17.10.1983

GESTORBENKurt Debus

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Kurt Debus, 74. Zusammen mit Wernher von Braun arbeitete er während des Zweiten Weltkrieges in der Heeresversuchsstelle Peenemünde - zuletzt als Cheftester der von den Nazis als Wunderwaffe angekündigten V 2. Gemeinsam mit anderen Raketenspezialisten trat Debus nach dem Krieg in die Dienste der Amerikaner - zunächst bei der US-Army in New Mexico, später im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral. Dort startete Debus 1958 den von Wernher von Braun entwickelten ersten amerikanischen Erdsatelliten Explorer 1. Die Präzision des deutschen Ingenieurs beeindruckte die Weltraumbehörde Nasa. 1960 übertrugen sie Debus die Verantwortung für sämtliche Starts. Drei Jahre später wurde er (bis 1974) Direktor des Kennedy-Raumfahrt-Zentrums. Nach seiner Pensionierung ließ sich der Wissenschaftler für die private Billigraketen-Firma Otrag des Deutschen Lutz Kayser einspannen und stand (von 1975 bis 1980) dem Aufsichtsrat des umstrittenen Unternehmens vor, weil es ihm "ohne Raketen keinen Spaß" machte. Vorigen Montag starb Debus in Cocca (Florida) an den Folgen eines Herzanfalls.

DER SPIEGEL 42/1983
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