereinbarte Honorar für H.L.D. an Sie zu überweisen mit der Bitte um Weiterleitung auf folgendes Konto".
Das heißt: Wer das geschrieben hat – er bestimmte damit, dass das Geld an "H.L.D.", Herrn Louis-Dreyfus, gehen sollte. Und wenn das die Handschrift von Niersbach ist, dann war das genau die eine Lüge zu viel, die sich ein amtierender DFB-Präsident nicht erlauben darf. In der Pressekonferenz hatte er nämlich behauptet: "Mir war nicht bewusst, dass hinter der Position Kulturprogramm die Rückzahlung stand."
Übrigens, der erste Buchstabe ist ein "H.", zunächst hatte der SPIEGEL ihn in der vergangenen Woche als "R." interpretiert, für R.L.D. In der Sache ändert das aber nichts. Denn dass "H.L.D." zweifelsfrei für Louis-Dreyfus steht, ergibt sich aus einem zweiten Papier. Dort ist die Kontoverbindung für die geplante Überweisung genannt, die im ersten Schreiben noch fehlt: "BNP Paribas Genève, BC 8686-6 For the Benefit of Zürich Branch For the account of 3.136.594 RLD". Das Konto von Louis-Dreyfus.
Doch hatte Niersbach diese handschriftliche Notiz tatsächlich geschrieben? Niersbach wollte das am Donnerstag nicht mehr ausschließen. War er der Mann, der damals als Vize im OK die Legende mit ausheckte?
Theo Zwanziger sagt, dass er die Schrift wiedererkennt und keinen Zweifel hat, dass Niersbach das geschrieben hat. Auch einem ehemaligen DFB-Mitarbeiter, der die Krakel seines Chefs oft genug gesehen hat, kommt der Schrifttyp auf dem Zettel bekannt vor. Ein Sachverständiger bestätigte zumindest anhand einer Gegenprobe, dass "die fragliche Passage auf dem Schreiben vom Gesamteindruck her eine ähnliche Anmutung hatte".
Der andere handschriftliche Vermerk auf dem Briefentwurf stammt dagegen von Horst R. Schmidt – "Schuldschein zurück", steht da in seiner typischen, nahezu unverkennbaren Mikroschrift. Damit kann eigentlich nur das Schuldanerkenntnis von Beckenbauer gemeint gewesen sein. So wertet es auch das Gutachten des Zwanziger-Anwalts.
Als Zwanziger 2005 diese Papiere sah, bekam er Zweifel. Was hatte die Eröffnungsgala der Fifa schon mit Robert Louis-Dreyfus zu tun? Nichts. Dennoch hatte er die Zahlungsanweisung genau so unterschrieben, mit der Begründung "Kulturprogramm" und der Kontonummer von Louis-Dreyfus. Nur war die Summe jetzt etwas kleiner, nicht 7, sondern nur noch 6,7 Millionen Euro – das entsprach nun 10,3 Millionen Franken. Gut ein Jahr vor der WM wollte Zwanziger damals keinen Skandal riskieren; heute bedauere er seine Unterschrift unter dem Papier, sagt er – "das war ein Fehler". Denn das Geld ging am Ende an Louis-Dreyfus.
Bis 2012 war die Sache damit scheinbar erledigt. Vergessen, überlagert vom Bilderreigen eines schwarz-rot-goldenen Volksfestes. Von den Dramaspielen gegen Argentinien und Italien im Sommer 2006. Den großen Gefühlen. Deutschland einig Fußballland, Deutschland neues Vaterland. Und selbst die Nationalelf unter Jürgen Klinsmann spielte nach dem Rumpelfußball früherer Jahre so, wie das Land selbst sein wollte: leicht, lebendig, leidenschaftlich. Wer wollte da schon über Geld reden?
Doch Fußball, das sind auch gekaufte Träume, und 2012 zeigte sich, wie begehrt manche Dinge im Fußball sind: Der frühere Vermarkter der Fifa, die ISL, die 2001 zusammengebrochen war, hatte Bestechungsgelder in großem Stil gezahlt. Allein von 1989 bis 2001 rund 142 Millionen Schweizer Franken. Im Sommer 2012 wurde ein Teil der ISL-Akte geöffnet, es kursierten Schmiergeldlisten, es grassierte die Angst, auch Zwanziger zitterte: 2005, seine Überweisung an Louis-Dreyfus, der Fehler, den sie alle vergessen wollten. Würde dieser Fehler ihn einholen?
Zwanziger saß zu diesem Zeitpunkt im Fifa-Exekutivkomitee, dem höchsten Gremium des Weltverbandes, er forderte, dass die Ethikkommission den ISL-Fall gründlich durchleuchten sollte. Er musste, er wollte sauber sein. Aber stattdessen, so führt das Dossier seines Anwalts aus, dämmerte es Zwanziger, dass alles noch viel schlimmer als gedacht sein könnte.
Denn im Herbst 2012 will er Günter Netzer in einem Zürcher Nobelrestaurant getroffen haben. Zwanziger hatte ein Buch geschrieben, Netzer sollte dafür werben, es gab einiges zu besprechen. Und bei der Gelegenheit kam, so Zwanziger, die Sprache auf die zehn Millionen Franken von Louis-Dreyfus. Im Gutachten heißt es dazu: "Dr. Zwanziger hatte von Günter Netzer, einem engen Dreyfus-Vertrauten, im Herbst 2012 beiläufig erfahren, der Schuldschein über 10 Millionen Schweizer Franken sei für die vier Stimmen der Asiaten im Fifa-Exekutivkomitee verwendet worden." Wenn das stimmte, war die WM gekauft; Zwanziger behauptet, genauso habe es Netzer erzählt, Netzer hält dagegen, er habe so etwas nie gesagt, auch nicht in der Art. Aussage steht gegen Aussage.
Aber auch gegenüber einem zweiten Zeugen hat sich Netzer offenbar ähnlich geäußert. In einem Gespräch über Louis-Dreyfus, nach dessen Tod 2009, soll Netzer den Verlust seines Freundes betrauert haben, um dann aber hinzuzufügen: Für den deutschen Fußball seien die Folgen überschaubar, man müsse ja auf absehbare Zeit keine WM mehr ins Land holen. Auch das will Netzer nie gesagt haben.
Klar ist: Zwanziger wollte die Sache danach nicht mehr auf sich beruhen lassen, zweimal lud er das frühere Organisationskomitee zu einem Treffen am Frankfurter Flughafen ein. Beckenbauer kam, auch Niersbach, Fedor Radmann, Horst R. Schmidt kamen, sie saßen am 24. September 2012 zusammen und am 16. Juli 2013. "Dr. Zwanziger schilderte in diesem Gespräch seine Feststellungen sowie seine Zweifel und Bedenken", heißt es im Gutachten seines Anwalts, er "erklärte dem DFB-Präsidenten", also Niersbach, "dass es nunmehr in seiner Verantwortung liege, den Vorgang zu prüfen und aufzuklären".
Wurden die 6,7 Millionen Euro dabei offen angesprochen, oder war das gar nicht nötig? Zwanzigers Anwalt sagt, natürlich sei die Zahlung aus dem Jahr 2005 ein Thema gewesen. Sein Mandant habe "Bedenken bezüglich einer zweckentsprechenden Verwendung der Überweisung geschildert", Niersbach und Schmidt hätten sich das "angehört".
Allerdings wollte sich Zwanziger das Treffen später von den anderen schriftlich bestätigen lassen, um sich abzusichern. Doch nur Schmidt und Beckenbauer waren dazu bereit – mit erheblichen Einschränkungen. In dem Briefentwurf, den Horst R. Schmidt am 17. September an den "Lieben Theo" schickte, war nur von den verdächtigen ISL-Zahlungen rund um die WM 2006 die Rede, nicht von der Zahlung an Louis-Dreyfus.
Genauso steht es in einem Brief von Beckenbauer und Schmidt, datiert auf den 6. Oktober 2015: "Theo Zwanziger wies darauf hin, dass die ISL-Akte Hinweise auf Zahlungen im Hinblick auf die WM 2006 enthalten könnte, ohne dies näher zu substantiieren, regte indes eine Überprüfung an. Das Thema wurde nicht weiter behandelt, jedoch festgestellt, dass dem übrigen Teilnehmerkreis keine diesbezüglichen Kenntnisse vorliegen." Zwanziger sagt dazu, er habe nicht mehr auf der Nennung der 6,7 Millionen Euro bestanden, um überhaupt eine Bestätigung für das Treffen zu bekommen. Schmidt ließ eine Anfrage des SPIEGEL dazu unbeantwortet.
Fest steht allerdings: Nach diesen Treffen am Frankfurter Flughafen tut Niersbach nichts. Es gibt keine interne Prüfung, offenbar will er, dass alles so bleibt, wie es ist, das Schweigen und Verschweigen, das gut gehütete Vergessen.
Dabei hätte ein Verbandschef, der auch nur halbwegs Wert auf die Einhaltung von Regeln legt, nach diesen Hinweisen seines Vorgängers eine Untersuchung einleiten und sogar externe Prüfer ins Haus holen müssen. Sie hätten sich auch mit der Rolle Niersbachs im Organisationskomitee befasst. Aber wer will das schon? Glaubt man Zwanziger, machte ihm auch Beckenbauer später noch mal deutlich, dass der Deckel auf der Geschichte bleiben sollte. "Er bat eindringlich, keine Schritte für die weitere Aufklärung einzuleiten, äußerte sich aber zur tatsächlichen Verwendung des Geldes nicht", heißt es im Gutachten des Zwanziger-Anwalts über ein Vieraugengespräch. Das habe am 13. August 2015 in Zwanzigers Wohnung in Altendiez stattgefunden.
Für Zwanzigers Anwalt ist die Sache klar: Sein Mandant habe getan, was er tun konnte, die anderen mehrfach gewarnt, sie aufgefordert, die Sache nicht einfach laufen zu lassen. Wenn der DFB eines Tages Schadensersatz verlange für die 6,7 Millionen Euro, die sich in nichts aufgelöst haben, dann nicht bei Zwanziger. Da müsse sich der DFB schon an andere halten, die 2013 und auch heute in Amt und Verantwortung seien: vor allem Niersbach.
Für den ist die Lage nach einer Pressekonferenz, die mehr schadete als nützte, prekärer denn je. Und das nach einer Woche, in der er von einer Krisensitzung in die nächste hetzte. Schon seit der ersten Anfrage des SPIEGEL vom vorvergangenen Mittwoch herrscht dort Panik über Logik, und sosehr auch Auswege aus der Krise gesucht wurden – gefunden wurden nur Ausflüchte.
Noch bevor am vorvergangenen Donnerstag die Frist abgelaufen war, die der SPIEGEL dem DFB für die Beantwortung der Fragen gesetzt hatte, waren Manager der Deutschen Fußball Liga DFL hektisch informiert worden. Niersbach war da noch in Nyon, bei der Uefa-Sitzung, in der er eigentlich als möglicher Nachfolger von Präsident Michel Platini die Honneurs machen sollte. Doch aus dem stolzen Dauphin wurde ein Mann auf der Flucht.
Am nächsten Morgen, kurz nach halb acht, fuhren erste Wagen mit Funktionären an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise vor. In der Chefetage, erster Stock, wurden schon Terminpläne freigeräumt; einige, die nicht zum inneren Zirkel um Niersbach gehörten, sollten das Stockwerk wechseln. Um zehn Uhr dann eine kurzfristige Telefonschalte mit den DFB-Landesfürsten. Niersbach sagte, ihm sei bereits seit dem Sommer bekannt, dass es eine 6,7-Millionen-Euro-Überweisung gebe, Hintergrund unklar. Er schlug vor, dass der Kontrollausschuss den Vorgang prüfe. Die Zugeschalteten wirkten wie benommen, im Schockzustand. Es kam der Vorschlag aus der Runde, dass neben der internen Prüfung zwingend auch eine externe notwendig würde. Man einigte sich auf die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, die kennt der DFB schon, seit die Wirtschaftsprüfer den Verband für die WM 2006 in Urheberrechtsfragen berieten.
Ein DFB-Mann las den Landespräsidenten eine Presseerklärung vor, die gleich danach herausgehen sollte, noch vor der ersten Meldung des SPIEGEL. In der Stellungnahme des Verbandes hieß es, Niersbach habe schon vor Monaten eine "interne Untersuchung" angeordnet.
Niersbachs wichtigste Leute, Mediendirektor Ralf Köttker, Justiziar Jörg Englisch, Generalsekretär Helmut Sandrock und sein Adlatus Stefan Hans, wechselten kurz nach der Schalte ins Erdgeschoss, in das Büro von Hans. Er gilt als treuer Niersbach-Mann, über die versteckten Geldflüsse vor dem Sommermärchen müsste er eigentlich Bescheid wissen: Er war 2006 Finanzchef des WM-OK.
Kurz vor 20 Uhr ging Köttker, aber nur, um kurz danach mit Energy-Drinks zurückzukommen. Bald brannte nur noch in einem Büro das Licht, bei Hans. Man sah die Silhouetten von Männern, sie diskutierten und diskutierten. Aber eines sollen sie in den Büchern von Hans offenbar nicht gefunden haben: die vom SPIEGEL beschriebenen Dokumente. Weder das offizielle Schreiben, das die Deutschen an die Fifa geschickt hatten, um die 6,7-Millionen-Zahlung anzukündigen, noch die handschriftlichen Anmerkungen auf dem Entwurf. Auch den Beckenbauer-Schuldschein nicht.
Hatte vielleicht einer die Bücher frisiert? Waren Akten entwendet worden? Der DFB äußerte sich zu diesen und allen anderen SPIEGEL-Anfragen nicht. Nur dass das Geld an die Fifa tatsächlich hinausgegangen war, konnten die Männer später dokumentieren.
Auch am Samstag und Sonntag sagte Niersbach öffentlich kaum etwas. Er gab seiner Pressestelle und damit in Wahrheit sich selbst ein Interview, mit jeder Antwort warf er noch mehr Fragen auf. Etwa die nach der internen Prüfung, die angeblich schon seit dem Sommer lief. Aber wer prüfte da eigentlich, wie lange schon, wie gründlich?
Vizepräsident Rainer Koch, Richter am Münchner Oberlandesgericht, meldete sich zu Wort: Er habe bis Freitag nichts von der 6,7-Millionen-Euro-Überweisung gewusst. Kurz darauf erklärte auch DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel, er sei von Niersbach nicht eingeweiht gewesen. Den Statuten zufolge hätte Niersbach bei einem solch groben Verstoß gegen die Finanzregeln des Verbandes wohl den Präsidialausschuss informieren müssen.
Am Montag konnte er sich dann nicht mehr hinter angeblichen Untersuchungen verstecken und in der Frankfurter Höhle seines Verbandes verkriechen. Er stand in Dortmund, im neuen Fußball-Museum, er hatte Ringe unter den Augen, er rasselte noch einmal herunter, was er schon in seinem Homevideo mit der Pressestelle gesagt hatte, Nachfragen ließ er nicht zu. Man hätte denken können, der Mann sei kein gelernter Journalist. Gleichzeitig kamen in Frankfurt die ersten Landes- und Regionalverbandspräsidenten des DFB zusammen. Kein Sondertreffen, aber das ist auch schon das Einzige, was nicht besonders war. "Übers Wochenende wurden viele Legenden gestrickt, keine hat der Realität standgehalten", sagt einer der Verbandsoberen irritiert. Dass ein Fifa-Zuschuss für die WM 2006 dazu dienen sollte, angeblich alle Rätsel zu lösen, ahnte da offenbar noch kaum einer in der Zentrale.
Offen diskutierten die Landeschefs über mögliche Nachfolger. Den Juristen Koch? Den Finanzmann und CDU-Bundestagsabgeordneten Grindel? Den Dortmunder DFL-Aufsichtsratschef Reinhard Rauball? Vielleicht sogar Oliver Bierhoff, den Manager der Fußball-Nationalmannschaft? Am Ende der Sitzung schrieben die 23 Präsidenten der Landes- und Regionalverbände Niersbach einen Brief. Die Hauptforderung: lückenlose, unabhängige Aufklärung. Die hatte Niersbach versprochen, aber was sollte man ihm noch glauben?
Die "Frankfurter Allgemeine" forderte den DFB-Chef am folgenden Tag in einem Kommentar auf, "dringende Fragen" zu beantworten und sein Amt ruhen zu lassen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt prüft den Anfangsverdacht für ein Ermittlungsverfahren. Von der Sache her scheint das Wesentliche klar zu sein, aber vermutlich sind die meisten Vorwürfe verjährt.
Ein hochrangiger DFB-Funktionär, einer, der viel zu sagen und noch mehr zu verlieren hat, glaubt nicht mehr, dass die Lage für Niersbach zu kitten ist. "Egal wie das ausgeht: Das Vertrauen auf Präsidialbasis ist enorm erschüttert." Wie solle man denn noch vernünftig weiterarbeiten, wenn selbst solch ein dickes Ding ganz diskret am Präsidium vorbeigeschleust werden sollte? "Niersbach wird auf die Bretter gehen", glaubt der Mann.
Je mehr der Führungszirkel um Niersbach verklärte statt erklärte, umso gereizter, genervter machte das auch den DFB-Insider. Fast stündlich erreichten ihn mögliche Erklärungen für die Zahlung, die sich aber genauso schnell als Legenden entpuppten. "Da ist so viel Käse dabei, dass ich nicht mehr daran glaube, dass das sauberes Geld sein könnte."
Da machte die neue, offizielle, ultimative Lösung aus dem Hause DFB, mit der Niersbach am Donnerstag in seine Stammelkonferenz ging, nur wenig Hoffnung. Von der Fifa schon als Unsinn abgetan, in sich unlogisch, nur die halbe Wahrheit, so- lange der Name Bin Hammam darin fehlt: Was Niersbach dort präsentierte, war sein letzter Schuss. Wohl ein Schuss ins Knie.
"... erlauben wir uns, das vereinbarte Honorar für H.L.D. an Sie zu überweisen mit der Bitte um Weiterleitung auf folgendes Konto"
"Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab."
"BNP Paribas Geneve, BC 8686-6 For the Benefit of Zürich Branch For the account of 3.136.594 RLD"
"Da ist so viel Käse dabei, dass ich nicht mehr daran glaube, dass das sauberes Geld sein könnte."
* Bei Dreharbeiten zum Bewerbungsspot 1999.
Von Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch, Udo Ludwig, Jörg Schmitt und Jens Weinreich

DER SPIEGEL 44/2015
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WM 2006:
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